Interview mit dem „Mann seiner Klasse“ Christian Baron

10. August 2020 - 16:31 | | Gesellschaft | 0 Kommentare
Quelle: Hans Scherhaufer

Manche nennen ihn den deutschen Didier Eribon. Christian Baron arbeitet als Redakteur bei der Wochenzeitung „der Freitag“ und hat vor kurzem sein neustes Buch „Ein Mann seiner Klasse“ veröffentlicht. Darin schildert er, wie ein Leben in Armut und prekären Verhältnissen, häuslicher Gewalt und gesellschaftlicher Kälte aussieht. Sein Schreibstil und seine konsequente Ehrlichkeit sind so wichtig, um Menschen die unterschiedlichen Facetten von Klassenunterdrückung näherzubringen. Ein empfehlenswertes und bereicherndes Buch ist es allemal. Deshalb haben wir dankenswerterweise […]

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Almeria: Kämpfe in Europas Gemüsegarten

30. März 2019 - 16:53 | | Politik | 0 Kommentare

200.000 Menschen wohnen in der spanischen Stadt Almeria, doch schaut man bei Google Maps die Stadt an, denkt man im ersten Moment, sie sei von einigen weißen Dörfern umgeben. Zoomt man jedoch näher dran wird einem erst klar, dass dies keine Dörfer, sondern Gewächshäuser sind. In diesem Plastikmeer herrschen miserable Arbeitsbedingungen für viele als illegalisiert bezeichnete Menschen, die nahezu alle aus den Maghrebstaaten oder Zentralafrika stammen. Auch aus Almería kommt der Großteil des Gemüses her, […]

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„Heiße Suppe gegen soziale Kälte“ – Essen für alle Nationalitäten

8. März 2018 - 10:20 | | Gesellschaft, Politik | 2 Kommentare

Nahrungsmittel nur noch an Menschen mit deutschem Pass? So nicht mit uns!, überlegte sich eine Gruppe von knapp zehn jungen Menschen der Linksjugend Solid und der Grünen Jugend in Essen und organisierte daraufhin eine eigene Verteilungsstelle am gestrigen Mittwoch, den 07. März. Von neun bis zwölf Uhr dreißig standen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor dem Eingangsbereich der Essener Tafel, die in den letzten Tagen für Schlagzeilen gesorgt hatte durch ihre Entscheidung, nur noch Deutsche […]

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„Der kleine Ali kann das eben nicht“ – Systematische soziale Ungleichheit im deutschen Bildungswesen

9. Dezember 2017 - 12:00 | | Gesellschaft, Politik | 2 Kommentare
Die IGLU Studie stellt fest: „Der Leistungsvorsprung von Kindern aus Familien mit mehr als 100 Büchern beträgt in Deutschland etwas mehr als ein Lernjahr. Bei keinem Teilnehmer ist dieser Wert signifikant größer.“

Deutsche Kinder schneiden beim Lesen im internationalem Vergleich nicht nur kontinuierlich schlechter ab, als SchülerInnen anderer Länder, sondern hängen ihre Leistungen auch immer mehr davon ab, aus welchem Elternhaus sie stammen. Das stellte die am Dienstag veröffentlichte Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) fest, welche seit 2001 alle fünf Jahre Schulleistungen international vergleicht. Dabei wurde beispielsweise deutlich, dass Kinder aus Akademikerhaushalten ungefähr einen Leistungsvorsprung von eineinhalb Lernjahren haben vor denen, deren Eltern manuellen Tätigkeiten nachgehen. Die Differenz zwischen […]

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