Israelische Armee attackiert Fotojournalisten in der Westbank

25. April 2015 - 11:19 | | Politik | 0 Kommentare
Gazastreifen 2015

Mehrere Fotojournalisten wurden in der Westbank durch IDF-Truppen attackiert. Sie machten aufnahmen einer Demonstration in der Nähe des palästinensischen Dorfes Nabi Saleh. Ein IDF Sprecher erklärte gegenüber der Haaretz, dies sei nicht das übliche Verhalten für Armeeangehörige.

Laut Berichten des IDF soll die Region um das Dorf militärisches Sperrgebiet sein. Doch es hätten sich über 70 PalästinenserInnen versammelt die versuchten, die Militärschranken zu durchbrechen. Auf dem Video sieht man, wie mehrere IDF Soldaten auf Personen zugehen, die klar mit „Press“ gekenzeichnet sind. Nachdem sie mehrmals „Haut hier ab“ schreien, fangen die Soldaten an, Fotojournalisten zu schubsen und auf den Boden zu werfen. Einer der Soldaten wirft sogar einen Stein nach einem Fotografen.

Weiterhin erklärt ein IDF Sprecher der Haaretz , das Fotografen nach IDF Richtlinien ungehinderten Zugang zu solchen Militärzonen hätten, besonders dann, wenn es sich um Demonstrationen oder Kundgebungen handelt. Bereits 2012 kam es in der Nähe des Dorfes zu Übergriffen auf PalästinenserInnen. Damals wurde der Soldat, der Steine warf und seine Waffe ohne Befehl nutzte, unehrenhaft aus der Armee entlassen.

Angriffe aus Gaza und auf Gaza

Laut übereinstimmenden Medienberichten kam es am 24. April zu dem Abschuss einer Rakete aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels. Israel erwiderten mit Panzerangriffen auf die Stadt Beit Hanun. Die Hamas distanziert sich vom Raketenabschuss und erklärt, man stehe nach wie vor zum Friedensabkommen von 2014. UNRWA-Direktor Robert Turner erklärte der Gazastreifen stehe kurz vor dem totalen Zusammenbruch: Eine Hungersnot steht kurz bevor.

Über den Autor

Bundessprecher der linksjugend ['solid] und Wortakrobat für die Freiheitsliebe, Balkan21 und andere Medien.
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