Die man nicht sieht

23. Mai 2020 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

In Once, einer argentinischen Stadt nahe Buenos Aires, kämpfen Ismael (15), seine Freundin Enana (13) und deren kleiner Bruder Ajo, er ist erst 6, ums Überleben. Für sie ist es nur wichtig, etwas zu Essen zu finden und nicht in die Hände der Behörden zu fallen, die sie ins Heim stecken würden oder vielleicht auch Schlimmeres. Sie leben von Einbrüchen, der kleine Ajo , flink wie ein Äffchen, findet seinen Weg in fast jedes Haus. Ihre Aufträge […]

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1968 – Jahre der Hoffnung

28. April 2020 - 12:01 | | Kultur | 0 Kommentare

Intensive Einblicke in das Innenleben revolutionärer Organisationen im Spätkapitalismus sind schwer zu finden. Einen solchen Einblick bietet dieses Buch am Beispiel der Revolutionär-Marxistischen Liga, später Sozialistische Arbeiterpartei, von 1969-88 Schweizer Sektion der trotzkistischen 4. Internationale. In ihrer Hochzeit organisierte sie bis zu 600 Mitglieder und 1.500 Sympathisantinnen und Sympathisanten und war damit weit stärker (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) als vergleichbare Organisationen in Deutschland. Das Buch basiert auf Antworten auf einen von der Autorin erstellten Fragebogen […]

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Der siebte Sinn ist der Schlaf

23. April 2020 - 13:29 | | Kultur | 0 Kommentare

Dieser Roman, der bereits 1983 vom Afrikaans ins Englische übersetzt wurde, erschien erst in diesem Jahr auf Deutsch. Die Autorin, Wilma Stockenström, geboren 1933 in Südafrika, ist in Deutschland kaum bekannt. Die Ich-Erzählerin, eine entlaufene Sklavin, hat sich nach ihrer Flucht und einer langen Reise ins Innere eines riesigen Baobabs zurückgezogen. Dort lebt sie von dem, was ihr die Natur bietet und was ihr die „kleinen Menschen“, es handelt sich wohl um Mitglieder des südafrikanischen Volkes […]

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Das Meer der Tränen

21. April 2020 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Seenotrettung gilt als eines der meistdiskutierten politischen Themen der vergangenen Jahre. Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline, macht in seinem Buch „Das Meer der Tränen“ deutlich, dass die Diskussion sich nicht um Seenotrettung, sondern um das Versagen der Politik, die Bekämpfung der Fluchtursachen und die Kriminalisierung der Seenotrettung drehen sollte. „Das Meer der Tränen“ ist kein klassisches politisches Buch, es ist keine Aneinanderreihung von Zahlen und Fakten, kein emotionsloses Werk, das einfach Wissen vermitteln soll – […]

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Eher Bourdieu als Marx – Ein Mann seiner Klasse

27. März 2020 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Christian Barons autobiographischer Debütroman über seine Kindheit und Jugend in einer Pfälzer Arbeiterfamilie. Christian Baron, Journalist und Redakteur der Wochenzeitung Der Freitag, schildert in seinem ersten Roman seine eigene Kindheit und Jugend in einer Arbeiterfamilie im pfälzischen Kaiserslautern der 1990er- und Nullerjahre. Er gewährt Einblicke in das Leben der „da unten“. Bemerkenswert ist dabei, dass der Autor die beiden potentiellen „Männer ihrer Klasse“nicht ikonisiert: weder seinen Vater, den alkoholkranken Möbelpacker, der Frau und Kinder verprügelt, […]

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Was Al-Quaida und #Metoo gemeinsam haben – Rezension zu Francis Fukuyamas „Identität“

25. November 2019 - 17:53 | | Kultur | 1 Kommentare

Fukuyama hatte 1989 das Ende der Geschichte ausgerufen und ist damit berühmt geworden. Der Fall der Sowjetunion läutete den unaufhaltsamen Sieg der liberalen Demokratie ein, so Fukuyama damals. Die heutige Krise der liberalen Demokratie und der Aufstieg des Autoritarismus stellen Fukuyamas Thesen jedoch in Frage. Mit seinem neuen Buch „Identität“ versucht Fukuyama auf seine KritikerInnen zu antworten. Die liberale Demokratie sei durch einen breiten Angriff von „Identitätspolitikern“ von Al-Quaida, Putin, Trump bis #Metoo und #BlackLivesMatter […]

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Kampf der „roten Unterwanderung“

8. November 2019 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Die Heinz-Jung-Stiftung hat mit dem Sammelband „Wer ist denn hier der Verfassungsfeind! Radikalenerlass, Berufsverbote und was von ihnen geblieben ist“ einen beachtlichen Aufschlag für eine politische Aufarbeitung der Berufsverbote vorgelegt. Es lohnt sich dieser verdrängten westdeutschen Geschichte anzunehmen. Denn die Beschädigung der politischen Kultur durch den Radikalenerlass überdauert bis heute. Als die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Bernd Höcke jüngst bei der Landtagswahl in Thüringen 23,4% der abgegebenen Stimmen erhielt, konnte man ihn wieder vernehmen, den […]

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Ist die Identitätspolitik Schuld am Aufstieg der Rechten?

22. Oktober 2019 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Der Wahlerfolg von Donald Trump im mächtigsten Land der Welt ist bislang der Zenit der rechten Wahlerfolge weltweit. Im Schatten der Wiederauferstehung rückwärtsgewandter Kräfte ringt die globale Linke um Antworten. Vor allem aus den USA schwappte im letzten Jahr die Debatte um Identitätspolitik nach Deutschland über. Losgetreten hatte sie Mark Lilla, ein Professor aus New York. Ein paar Monate nach dem Wahlsieg von Trump legte er sein Buch „The Once and Future Liberal. After identity […]

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An den Grenzen Europas und des Rechts

7. Oktober 2019 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Über Migration wird viel gesprochen im politischen Diskurs, selten wird dabei der wissenschaftliche Stand der aktuellen Debatten berücktsichtigt. Dies zu ändern versucht das Buch „An den Grenzen Europas und des Rechts“. Der Sammelband „An den Grenzen Europas und des Rechts“ setzt sich mit den verschiedensten Bereichen der Migrations- und Flüchtlingspolitik auseinander. Wobei in den verschiedensten Artikeln immer wieder deutlich wird, warum Flucht und Migration nicht das Gleiche sind und auch unterschiedlich diskutiert werden sollten. Dabei […]

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Spanien verstehen – Raul Zelik lesen

22. März 2019 - 12:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Ist die katalanische Unabhängigkeitsbewegung eine egoistische und wirtschaftschauvinistische Bewegung? Etabliert sich PODEMOS als eine neue erneuernde Linkspartei? Hat Spanien ein Problem mit der Aufarbeitung des Franquismus? Wie sehr scheint die spanische Elite korrupt zu sein? Was ist diese Diskussion über den Zentralstaat? Viele Fragen, die einem im Hinblick des Königreichs auf der Iberischen Halbinsel einfallen, auf die der Politikwissenschaftler und Aktivist Raul Zelik in seinem Buch ,,Spanien – Eine politische Geschichte der Gegenwart“, erschienen im […]

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