Mother Jones

5. September 2016 - 12:13 | | Gesellschaft | 0 Kommentare
Mary Harris Jones, 1902, Foto: Gemeinfrei

Sie galt als eine der gefährlichsten Frauen der USA, Mother Jones, die legendäre Kämpferin für die Emanzipation der amerikanischen ArbeiterInnen. Von den Herrschenden wurde sie für ihren Aktivismus gefürchtet. Mary Harris Jones kam in den 1830er-Jahren in Cork in Irland zur Welt und reiste schon als kleines Mädchen mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten, wo sie später ihren Mann heiratete und vier Kinder zur Welt brachte. Bei einer Gelbfieberepidemie in Memphis, Tennessee kamen all […]

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Die Wurzeln der Islamophobie in Frankreich

31. August 2016 - 09:48 | | Politik | 4 Kommentare
Foto: Pixabay

Die zunehmende Islamfeindlichkeit in Frankreich entsteht aus dem Versuch der Eliten, den Widerstand der Arbeiterklasse zu kontrollieren. Das „Burkiniverbot“ in Cannes und ca. 30 anderen Städten wurde vom französischen Verwaltungsgericht vorerst gestoppt, es war aber nur die neueste und absurdeste der antimuslimischen Schikanen, denen die Muslime in Frankreich ausgesetzt sind. Der französische Staat hat seine muslimischen Bürger seit Jahrzehnten in unterschiedlichem Maße ausgegrenzt und benachteiligt, die jihadistischen Anschläge in Paris im Januar und Dezember des letzten […]

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Warum haben die Alliierten die Gleise nach Auschwitz nicht bombardiert?

17. Mai 2016 - 16:56 | | Gesellschaft | 2 Kommentare
Abtransport von Frauen und Kindern in die Vernichtungslager nach der Niederschlagung des Aufstands – Foto mit Josef Blösche (rechts mit MP im Anschlag), Mai 1943

Am 27. Jänner erreichten russische Soldaten das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Was sie dort vorfanden, hat die ganze Welt erschüttert. Die Nazis hatten das Lager zwischen 17. und 23. Jänner evakuiert und 60.000 Häftlinge auf Todesmärschen Richtung Westen getrieben. Die Russen fanden die zurückgelassenen 7.500 Gefangenen vor – völlig entkräftet, abgemagert und krank starben viele von ihnen noch nach ihrer Befreiung. Es drängt sich die Frage auf: Hätten die Alliierten den Betrieb des Konzentrationslagers früher […]

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Ungarn 1956: Aufstand der Hoffnung

4. April 2016 - 09:00 | | Balkan21 | 1 Kommentare

Ungarn ist schwer in Verruf geraten. Wie kann das Land, das seit der Revolution von 1956 als besonders fortschrittlich galt, heute so unmenschlich mit Flüchtlingen umgehen? Eine Antwort liegt ganz offen vor uns: Die Revolution von 1956 wurde blutig niedergeschlagen, danach beherrschte Verzweiflung das Land. Die zweite Antwort liegt in den Umständen der Revolution begraben. Das Regime gegen das der 1956er-Aufstand ausgebrochen ist, nannte sich demokratisch und sozialistisch und die russischen Panzer, die tausende Menschen töteten, […]

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Suezkrise 1956: Das Ende des britischen Imperiums

2. April 2016 - 17:00 | | Kultur | 1 Kommentare
Brennende Öltanks in Port Said, von Fleet Air Arm official photographer, gemeinfrei, via Wikimedia Commons.

Am 29. Oktober 1956 griff Israel, unterstützt von Frankreich und Großbritannien, Ägypten an. Ziel der Offensive war der Sturz des ägyptischen Machthabers Abdel Nasser, der sich durch die Verstaatlichung des Suezkanals bei Großbritannien unbeliebt gemacht hatte. Doch es gelang den Invasoren nicht, Nasser zu stürzen. Bis 1922 stand Ägypten direkt unter britischer Kolonialherrschaft. 1919 kam es zu einer Revolution gegen die britische Herrschaft. Daraufhin gründete das britische Königreich das Königreich Ägypten. Damit war Ägypten zwar […]

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Wie funktioniert Geschichte?

6. März 2016 - 11:48 | | Gesellschaft | 3 Kommentare

Wir halten den Marxismus nicht für eine Theorie aus der Mottenkiste. Im Gegenteil: Marxistische Theorie hilft uns, die moderne kapitalistische Welt des 21. Jahrhunderts zu verstehen und zum Besseren zu verändern. Auch die Geschichte kann mithilfe materialistischer Philosophie anders verstanden werden, als sie von etlichen Historikerinnen beschrieben wird. Die am weitesten verbreitete Geschichtsauffassung ist zugleich auch die kindischste: Geschichte wird als Ergebnis des Handelns großer Männer (in Ausnahmefällen auch großer Frauen) betrachtet, von Königen und […]

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Österreichs Faschismus – Versagen der Linken

27. Februar 2016 - 16:26 | | Politik | 1 Kommentare

Letzte Woche veröffentlichten wir einen Beitrag, der sich mit der österreichischen Revolution und ihrem Scheitern auseinandersetzte, heute folgt ein Beitrag zur Übernahme des Landes durch die Faschisten, der durch eine zögernde Sozialdemokratie ermöglicht wurde. In der Stadt Bruck an der Mur gelang es dem Anführer, dem sozialdemokratischen Parteifunktionär Koloman Wallisch, auch am 12. Februar 1934 was in anderen Städten misslang, die Heimwehren zu entwaffnen und die Stadt abermals zu übernehmen. Erst als das Bundesheer mit […]

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Österreich: Die gescheiterte Revolution und der Aufstieg der Rechten

16. Februar 2016 - 16:15 | | Politik | 3 Kommentare

Die deutsche Revolution von 1918 ist den meisten Geschichtsinteressierten in Deutschland ein Begriff, denn sie stürzte die Monarchie und etablierte die parlamentarische Demokratie, zeitweise lag sogar eine sozialistische Revolution nahe. Die österreichische Revolution, wie auch das Ende der ersten österreichischen Demokratie, sind dagegen fast in Vergessenheit geraten. Diktator Engelbert Dollfuß, der am Vorabend des entscheidenden Schlags gegen die Sozialdemokratie erklärte, dass sich „der Umbau des Staates“ zum autoritär geführten Staat „in möglichster Raschheit vollziehen“ müsse, […]

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Islam, Kapitalismus und die Rolle der Aufklärung

20. Januar 2016 - 15:16 | | Gesellschaft | 4 Kommentare
Der Schlaf der Vernunft: Francisco de Goya durchlebte Fortschritt und Konterrevolution und politische Verfolgung im Spanien des 18. Jahrhunderts. Ⓒ Wikimedia Commons

Im Mittelalter war die islamische Welt deutlich fortgeschrittener als die christliche, wie der erste Teil unseres Beitrags über Islam und Aufklärung zeigt. Ab dem Mittelalter begann sich allerdings auch Europa zu verändern, dieser Beitrag soll nun analysieren was die Ursachen waren. Kein Fortschritt ohne Kampf Dieselbe Frage beschäftigt spätestens seit dem „Vater“ der modernen Soziologie Max Weber (1864-1920) die sozialen Theoretiker: warum konnte sich die bürgerliche Klasse in Westeuropa durchsetzen, bzw. ist hier ihre spezifische […]

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In der Bewegung liegt die Kraft

15. Januar 2016 - 08:00 | | Politik | 1 Kommentare

Warum Linke den Protest auf der Straße organisieren müssen, statt in die Regierung zu gehen, erklärte Rosa Luxemburg schon 1899. Schon vor über 100 Jahren haben Linke diskutiert, ob sie in einer Regierung bessere Politik durchsetzen können. Im Juni 1899 holte der rechte französische Premierminister Waldeck-Rousseau den Sozialisten Alexandre Millerand als Handelsminister in die Regierung. Jean Jaurès, der damals bekannteste französische Sozialist, verteidigte Millerand: Zum einen sei es notwendig, eine noch rechtere Regierung zu verhindern. Außerdem […]

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