Stauffenberg – Kein Held, kein Antifaschist

5. August 2020 - 12:00 | | Politik | 0 Kommentare

Stauffenberg wird zu Unrecht als Held gefeiert. Denn er war ein Faschist, der den Krieg liebte, solang seine Armee gewann. Von Hans Krause. Waren alle Deutschen Nazis? Natürlich nicht, sind sich die meisten einig, denn es gab ja auch Widerstand. Doch als Beispiel dafür wird häufig ausgerechnet Claus von Stauffenberg aufgeführt, der Hitler lange unterstützt hatte und ihn 1944 nur stürzen wollte, weil der Krieg verloren war. „Der Gedanke des Führertums (…) verbunden mit dem einer […]

Weiterlesen...

Die NSDAP und Regierungsbteiligungen – Der Weg zur Macht!

17. Februar 2020 - 12:00 | | Politik | 1 Kommentare

Schon vor der Machtergreifung 1933 strebte Hitler für die NSDAP Regierungsbeteiligungen auf Länderebene an. Die Konservativen wollten die Nazis über die Beteiligung als „Juniorpartner“ zähmen. Doch das Gegenteil war der Fall. Yaak Pabst über die Motive der Nazis, ihre Strategie an der Regierung und die Lehren für den Kampf gegen rechts heute. 1923 hatte Adolf Hitler versucht, mit dem „Marsch auf Berlin“, der an der Münchner Feldherrnhalle kläglich endete, Mussolinis „Marsch auf Rom“ nachzuahmen. Der […]

Weiterlesen...

Rotes Wien: Nachgeben auf dem Weg zur Niederlage

9. Dezember 2019 - 12:00 | | Politik | 0 Kommentare
© Waschsalon Karl-Marx-Hof

In der Zwischenkriegszeit war ein Zehntel der Bevölkerung Mitglied in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). Im Gegensatz zu Deutschland ließen sich die Arbeiterinnen und Arbeiter nach Ende des Ersten Weltkrieges nicht entwaffnen. Mit dem Roten Wien verfolgte die SDAP ein welthistorisch einzigartiges Aufbauprojekt. Trotz dieser Macht wurde die Arbeiterbewegung vom Faschismus geschlagen. Einer der Gründe war die versöhnlerische Politik der Parteiführung. In der Zwischenkriegszeit führte sozialdemokratische Politik zu einer gigantischen Verbesserung sowohl des materiellen als auch des kulturellen […]

Weiterlesen...

Geschichtsschreibung und Mythen

2. November 2019 - 12:00 | | Politik | 0 Kommentare

Einem geflügelten Wort zufolge wird die Geschichte immer von den Siegern geschrieben. Sie haben die größeren Möglichkeiten, um ihre Sicht auf das Geschehene durchzusetzen, während den Verlierern nur die Chance marginaler Korrekturen bleibt. Sie, die Sieger, kontrollieren den Zugriff auf die Quellen und bestimmen, was erforscht, recherchiert und medienwirksam publiziert wird – und was nicht. Sie verstehen es, ihre Meinung zur herrschenden Meinung, zum Mainstream, zu machen. Ihre Interessen bestimmen die Deutungsmuster der Vergangenheit. Kurz: […]

Weiterlesen...

Rosa Luxemburg als Politikerin

15. Januar 2019 - 12:00 | | Politik | 0 Kommentare

Rosa Luxemburg wurde als Jüdin in Polen geboren, über eine Scheinehe an die deutsche Staatsbürgerschaft gekommen, wurde innerhalb kürzester Zeit als junge Frau in einer männerdominierten Partei zur Anführerin ihres linken Flügels. Sie war eine brillante Rednerin und Ökonomin, liebte junge Männer und kehrte sich nicht um die Konventionen ihrer Zeit. Schon früh kritisierte sie – fast allein auf weiter Flur – all die Tendenzen der Sozialdemokratie, die in ihrem epochalen Verrat 1914 gipfeln sollten. […]

Weiterlesen...

170 Jahre: Deutsche Revolution – Die Forderungen des Bund der Kommunisten

21. März 2018 - 12:46 | | Politik | 0 Kommentare
Manifest der Kommunistischen Partei

Heute vor 170 Jahren fanden in ganz Deutschland revolutionäre Proteste statt gegen die Monarchie und für Demokratie und soziale Rechte. In eben dieser Zeit schrieben Karl Marx und Friedrich Engels das „Manifest der Kommunistischen Partei„, dass die Grundlage für eine zukünftigte Partei legen sollte. Ab dem 21. März verteileten sie in Deutschland die Forderungen  der „Kommunistischen Partei in Deutschland“. Das Papier wurde zusammen mit dem „Manifest der Kommunistischen Partei“ bei Protesten, Streiks und Demonstrationen verteilt. […]

Weiterlesen...

50 Jahre nach 1968 

26. Januar 2018 - 13:33 | | Meinungsstark | 1 Kommentare

Manchmal ist die Geschichte linker Bewegungen eine von Spaltung, Ohnmacht, Niederlage oder gebrochener Hoffnung. Manchmal ist es eine Geschichte, in der unterschiedliche Kämpfe nicht miteinander verbunden, sondern getrennt geführt werden.  Immer wieder hat diese Geschichte aber auch besondere Kulminationspunkte. Jene Momente,  in denen Auseinandersetzungen einander inspirieren und ergänzen, Momente, in denen radikale Ideen die Vielen ergreifen und die Menschen selbstbewusst nach der Gestaltung ihrer eigenen Geschichte verlangen und nachhaltig die Gesellschaft beeinflussen und zum Positiven […]

Weiterlesen...

Gramsci – Eine andere Agenda der Revolution im „Westen“

11. August 2017 - 11:51 | | Politik | 0 Kommentare

Die 1921 gegründete KPI führte zunächst der charismatische Amadeo Bordiga, der die Rätebewegung in Neapel geleitet hatte. Er konzipierte die Partei als kleine, schlagkräftige Kaderorganisation und orientierte sie auf einen staatsstreichartigen Umsturz nach dem Vorbild der Oktoberrevolution. Gramsci, der seit Herbst 1922 bis zum November 1923 Repräsentant der Partei bei der Komintern in Moskau war, erkannte bald, dass die Epoche sozialistischer Revolutionsversuche in Mittel- und Westeuropa zu Ende war. (Der erste Teil des Artikels erschien […]

Weiterlesen...

Antonio Gramsci – Die Revolution im Osten, im Süden und im Westen

4. August 2017 - 16:43 | | Politik | 0 Kommentare

Antonio Gramscis Todestag jährte sich am 27. April zum 80. Mal. Seine verschlüsselten Gefängnishefte, die sich auch oft auf wenig bekannte italienische Kontexte beziehen, erschließen sich dem Normalleser nur schwer. Gramscis Denken wird leichter zugänglich, wenn man sich mit seinem politischen Wirken vor der Gefängniszeit befasst. Wesentliche Teile seines theoretischen Denkens fußten auf seiner praktischen Verarbeitung der Oktoberrevolution – die in den Gefängnisheften natürlich nicht mehr offen erwähnt werden konnte. Impuls der Oktoberrevolution in Italien: […]

Weiterlesen...

Werner Scholem – Kämpfer gegen Stalinismus und Einheitsfront

17. Juli 2017 - 12:57 | | Kultur | 0 Kommentare

Der KPD wird nachgesagt, dass sie von Beginn an eine Partei gewesen ist, die bedingungslos Moskau-hörig war und nicht alleine entschied. Die Biographie des kommunistischen Funktionärs Werner Scholem bietet Einsichten in den Wandel der KPD von einer offenen Partei zu einer stalinistischen. Als Sohn eines jüdischen Druckereibesitzers schloss sich Werner Scholem im Jahr 1912 der zionistischen Jugendbewegung an, die für einen jüdischen Staat in Palästina eintrat. Doch noch im selben Jahr wechselte er zur SPD. […]

Weiterlesen...