Foto: Daniel Kerekeš

Wer viel leistet, verdient auch viel

Darf ich vorstellen? Das ist VW-Vorstandsmitglied Andreas Renschler. Der ist so fleißig, dass VW für ihn 2014 eine „Ablösesumme“ von 11,5 Millionen bezahlte, obwohl er nur einen Monat arbeitete.

Seit 2015 verdient Renschler eine Millionen Euro fix Gehalt pro Jahr, obendrauf kommen Bonuszahlungen in Millionenhöhe. Und weil Renschler so viel arbeitet, darf er auch bereits mit 62 Jahren in Rente, obwohl er dafür nur noch 60.000 Euro im Monat erhält, der Arme! Und weil Renschler „so viel mehr leistet“, als KrankenpflegerInnen, KindererzieherInnen, VerkäuerInnen, BauarbeiterInnen und viele, viele mehr, ist sein opulentes Gehalt natürlich gerechtfertigt. Schließlich kann man mit über 62 nicht mehr eine solche wichtige Position bekleiden, dafür aber auf dem Bau Malochen, wir werden doch schließlich so alt!

Jetzt mal ernsthaft, ist das nichts, worüber man sich empören sollte? Wieso kassiert ein Schlipsträger, der keinen Mehrwert für die Gesellschaft produziert, so viel Kohle, während so wichtige Berufe wie ErzieherInnen & Co. an der unteren Verdienstgrenze knabbsen? Einfach: Weil dass der Kapitalismus ist. Wer Profit für Familien wie Albrecht, Piëch, Quandt und Co. produziert, bekommt viel. Berufe, die einen gesellschaftlichen nutzen haben, erhalten halt nicht bzw. nur so viel Geld, das wir neue Idioten hervorbringen können, die wiederum den Reichtum für besagte Bonzen produzieren.

Es ist kein kleiner Fehler den man korrigieren kann. Es ist die Logik dieses Systems, die diesen Scheiß produziert. Sei nicht wie Renschler, sei wie die Millionen Menschen in Frankreich, Griechenland, Spanien und den USA, die gegen den Mist auf die Straße gehen.

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