Die schwarzen Bolschewisten

2. Juni 2017 - 16:09 | | Politik | 0 Kommentare

Paul Heidemann erzählt die kaum bekannte Geschichte der African Blood Brotherhood, die die erste Generation der schwarzen sozialistischen Kader in den USA rekrutiert und ausgebildet hat. Zwei Dinge passierten im November, die für Radikale interessant sein sollten. Erstens, das Aufbegehren antirassistischer Aufstände auf Universitätscampus zeigt eindrucksvoll, dass die Black Liberation Movement, welche durch die „Black Lives Matter“-Bewegung ins Leben gerufen wurde, noch nicht verebbt ist. Zweitens, der 98-jährige Jahrestag der Oktoberrevolution markiert den Punkt, an […]

Weiterlesen...

Spartakus, römischer Proletarier

31. Mai 2017 - 16:12 | | Kultur | 1 Kommentare

Wer kennt sie nicht? Die Geschichte des römischen Gladiatoren, der sich gegen die Herrschenden seiner Zeit erhob – Spartakus der Gladiator. Der Aufstand gegen die Unterdrückung durch das römische Imperium inspirierte viele in ihrem politischen Kampf: „Großer General, nobler Charakter, ein wahrer Vertreter des antiken Proletariats“, schrieb Karl Marx 1861 an Friedrich Engels. Die überfällige deutsche Ausgabe von James Leslie Mitchells Roman Spartakus erschien nun im Laika Verlag. Sklaven, die kastriert wurden. Die zu jeder […]

Weiterlesen...

Ostern: Jesus ein Sozialist?

17. April 2017 - 12:00 | | Gesellschaft | 0 Kommentare

Am Ostermontag soll Jesus, so heißt es im Christentum, wieder auferstanden sein. Doch welche Rolle spielte Jesus, der heute von vielen Konservativen für sich vereinnahmt wird, in der Geschichte, war er gar Sozialist, wie die christliche Befreiungstheologie sagt? Anfang November las Ármin Langer, der Rabbinerstudent am Abraham-Geiger-Kolleg in Berlin war, bei der Neuköllner LINKEN aus seinem Buch „Ein Jude in Neukölln. Mein Weg zum Miteinander der Religionen“. Er beschreibt dort eine Szene aus dem Dezember […]

Weiterlesen...

EU – Einheit des Kapitals oder der Menschen?

26. März 2017 - 12:21 | | Politik | 0 Kommentare

Die EU feierte am gestrigen Samstag ihr 60 jähriges Bestehen, Artikel in der Presse würdigten dies als Beitrag zu Frieden und Sicherheit, doch die Kritik an der EU wird dadurch nicht verstimmen, sondern nur noch lautern. Die Debatte um Europa und seine Vereinigung ist dabei nicht neu, sie wird in der Arbeiterbewegung schon seit mehr als 100 Jahren geführt. Vorneweg eine kleine Quizfrage: Von welchem Sozialdemokraten stammt das folgende Zitat? „Nichtsdestoweniger bleibt für Deutschland nur […]

Weiterlesen...

Mit historischem Wissen andere Fragen stellen – Im Gespräch mit Ralf Hoffrogge

15. März 2017 - 12:31 | | Kultur | 0 Kommentare
Kundgebung der Arbeiter- und Soldatenräte auf dem Verkündigungsplatz in Nischni Nowgorod. Oktober 1917.

In diesem Jahr jährt sich die Russische Revolution zum 100 mal, doch welche Bedeutung hat die russische Revolution für heute, wie können kritische Geister aus ihr Lehren ziehen? Wir haben mit dem Historiker Ralf Hoffrogge über die Bedeutung von Geschichte für die aktuelle Politik, die Bedeutung von Bewegung und die russische Revolution gesprochen. Die Freiheitsliebe: „Nicht die Gewehrkugeln und Generäle machen Geschichte, sondern die Massen“ sagte Nelson Mandela einst, kannst du diesem Zitat zustimmen? Ralf […]

Weiterlesen...

Patrice Lumumba – Die Ermordung eines antikolonialen Helden

28. Januar 2017 - 12:21 | | Politik | 1 Kommentare
Photo by Gary Soup

Vor 56 Jahren (17. Januar 1961) wurde der kongolesische Premierminister und Antikolonialist Patrice Lumumba ermordet. Patrice Lumumba war für nur sieben Monate der Premierminister des eben erst unabhängig gewordenen Kongos, bevor er vor 56 Jahren umgebracht wurde. Er wurde 36 Jahre alt. Heutzutage ist Lumumbas kurzes politisches Wirken – ebenso wie das seiner ebenfalls kurzlebigen Zeitgenossen Thomas Sankara und Steve Biko – Ausgangspunkt für Debatten über die politischen Möglichkeiten im postkolonialen Afrika, der Rolle charismatischer […]

Weiterlesen...

Zum Todestag: Hände weg von Luxemburg

15. Januar 2017 - 12:22 | | Politik | 0 Kommentare

Heute jährt sich zum 99. mal der Todestag der revolutionären Marxistin Rosa Luxemburg, die umgebracht wurde auf Befehl der SPD. Auch heute noch zählt sie zu den bekanntesten und beliebtesten Linken, dabei wird ihr Erbe nicht nur von revolutionären Linken beansprucht, sondern auch Sozialdemokraten, Anarchisten und Reformisten beanspruchen ihr Erbe. Zu ihrer heutigen Gedenkdemo kommen auch Anhänger Stalins, der selbst Rosa Luxemburg als Reformistin bezeichnete. Anlässlich ihres Todestages dokumentieren wir den Text „Hände weg von […]

Weiterlesen...

Hannah Arendt und ihre Bedeutung für die Linke

12. Januar 2017 - 11:53 | | Gesellschaft | 0 Kommentare

Hannah Arendt – geboren 1906 in Hannover, gestorben 1975 in New York, eine der bedeutendsten politischen Theoretikerinnen und Philosophinnen unserer modernen und postmodernen Gesellschaft. Sie studierte Philosophie, Theologie und Griechisch bei Heidegger, Jaspers u.a. und war lange Zeit als freie Schriftstellerin und Dozenten tätig. Sie lehrte in Chicago und zuletzt in New York im Fach Politische Theorie. Was für eine Rolle spielt sie für uns Linke heute noch? Welche ihrer Gedanken können wir in unsere […]

Weiterlesen...

Mother Jones

5. September 2016 - 12:13 | | Gesellschaft | 0 Kommentare
Mary Harris Jones, 1902, Foto: Gemeinfrei

Sie galt als eine der gefährlichsten Frauen der USA, Mother Jones, die legendäre Kämpferin für die Emanzipation der amerikanischen ArbeiterInnen. Von den Herrschenden wurde sie für ihren Aktivismus gefürchtet. Mary Harris Jones kam in den 1830er-Jahren in Cork in Irland zur Welt und reiste schon als kleines Mädchen mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten, wo sie später ihren Mann heiratete und vier Kinder zur Welt brachte. Bei einer Gelbfieberepidemie in Memphis, Tennessee kamen all […]

Weiterlesen...

Die Wurzeln der Islamophobie in Frankreich

31. August 2016 - 09:48 | | Politik | 4 Kommentare
Foto: Pixabay

Die zunehmende Islamfeindlichkeit in Frankreich entsteht aus dem Versuch der Eliten, den Widerstand der Arbeiterklasse zu kontrollieren. Das „Burkiniverbot“ in Cannes und ca. 30 anderen Städten wurde vom französischen Verwaltungsgericht vorerst gestoppt, es war aber nur die neueste und absurdeste der antimuslimischen Schikanen, denen die Muslime in Frankreich ausgesetzt sind. Der französische Staat hat seine muslimischen Bürger seit Jahrzehnten in unterschiedlichem Maße ausgegrenzt und benachteiligt, die jihadistischen Anschläge in Paris im Januar und Dezember des letzten […]

Weiterlesen...