Entdeckt im Netz – 22. November ’15

22. November 2015 - 19:13 | | Gesellschaft | 0 Kommentare

Diese Woche gab es wieder einige interessante Beiträge, die wir im Netz entdeckt haben. Unter anderem eine lesenswerte Analyse zu 10 Jahren Merkel-Regierung. Der Artikel macht deutlich, warum Merkel so lange an der Macht ist: „Merkels Unterschied zu ihren Vorgängern Kohl und Schröder ist, dass sie ihre Politik der sozialen Ungerechtigkeit nicht begründet, sondern sie verschweigt oder leugnet.“

Deutlich stärker im Fokus der Medien waren die Folgen der Anschläge in Paris. Die Nachdenkseiten haben dazu einen lesenswerten Kommentar von Edgar Morin, französischer Soziologe und Philosoph, veröffentlicht, der sich mit Alternativen zu Krieg und Gewalt auseinandersetzt. Morin schreibt: „Sagen wir schliesslich, dass der Krieg gegen den IS nur zu gewinnen sein wird, wenn es Frieden nicht nur in Syrien, sondern auch Frieden in den Vorstädten gibt. Nichts ist dauerhaft und tiefgreifend getan worden für eine wirkliche Integration in die Nation durch eine Schule, die das geschichtliche Wesen Frankreichs vermittelt, das multikulturell ist, und in die Gesellschaft durch den Kampf gegen die Diskriminierungen.“ Wenig thematisiert ist es in den Mainstreammedien, dass der Anschlag nicht der erste terroristische Akt in Paris war, wie ein Beitrag von „Wladek Flakin“ zeigt.

Ein schönes Zeichen im Kampf gegen Rechts haben die Rocker der „kuhlen Wampe“ geleistet, indem sie als erster Motorradclub nun zum Widerstand gegen rechte Demos und Hetze aufrufen. Das „Neue Deutschland“ berichtet über die Biker.

Interessant, wenn auch nicht unbedingt aktuell , ist ein Bericht der Bundeszentrale für politische Bildung zur sozialen Zusammensetzung von Parteien, den man hier nachlesen kann.

Abschließend noch einmal die Nachdenkseiten, die sich damit beschäftigt haben, wie in der Vergangenheit Gegenöffentlichkeit aufgebaut werden konnte. Der Bericht ist auch ansporn für uns, weiterhin aktiv zu sein und ein Teil der anti-neoliberalen Gegenöffentlichkeit zu sein.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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