„NATO und USA haben den Krieg in Afghanistan verloren“ – im Gespräch mit Emran Feroz

18. Oktober 2020 - 12:30 | | FL TV,Politik | 2 Kommentare

Am 7. Oktober hatte der Krieg in Afghanistan seinen 19. Jahrestag – er ist damit der mit Abstand längste Krieg in der US-Geschichte und dauert so lange an, wie der Amerikanische Bürgerkrieg, der Erste Weltkrieg, der Zweite Weltkrieg, der Koreakrieg und der Zweite Golfkrieg zusammenaddiert.


Wir trafen uns zum Gespräch mit dem austro-afghanischen Journalisten Emran Feroz im schönen Volkspark Friedrichshain in Berlin. Emran ist im deutschsprachigen Raum eine der kompetentesten Stimmen zum Krieg und auch weltweit ein renommierter Journalist zum Thema Afghanistan.

Wir sprachen über die Hintergründe des Krieges, die Rolle der USA und Deutschlands, die kommunistische Ära Afghanistans in den 1970/80ern und über die Frage, ob der Krieg nicht problemlos hätte verhindert werden können.



Das Interview wurde am 30. September von Jakob Reimann in Berlin geführt.

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Über den Autor

Ich bin seit Ende 2015 bei Die Freiheitsliebe mit dabei. Als studierter Biochemiker habe ich ein Jahr in Nablus, Palästina gelebt und dort an der Uni die Auswirkungen israelischer Industrieanlagen auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen in der Westbank erforscht. Anschließend habe ich neben mehreren Ländern in Osteuropa und dem Balkan auch einige Zeit in Tel Aviv und Haifa in Israel gelebt und kenne daher „beide Seiten“ des Konflikts und die jeweiligen Mentalitäten recht gut. Soweit ich zurückblicken kann, bin ich ein politisch denkender Mensch und verabscheue Ungerechtigkeiten jeglicher Art. Aus bedingungslos pazifistischer Sicht schreibe ich gegen den Krieg an und versuche so, meinen kleinen Beitrag zu leisten. Meine Themenschwerpunkte sind Terrorismus, das US Empire, Krieg (Frieden?) und speziell der Nahe Osten.   Hier könnt ihr euch in meinen Newsletter eintragen.

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2 Kommentare

  • 1

    So wie es scheint hat sich der radikale Islam militärisch als sehr viel zäher und widerstandsfähiger erwiesen als dies die NATO Strategen für möglich gehalten haben. Gleichzeitig scheint es ja auch so zu sein das sich in einer unaufgeklärten und schlecht gebildeten Gesellschaft sehr viel schlechter eine Demokratie aufbauen lässt als dies in Deutschland nach 1945 der Fall war. Die Idee ein ganzes Land nur durch militärische Stärke zu demokratisieren ist eben dann doch etwas arg zu kurz gedacht gewesen.

    • 1.1
      Jakob Reimann says:

      Ich finde es etwas naiv zu glauben, der USA und der NATO ginge es in Afghanistan um Demokratie. Köhler hat offen zugegeben, um was es geht: Ökonomie, „freie Handelswege“, wie er es nannte.

      Grüße