„Der kleine Ali kann das eben nicht“ – Systematische soziale Ungleichheit im deutschen Bildungswesen

9. Dezember 2017 - 12:00 | | Gesellschaft, Politik | 2 Kommentare
Die IGLU Studie stellt fest: „Der Leistungsvorsprung von Kindern aus Familien mit mehr als 100 Büchern beträgt in Deutschland etwas mehr als ein Lernjahr. Bei keinem Teilnehmer ist dieser Wert signifikant größer.“

Deutsche Kinder schneiden beim Lesen im internationalem Vergleich nicht nur kontinuierlich schlechter ab, als SchülerInnen anderer Länder, sondern hängen ihre Leistungen auch immer mehr davon ab, aus welchem Elternhaus sie stammen. Das stellte die am Dienstag veröffentlichte Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) fest, welche seit 2001 alle fünf Jahre Schulleistungen international vergleicht. Dabei wurde beispielsweise deutlich, dass Kinder aus Akademikerhaushalten ungefähr einen Leistungsvorsprung von eineinhalb Lernjahren haben vor denen, deren Eltern manuellen Tätigkeiten nachgehen. Die Differenz zwischen […]

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