Black lives matter: Mehr als Hundertausend protestieren in Deutschland

6. Juni 2020 - 17:51 | | Politik | 2 Kommentare
Protest in Karlsruhe – Foto: Marie-Sophie

Bundesweit sind heute in Deutschland Menschen auf die Straße gegangen, um dem von US-Polizisten ermordeten George Floyd zu gedenken und ein Zeichen zu setzen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Initiiert wurden die Proteste von der Bewegung Black Lives Matter, die sich im Juli 2013 in Folge von Polizeigewalt in den USA gegründet hatte.

Die größten Proteste fanden mit 25.000 Teilnehmenden in München, 14.000 in Hamburg, sowie Düsseldorf und Berlin statt, wo jeweils ca. 15.000 Menschen an den größtenteils schweigenden Kundgebungen teilnahmen. In Köln protestierten etwa 10.000, etwa genauso viele in Freiburg, in Dortmund waren es mindestens 3.000. In der Main-Metropole Frankfurt versammelten sich 8.000 Menschen. 5.000 demonstrierten in Nürnberg, in Augsburg waren es etwa 3.000. Stark auseinandergehende Zahlen gibt es zu Stuttgart, dort sprechen Behörden von ca. 5.000 Menschen, in Mannheim waren es 4.000 und fast 4.000 in Karlsruhe. In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover beteiligten sich etwa 8.500 Menschen an den Protesten, 2.000 waren es in Osnabrück, in Oldenburg 1.200, in Göttingen 1.750, etwas weniger waren es in Fulda (1.500) und fast 2.000 in Flensburg. Auch in ostdeutschen Städten protestierten die Menschen in Dresden waren es 4.000, 1.000 gingen in Chemnitz auf die Straße, 1.500 waren es in Magdeburg, 600 in Rostock. Insgesamt demonstrierten nach aktuellem Stand somit knapp 140.000 Menschen in Deutschland. (Die Zahlen werden laufend aktualisiert.)

Die Massenproteste gegen rassistische Polizeigewalt haben inzwischen ein internationales Ausmaß erreicht. So gingen 50.000 in Wien auf die Straße, um sich solidarisch mit den Protesten in den USA zu zeigen. Ähnlich viele waren es in Paris, wo auch gegen die dortige Polizeigewalt protestiert wurde, die immer wieder arabischstämmige und schwarze Jugendliche in den Banlieues das Leben kostet. Dass die Proteste international so breite Solidarität erfahren, ist neu, in den USA flackern sie allerdings in Folge rassistischer Gewalt seit Jahren immer wieder auf. So breit und groß wie jetzt waren sie allerdings noch nie.

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Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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2 Kommentare

  • 1

    Die Zahlen spiegeln noch nicht einmal die Realität wieder und sind deutlich zu niedrig geschätzt. Wir waren in Nürnberg und haben auf Twitter Fotos und Videos geteilt. Trotz etwa 5000 Menschen war Nürnberg im Vergleich zu Berlin ein winziger Fleck. Es müssen deutlich mehr als 15000 in Berlin gewesen sein.

  • 2
    Michael says:

    Leider sitzen in vielen Gefängnissen in muslimischen Ländern wie Ägypten, Türkei, Iran usw. viele Menschen in menschenunwürdiger Haft und werden oft von sadistischen Arschlöchern zu Tode gefoltert, nur weil sie Demokratie und Freiheit wollen.
    Das gilt auch in ganz besonderem Maße für China.
    Auch dafür muss es weltweite Proteste geben.