„Uns sind unsere Hunde wichtiger“ – Gideon Levy über die Misere der Palästinenser

3. Juli 2020 - 09:50 | | Politik | 0 Kommentare

Am Wochenende findet in London wieder die zweitägige Palestine Expo statt, die größte palästinensische Solidaritäts- und Kulturveranstaltung in Europa. Dieses Mal aufgrund von COVID-19 leider nur in virtueller Form (Informationen und Programm hier).

Ich war letztes Jahr dort und habe den zahlreichen Konferenzen und Panels beigewohnt, an denen unter anderem der israelische Haaretz-Journalist Gideon Levy, der israelische Neuhistoriker Ilan Pappe und Nelson Mandelas Enkel Nkosi Zwelivelile Mandela, ANC-Parlamentsmitglied und pro-palästinensischer Aktivist, teilgenommen haben.

Besonders eine medienkritische Rede von Levy hat wie keine andere auf der Veranstaltung das perfide Wesen der illegalen israelischen Besatzung Palästinas, die rassistische Dämonisierung von Palästinensern durch israelische Medien und die Gleichgültigkeit der israelischen Bevölkerung gegenüber den eklatanten Menschenrechtsverletzungen durch das israelische Militär thematisiert.

Es folgt die von mir aus dem Englischen übersetzte deutsche Fassung der freien Rede Herrn Levys im Rahmen eines Panels mit dem Titel „Marginalising Palestinian Voices.“

Die Panel-Teilnehmer von links nach rechts:

Jehan Al-Farra, palästinensische Journalistin und Schriftstellerin; Gideon Levy, israelischer Journalist, schreibt u.a. für die Haaretz und die New York Times; Dr Myriam Francois, Wissenschaftlerin am Centre of Islamic Studies der SOAS, University of London; Rawan Damen, preisgekrönte palästinensische Dokumentarfilmerin, bekannt für die mehrteilige Dokureihe „Al Nakba“, die auf Al Jazeera ausgestrahlt wurde.