Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten?

Freiheit ? Bild stammt von: http://www.flickr.com/photos/dazzied/

In der heutigen Zeit wird man leider immernoch über seinen Beruf und seine Herkunft definiert! Die Menschen fragen was man macht und woher man stammt, aus welchem Land die Familie kommt. Solche Fragen werden gestellt, bevor man weiß, welche Interessen die andere Person hat oder wovon sie träumt!

Die Arbeit nimmt einen immer höheren Stellenwert im Leben der meisten Menschen ein, viele Menschen definieren sich sehr stark über ihre Tätigkeit und ihre Position. Immer mehr Menschen leiden am Burnout und an Depressionen, weil sie dem Druck im Beruf nicht mehr standhalten können und es nicht mehr ertragen können, dass sie ihr Leben ihrer Arbeit unterordnen  müssen!

Leben für die Arbeit?

Die kapitalistische Ordnung grenzt immer mehr Menschen aus, die nicht die Standarts der Arbeitgeber erfüllen können. Die Menschen, die diese erfüllen können müssen häufig immer mehr und auch wieder härter arbeiten um den Ansprüchen des Arbeitgebers zu genügen. Als Belohnung für die Arbeit winkt meist ein Gehalt mit dem sich die Grundbedürfnisse erfüllen lassen und vielleicht sogar manche  Konsumgüter gekauft werden können. Die Werbung und die Gesellschaft versuchen uns weiß zu machen, dass es wichtig ist sich den herrschenden Ideen und Idealen unterzuordnen. So gelten Arbeitslose bei vielen Menschen als faul und nicht willens zu arbeiten, dieser Gedanke allein zeigt, dass die meisten Menschen ihre Mitmenschen anhand ihrer Arbeit definieren und nicht auf deren Ideale achten!

Die Arbeitgeber fordern eine Unterordnung der eigenen Interessen und die Arbeit und die meisten Menschen sind bereit sich ihren Arbeitgebern unterzuordnen, ohne sich die eine entscheidene Frage zu stellen: “Leben wir um zu arbeiten oder arbeiten wir um zu leben?”

Würden wir arbeiten um zu leben, dann würde sich die Arbeit einzig darum drehen mit ihr die eigenen Bedürnfisse zu erfüllen und es wäre möglich nach der Arbeit sein leben zu genießen. Das wird aber immer schwieriger, da Überstunden an der Tagesordnung sind und der psychische Druck, den viele Menschen auf der Arbeit erleben immer mehr zunimmt. Wir nähern uns einer Situation, in der die Menschen nur noch leben um zu arbeiten und die Arbeit vor allem anderen steht. In einer solchen Gesellschaft ist es nicht möglich den eigenen Geist und die eigenen Vorstellungen auszuleben und zu entfalten; das Ziel im Leben eines jeden Menschen sollte es aber nicht sein überlebt zu haben, sondern das Leben gelebt zu haben.

Dies ist aber nicht möglich, wenn die Menschen ihre Träume nicht mehr ausleben können, weil sie sich der Arbeit unterordnen müssen und keine Möglichkeiten haben sich selbst zu emanzipieren.

Es muss auch in der heutigen Zeit noch möglich sein von einer Gesellschaft zu träumen, in der die Menschen sich nicht ihrer Arbeit unterordnen, sondern die Arbeit nur ein Mittel ist um die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen und nicht dazu führt, dass die Menschen überlastet sind und ihr Leben nicht mehr genießen können.

Wir müssen nicht nur von dieser Gesellschaft träumen dürfen, wir müssen uns auch aktiv dafür einsetzen in einer Gesellschaft zu leben, die die Freiheit jedes Individuums als höchsten Wert ansetzt und nicht die Interessen einiger weniger, welche zur Unterdrückung und Unfreiheit führen!

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  • Saarlodrie

    Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Ich möchte arbeiten, um zu leben.

    Ich setze mich aktiv dafür ein, daß das Bandbreitenmodell umgesetzt wird. Damit wird die Wirtschaft wieder dem Menschen untergeordnet.

    Zusätzlich muß zwingend unser Geldsystem (Schuldgeld) geändert werden. Wir brauchen ein Geldsystem, welches leistungsgedeckt ist.

    http://www.bandbreitenmodell.de

    • Freiheitsliebender

      Das freut mich doch sehr, ich werde mir den Artikel zum Bandbreitenmodel mal durchlesen, da ich ehrlich gesagt noch nie etwas von diesem Model gehört habe

      • Saarlodrie

         Hallo Freiheitsliebender,
        .
        Jörg Gastmann, der Autor des Buches “Die Geldlawine” in dem das Bandbreitenmodell genau beschrieben ist, schreibt auch Artikel bei der Bürgerstimme. Hier mal einer davon

        http://www.buergerstimme.com/Design2/2011-10/wacht-auf-und-lasst-es-krachen-wenn-ihr-griechen-seid/

        Ich habe ihn auf einem Vortrag zum Bandbreitenmodell persönlich kennengelernt, und wünsche mir solche Menschen in Führungspositionen.

        Leider werden von den lobbygesteuerten Medien Lösungen zu den Problemen nicht aufgegriffen, ich habe mir schon die Finger wundgeschrieben. Vielleicht mögen Sie es ja mal vorstellen.

        lg Saarlodrie

  • cicle

    Abschaffung des Zinseszins,Auflösung der FED und EZB,Geld Druck Privilegien dem Staat zwingend übertragen.Enteignung der Fugger, Philantrophen Rothschilds ihres Machtgefüges,mit einer vom Volk funktionierenden Staatsanwaltschaft welche die legislative,judikative und exekutive Staatsmacht im Interesse des Volkes in vollen Umfang ausführt.

  • leer

    Schwer zu sagen, da ich keinen Job habe. Folglich lebe ich nicht, um zu arbeiten. Ich arbeite aber auch nicht, um zu leben.

    • Freiheitsliebender

      Wie würdest du die Frage denn beantworten, wenn du einen hättest

    • Roherfisch

      Wenn man “Arbeit” nur als Lohnarbeit versteht, dann arbeiten viele Menschen gar nicht. Versteht man unter “Arbeit” aber etwas Breiteres, z.B. die allgemeine Tätigkeit jedes Menschen, um etwas in seiner Umwelt entsprechend eigenen Zielsetzungen zu verändern, so arbeitet jeder bewusst tätige Mensch. Dann gelten auch “brotlose” Kunst, Spiel, Muße, Hausarbeit, ehrenamtliche Arbeit etc. als Arbeit. Und viele dieser Tätigkeiten sind gesellschaftlich sinnvoll und verdienen daher Respekt. Leider wird Arbeit meist auf Lohnarbeit reduziert und die anderen Tätigkeiten damit diskriminiert…

  • Knallrote Freiheitsliebe

    Schön, schön. :)

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