Kinder in Afghanistan, Foto: Pixabay.de

Abschiebungen nach Afghanistan? Die EU machts möglich

Afghanistan ist eines der gefährlichsten Länder der Welt, ein Land, indem noch immer der Krieg tobt und jeden Tag Menschen umgebracht werden. Für die EU ist das allerdings kein Grund Menschen, die vor eben diesem Krieg geflohen sind, nicht wieder zurück abzuschieben. Nach einem neuen Abkommen zwischen der EU und Afghanistan wird Abschiebung ins Kriegsgebiet nun möglich.

1.600 Zivilisten starben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 bei Anschlägen oder Polizei Razzien, mehr als 4000 wurden verletzt, es ist das blutigste Jahr seit 2009. Mehr als die Hälfte des Landes sind nicht unter wirklicher Kontrolle der Regierung, mehr als 20 Prozent werden direkt von den Taliban kontrolliert oder sie genießen dort großen Einfluss. Rund 12.000 Soldaten ausländische Soldaten sind im Land und beteiligen sich am Kampf gegen die Taliban, darunter fast 1000 deutsche Soldaten. Zu der Bundestagsdebatte über den Afghanistaneinsatz heißt es auf der Seite des Bundestags: „Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) nannte 2015 eine „hartes Jahr für Afghanistan“. Die ursprüngliche Ankündigung der ausländischen Truppen, sich aus der Fläche zurückzuziehen, sei nicht ohne Wirkung geblieben und habe die Taliban „teilweise ermutigt“, die afghanische Armee „teilweise entmutigt“.“ Ein Vordringen der Taliban wird somit auch von der Verteidigungsministerin anerkannt, für Abschiebung soll das aber kein Hindernis sein.

Abschiebung und Finanzhilfe

Im Gegenteil Afghanen, die einen negativen Asylbescheid erhalten haben, sollen durch das Abkommen der EU mit Afghanistan einfacher abgeschoben werden können. Durch die Verabschiedung des Abkommens können bis zu 80.000 Menschen, die vor Krieg und Zerstörung nach Europa gekommen sind, abgeschoben werden. Das Abkommen selbst sah keinerlei Vorteile für Afghanistan vor, allerdings wurde kurz nach dem Abkommen bekannt gegeben, dass die EU bis 2020 Afghanistan jährlich 1,75 Milliarden Dollar überweisen wird. Ein Zusammenhang zwischen beidem wird von der EU bestritten, der deutsche Außenminister ist dagegen wesentlich ehrlicher und erklärte „Kooperation in Migrationsfragen“ werde von Deutschland vorausgesetzt. Das Abkommen macht somit wieder einmal deutlich, dass das Gerede einer humanen und sozialen EU mit der Realität nichts zu tun hat, die Abschiebung in eines der unsichersten Länder der Welt verdeutlicht wieder einmal, dass die EU im Zweifel bereit ist für eine Senkung der Flüchtlingszahlen über Leichen zu gehen.

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5 Antworten

  1. ES WIRD NIEMAND ABGESCHOBEN. SOLCHE KOMMENTARE UND ANGEBLICHE GESETZE, FAKE FÜRS NORMALE VOLK. MAN SOLL JA DENKEN, ES WERDEN WELCHE ZURÜCK GESCHICKT. ES KOMMEN IMMER NOCH JEDEN MONAT 100 TAUSEND MIT FLUGZEUGEN NACHTS HEIMLICH JEDE NACHT. AUS TÜRKEI GRIECHENLAND UND ANDERSWO. FULL SERVICE FUR UBER 1 MILLJONEN IM JAHR, HEIMLICH HIERHER NACH DEUTSCHLAND.

    1. Welchem Rattenfänger sind Sie auf den braunen Leim gegangen? Solch dumme Behauptungen, dass des Nachts Flugzeuge mit Flüchtlingen bei uns landen, gehören in nicht nur zu den Märchen von dämlichen Verschwörungsjammerlappen sondern gleich auf den braunen Misthaufen.

    1. Dein Kommentar ist vor allem Verschwörungsblabla, aber nein wir haben ihn nicht gelöscht, sondern jeder Kommentar brauch eine Freischaltung, die kann logischerweise erst erfolgen, wenn jemand nachguckt!

  2. Ich frage mich, ob es ernsthaft Sinn macht die Frage nach der Abschiebung von nicht berechtigten Flüchtlingen und abgelehnten Asylverfahren von der EU regeln zu lassen. Ich habe den Eindruck jedes Land kocht trotz EU hin oder her ein ganz eigenes Süppchen. Die Frage nach den Kosten stellt sich mir auch. Wenn tausende Flüchtlinge mit Flugzeugen zurück in deren Heimat geflogen werden, muss das doch Millionen an Ausgaben bedeuten. Wäre es da nicht besser gewesen, keine Willkommenpolitik zu betreiben, um sich dann die unlieben Flüchtlinge – alle trotzdem mit einzelnen Schicksalen – wieder zurück schicken zu müssen. Ich verstehe diese (europäische) Welt nicht mehr.

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