Kommunalpolitik rockt!

8. August 2018 - 16:18 | | Politik | 0 Kommentare

Es ist an der Zeit mit dem weit verbreiteten Klischee aufzuräumen, die Kommunalpolitik sei langweilig. Ich weiß nicht in welcher Stadt oder Gemeinde ihr lebt, aber dort wo ich her komme, rockt die Kommunalpolitik. Statt nur über Müll und Parkplatzgebühren zu beschließen, organisieren wir Kundgebungen, blockieren viel befahrene Straßen oder solidarisieren uns auch mal mit Wohnungsbesetzer_innen wenn die Mehrheit im Gemeinderat beim Wohnungsbau lieber auf den freien Markt setzt, statt selbst aktiv zu werden, von Luigi Pantisano.

Als Linke wollen wir die Welt verändern, mindestens. Den Kapitalismus abschaffen, Frieden herstellen und Rassismus bekämpfen sowieso. Da liegt es nahe sich in der Bundespolitik zu engagieren. Bei mir war es auch so. Der Weg ging vom Manifest der Kommunistischen Partei, über Reden von Gregor Gysi zu meiner ersten Friedensdemo gegen den Krieg im Irak. Die wenigsten lassen sich für Abfallwirtschaft, Temporeduzierung vor Schulen oder einem Zweckentfremdungsverbot begeistern. Was ist also dran an der Kommunalpolitik und warum solltet Ihr Euch schleunigst bei Euch vor Ort engagieren?

In der Kommunalpolitik geht es darum, den Grundsatz „global denken, lokal handeln“ in praktische politische Arbeit zu übersetzen und das jeden Tag und bei allen denkbaren Themen. Das beginnt schon auf der kleinsten lokalen Ebene. In Nachbarschaftsinitiativen und Vereinen, Bezirksräten, Stadtparlamenten und in themenbezogenen lokalen Bürgerinitiativen. Immer dann, wenn es bei Euch vor Ort etwas zu entscheiden gibt, dann stell Euch die Frage welche Auswirkungen die jeweilige Entscheidung für die Welt hat. Sei es für das Klima, den Frieden oder für ganz grundlegende soziale Entwicklungen. Ihr werdet feststellen, dass jede Entscheidung in einem globalen Zusammenhang steht und wir unserer Verantwortung für die Welt in der Kommunalpolitik sehr wohl gerecht werden können.