Eine Partei als Volkstribun

14. Juni 2017 - 13:29 | | Politik | 0 Kommentare

Klassenpolitik ist in der Linken wieder in aller Munde. Doch was darunter verstanden wird, ist umstritten. Fünf Thesen von Lisa Hofmann und Michael Ferschke 1. Die Linke muss ihre Analyse der Arbeiterklasse erneuern. Das Bild von weißen Männern im Blaumann war schon immer ein Klischee. Der neoliberale Umbau der Gesellschaft hat dazu geführt, dass sich die Menschen zunehmend als vereinzelte Individuen wahrnehmen, die für ihr Schicksal selbst verantwortlich sind. Durch den Rückgang von Klassenkämpfen seit […]

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Die Revolution: ein überholtes Konzept oder eine strategische Perspektive?

5. Juni 2017 - 14:16 | | Gesellschaft | 0 Kommentare

Die Linke streitet sich seit über 100 Jahren darüber, ob die Reform oder die Revolution der richtige Weg zur Abschaffung des Kapitalismus sind. Ist das Konzept der Revolution noch aktuell oder überholt? Gibt es eine ArbeiterInnenklasse und wenn ja, aus wem besteht sie? Stefan Bornost, Chefredakteur des Theoriemagazins Theorie21, referiert in knapp einer Stunde über die Aktualität der Revolution, dem Unterschied zwischen sozialer und politischer Revolution und worin der Charakter des Staates besteht. Für jeden, […]

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Was man von Martin Schulz Rethorik halten kann

26. Februar 2017 - 12:06 | | Politik | 2 Kommentare

Martin Schulz hat die SPD in unbekannte höhen gehievt. Doch wie lange wird ein solcher Effekt anhalten, wann liefert Schulz konkrete Antworten auf die Frage, ob die Hartz Reformen Rückabgewickelt werden sollen, CETA abgelehnt wird und wie man die Leiharbeit begrenzen will. Ein „wir müssen die Gewerkschaften stärken“ reicht dabei nicht, denn damit schiebt er die Verantwortung von sich weg. Die Wahl von Donald Trump hat die weltweite politische Polarisierung vorangetrieben. Wir erleben, wie mit […]

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Filmtipp: „Comrade, where are you today?“

13. Oktober 2016 - 13:54 | | Kultur | 0 Kommentare
Che Guevara war damals Nabils Vorbild. Er selbst war auch bewaffnet im Bürgerkrieg im Libanon. Copyright: Kerstin El-Sayed

Was passiert, wenn eine finnische Regisseurin versucht ihre einstigen Genossen aus einer FDJ-Jugendhochschule wiederzufinden. Über einen Dokumentarfilm, der einen wichtigen Beitrag zu vergangenen und neuen Debatten über Sozialismus leistet. 1988 ging die damals zwanzigjährige Kirsi Marie Liimatainen in die DDR auf die FDJ-Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“, um dort „Marxismus-Leninismus zu lernen und die Welt zu verändern“. In der Hochschule am Bogensee bei Berlin studierten Jugendliche aus achtzig Ländern. Über zwanzig Jahre später nimmt die Finnin eine […]

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Lohn, Preis, Profit: Marx verstehen leicht gemacht

8. September 2016 - 12:14 | | Kultur | 1 Kommentare
Foto: Pixabay

Sind Kämpfe für höhere Löhne zwecklos, weil sie nur die Preise erhöhen? Karl Marx beantwortete diese Frage im Jahr 1865 in seiner Schrift „Lohn, Preis, Profit“. Der Laika-Verlag hat sie nun neu herausgebracht.  Der Laika-Verlag veröffentlicht in seiner Reihe „Marxist Pocket Books“ einen weiteren Klassiker, nämlich Karl Marx’ „Lohn, Preis, Profit“. Der Ökonom Thomas Kuczynski fungiert als Herausgeber. Bei „Lohn, Preis, Profit“ handelt es sich um eine Rede, die Karl Marx 1865 vor dem Zentralrat […]

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„Café Belgica“ – ein filmischer Rausch

9. August 2016 - 20:48 | | Kultur | 0 Kommentare
Jo (Stef Aerts), Frank (Tom Vermeir) und Davy Coppens (Boris van Severen), Foto: Pandora Film Presseofot

„Café Belgica“ vermischt alle Zutaten einer wilden Feier: Sympathische Menschen, schnelles Tempo, großartige Musik. Doch wenn der Projektor erlischt, bleibt ein schales Gefühl.  Frank (Tom Vermeir) ist sympathisch, charismatisch und völlig verantwortungslos. Auf die bevorstehende Geburt seines zweiten Kindes reagiert er mit völliger Panik. Er ist auf der Suche nach etwas „mehr Rock and Roll“: einer Beschäftigung, die ihn möglichst weit weg von zuhause und der Familie bringt. Zu seinem Glück – und zum Unglück […]

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„Die fortschrittliche Bedeutung der Modernen Völkerwanderung“

2. April 2016 - 10:00 | | Gesellschaft | 3 Kommentare

Die Arbeiterbewegung diskutierte bereits vor hundert Jahren über Migration. Marxistinnen und Marxisten traten damals für offene Grenzen ein. Sie hatten gute Gründe. Von Volkhard Mosler Migration bis hin zu Wanderungen ganzer Stämme hat es in der Geschichte der Menschheit immer gegeben. Häufig waren es Naturkatastrophen oder andere natürliche Schranken der Lebensmittelproduktion, die Gruppen von Menschen zwangen, ihre angestammten Lebensräume zu verlassen, in der Hoffnung, in anderen Regionen bessere Überlebenschancen zu finden. Im modernen Kapitalismus sind […]

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Linke Antworten auf rechte Hetze

16. Dezember 2015 - 19:00 | | | 0 Kommentare
Sticker gegen rechte Gewalt!

Im Zuge der internationalen Finanzkrise kam es zu einem europaweiten Erstarken von rassistischen bis zu faschistischen Parteien und Bewegungen, welche heute einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Politik ihres Landes und sogar bis in die Europäische Union hinein besitzen. Auch in Deutschland entstand spätestens durch die Spaltung der AfD eine klar rechte Partei, die den Einzug in den Bundestag und weitere Parlamente schaffen kann. Mit Pegida gibt es erstmals auch wieder eine rechte Straßenbewegung, […]

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Migration und Marxismus – Warum wir für offene Grenzen sind

1. Dezember 2015 - 19:00 | | | 0 Kommentare

Migration hat es im Kapitalismus immer gegeben. Am Anfang des 20. Jahrhunderts verließen 50 Millionen Menschen Europa in Richtung Amerika, in den 50er und 60er Jahren gab es eine starke Migration von Arbeitern aus den ehemaligen Kolonien und der südöstlichen europäischen Peripherie in die europäischen Kernländer. Heute erleben wir ausgelöst durch Armut und Krieg eine Fluchtbewegung aus Afrika und Syrien nach Europa und auch innerhalb Europas aus dem Balkan nach Deutschland. Wie kann eine linke […]

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Lesekreis Essen: Geschlecht, Klasse, Sozialismus

24. Juni 2015 - 18:00 | | | 0 Kommentare

Frauen haben heute mehr Möglichkeiten, ihr Leben selbst zu bestimmen als je zuvor. Es gibt den rechtlichen Anspruch auf gleichen Lohn, Gesetze gegen sexuelle Belästigung und eine spezielle Förderung in Bereichen, in den Frauen nach wie vor unterrepräsentiert oder benachteiligt sind. Frauen können heute Rechtsanwältin, Chefärztin oder Kanzlerin werden… Nun ja. Es wird zwar die frohe Botschaft verkündet, dass Frauen alle Möglichkeiten offen stehen. Doch hindern strukturelle Formen der Diskriminierung sie daran, diese Möglichkeiten wahrzunehmen. […]

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