King’s College: Cannabis macht süchtig wie Heroin

26. März 2015 - 16:28 | | Politik | 6 Kommentare
Cornwall Haus der Kings College London (Foto von www.CGPGrey.com) CC BY-ND 2.0
Cornwall Haus der Kings College London (Foto von www.CGPGrey.com) CC BY-ND 2.0

Cannabis, das in der Medizin viele sinnvolle Anwendungen findet, ist mit Ausnahme von Uruguay, den Niederlanden und den US-Bundesstaaten: Washington, Colorado, Oregon, Alaska und Washington D.C. weltweit verboten. In Malaysia droht Cannabiskonsumenten sogar die Todesstrafe. Die Prohibition ist im vollen Gange: Eine Studie des King’s College in London will jetzt mit einer über 20 Jahre angelegten Studie den wissenschaftlichen Beweis gefunden haben, dass Cannabis ein ebenso hohes Suchtpotential wie Heroin aufweist. Und in den Niederlanden spechen diverse Politiker bei Cannabis mit einem THC-Gehalt über 15% von harten Drogen. Kein Scherz. Es folgt ein Artikel über die gekauften „wissenschaftlichen Studien“:

„Als die Menschheit die Methodik der Wissenschaft festgelegt hatte, war das eine Abkehr von Spekulationen und religiös inspirierten Aussagen. Von da an hat der Mensch sich bemüht, durch objektive Verfahren und Messungen die Wahrheit hinter den Erscheinungen der Natur und der Realität herauszufinden.

Diese objektiven Verfahren und Messungen müssen von anderen Wissenschaftlern wiederholbar sein, die diese “neuen” Realitäten bestätigen sollen. Daher sind von Newton bis Hawkins objektive Verfahren, Messungen und Mathematik der Kern jeder Wissenschaft, und wir alle haben Vertrauen und Respekt für die Wissenschaftler entwickelt, die sauber und zuverlässig arbeiten und so schließlich unsere Vorstellung von der Realität verändert und eine technische Revolution ermöglicht haben. Dieses Vertrauen wurde jedoch schon bald ausgenutzt, sowohl von großen Wirtschaftsunternehmen als auch von der Politik. Um dem Publikum ein Waschmittel zu verkaufen, musste man plötzlich nur noch einen Mann im weißen Kittel in ein Labor setzen, und schon glaubt unser konditioniertes Hirn alles, was der dann sagt, zumindest auf unterbewusster Ebene.

Industrie und Politik sind nicht so daran interessiert, bestimmte Fakten zu entdecken, sondern mehr daran, ein Produkt oder eine Idee zu verkaufen. Und wenn sie die Massen überzeugen wollen, können sie das entweder über eine sog. Umfrage erreichen (wenn so viele das denken, muss es wohl richtig sein) oder durch einen Professor (als Wissenschaftler muss er sich schließlich auskennen). Allerdings müssen auch Wissenschaftler ihr tägliches Brot verdienen, und man braucht nicht lange zu raten, von wem sie dabei bezahlt werden. ….. Um es g anz klar auszudrücken: Wenn es eine Universität ist, für die sie arbeiten, wer finanziert dann ihre Projekte? …. Wir erleben immer wieder, dass bestimmte Themen in der Forschung nach vorne geschoben werden, während andere von der Bühne verschwinden, einfach weil sie politischen und/oder wirtschaftlichen Interessen zuwiderlaufen.

Oder, um es ganz unverblümt zu sagen: Die Wissenschaft scheint häufig das Interesse am Herausfinden der reinen, messbaren Wahrheit verloren zu haben, für die die wissenschaftliche Methodik erfunden wurde. Messungen sind dann nur noch wichtig, wenn sie dazu dienen, ein bestimmtes Vorurteil zu bestätigen. Und die Suche nach der Wahrheit erfordert auch immer mehr finanzielle Unterstützung, da ein höherer Forschungsaufwand nötig ist, um sie zu entdecken. “Wie sollen wir uns morgen ernähren, wenn wir die Wahrheit heute entdecken?” ist heute eher die Sorge moderner Wissenschaftler. Um ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern, sind fast alle von ihnen schnell bereit, ihre Überzeugung für die Interessen von Industrie und Politik zu verkaufen. Ist das nicht auch eine Form der Prostitution? Jedenfalls haben sich auch Institutionen der Bildung als willig erwiesen, die Suche nach der Wahrheit dem eigenen finanziellen Wohlergehen zu opfern, ohne Rücksicht auf das Leid, dass sie mit diesem Verhalten auslösen können.

Als der bekannte Suchtexperte Wayne Hall vor kurzem die Ergebnisse eines 20 Jahre laufenden Forschungsprojekts am Londoner King’s College vorgestellt hat, wobei er u. a. behauptete, dass Cannabis genauso süchtig macht wie Heroin, konnte man daraus nur zwei Erkenntnisse mit wissenschaftlicher Sicherheit ziehen: Erstens, dass Wayne Hall seine Seele schon lange verkauft hat, und zweitens, dass man auch dem King’s College nicht mehr trauen kann. Auf die Aussagen von Hall haben sich natürlich sämtliche Sensations- und Mainstream-Journalisten geradezu gestürzt, wie Fliegen auf den Kuhfladen. Als Meister in der Kunst des selektiven Vergessens und der gezielten Empörung, die stets bereit sind, im Krieg die Wahrheit zu opfern (auch im Krieg gegen die Drogen), waren sie ganz schnell bereit, die Ergebnisse von Wayne Hall ohne Skrupel und ohne Prüfung der Fakten zu übernehmen. Wayne Hall überhaupt noch als Experten für Suchtkrankheiten zu bezeichnen, obwohl er nicht bereit ist, anzuerkennen, dass ein sofortiger Entzug von Heroin und von Alkohol zum plötzlich eintretenden Tod führen kann, während Cannabis genau dies nicht auslösen kann, ist schon erstaunlich. Ganz egal, wie viel man konsumiert oder in der Vergangenheit bereits konsumiert hat, bevor man sich entscheidet, damit aufzuhören, kann eine Cannabis-Abhängigkeit jedenfalls nie zum Tod führen. Aber in den meisten Medienberichten wurde nicht einmal diese ganz einfache Tatsache in Frage gestellt.

Wir haben heute wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Cannabis nicht toxisch ist und dass der menschliche Körper ein eigenes Endocannabinoidsystem besitzt (Cannabinoide, die im menschlichen Körper selbst produziert werden), sodass die Argumente einer physischen Schädigung einfach nicht mehr ziehen. Den Prohibitionisten bleibt daher nur noch, auf eine mögliche Sucht oder eine Verbindung zwischen dem Cannabiskonsum und psychologischen Schädigungen wie Psychosen, Schizophrenie oder auf schlechtere Leistungen in der Schule hinzuweisen – Argumente, über die echte Wissenschaftler, die ihren moralischen Kompass noch nicht aus dem Blick verloren haben, wie z. B. der emeritierte Professor und herausragende Psychiater der Harvard Medical School, Lester Grinspoon, nur lächeln können.

Und jeder Journalist in Großbritannien, der noch einen Rest Selbstachtung hat, wird sich noch daran erinnern, was mit dem bekannten Professor David Nutt und seinem wissenschaftlichen Team vor einigen Jahren geschehen ist. Er wurde nämlich als Beauftragter der Regierung zur wissenschaftlichen Erforschung von Drogen einfach deshalb entlassen, weil die Regierung die Wahrheit über Drogen gar nicht erfahren wollte. Das Lustige daran war am Ende noch, dass man sagte, Nutt habe zwar für die Regierung gearbeitet, aber gegen die Strategie der Regierung, weil er einfach nicht willens war, seine wissenschaftlichen Ergebnisse so anzupassen, dass sie zu den offiziellen Aussagen über die Gefahren verschiedener Drogen passten. Man findet im Internet tonnenweise Material über Professor Nutt, durch das die Rolle der Wissenschaft in der Politik gründlich in Frage gestellt wird.

In den Niederlanden hat man derzeit ebenfalls mit einer Politik zu tun, die auf korrupter Wissenschaft (dem Bericht der Garretsen-Kommission) basiert und die z. B. gerade jetzt behauptet, Cannabis mit einem THC-Gehalt von mehr als 15 % sei eine harte Droge. Alle wissenschaftlichen Aussagen, die diesem Bericht widersprechen, werden konsequent ignoriert, um repressive Maßnahmen durchsetzen zu können, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben. Ich hoffe nur, dass der wissenschaftliche Ruf und die Glaubwürdigkeit von Wayne Hall und seiner Universität durch diesen Vorgang so stark beschädigt sind, dass die Leute erkennen, um was es hier geht: um korrupte Wissenschaft.

Wer nun sagt, dass dieser Bericht eher traurig stimmt, der sollte auch einmal einen Blick auf die Kommentare unter diesen Zeitungsartikeln werfen, wenn sie im Internet erschienen sind. Daran kann jeder erkennen, dass es hier um sog. korrumpierte Wissenschaft geht und dass die Leute so etwas heute nicht mehr unwidersprochen hinnehmen, wie es Industrie und Politik gerne hätten.

Für viele Wissenschaftler und Journalisten ist es höchste Zeit, sich eines Besseren zu besinnen, und wenn sie das nicht tun, werden sie mehr und mehr erkennen, wie korrupt sie selbst geworden sind und dass ihre Worte keine Wissenschaft mehr, sondern nur noch Propaganda sind.“

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6 Kommentare

  • 1
    Louis Cyphir sagt:

    Das BtmG ist das Problem :
    Ideologische Menschen in der Politik zusammen mit wirtschaftlichen Interessenten haben unsere Drogengesetzte in den 1930er Jahren entwickelt, das ist ein Problem, für uns Freidenker/innen und überall sitzen noch diese monotheistischen Fundamentalisten. Es hat etwas mit der Grundeinstellung dieser Menschen zu tun, ein Monotheist glaubt an einen Gott und das dieser Strafen verteilt wenn man sich sündhaft Verhält also Sintflut, Heuschreckenplagen, Hungersnot usw.
    Diese Strafen schickt er allen Ungläubigen und Frevlern, also Menschen die sich Sündhaft verhalten.
    Aus dieser Angst heraus unterdrücken, bekriegen und erziehen monotheitische Menschen andere ungläubige Menschen seit Jahrhunderten. Diese Monotheisten sind so durch Erziehung und Gruppenzwang so konditioniert worden, dass Sie Angst vor etwas unbekanntem , unsichtbaren bekommen haben. Dies Angst wurde durch Psychoterror und körperliche Gewalt, zu einer Massenpsychose. die sich je nach monotheistischer Glaubensrichtung und urkulturellem Hintergrund in unterschiedlichen Moral und Gesellschaftsformen ausgeprägt hat. Diese „moralischen Werte“ werden durch Gesetzte und Gewalt geschützt, damit der Gott nicht erzürnt wird. Diese Angst hat eine Gewalt unter den Gläubigen geschaffen die der Zweck heiligt, denn diese Menschen möchten ja nur Übles von Ihren Lieben und der Familie abhalten. So wird aus einem Glauben eine Doktrin die sich dann in einer Staatsform wieder spiegelt. Deshalb bezeichne ich unser BTMG als faschistisches Gesetz um andersdenkende und anderslebende Menschen zu unterdrücken. Und das alles mit dem Vorwand man will sie vor Üblem und dem Bösen schützen. Das Üble und Böse wurde zu dem Zweck in eine bestimmte Form gepresst um bestimmte Strömungen im Volke zu unterbinden. Merkt man ganz deutlich an der Hanflegalisierung. Gewisse monotheistisch geprägte Interessensgruppen haben Angst davor Macht und Einfluss zu verlieren und somit auch den Kampf gegen das Böse. Schamanen, Hexen, Hexer und Kräuterfrauen wurden über Jahrhunderte hinweg gejagt und verbrannt, weil diese durch den Gebrauch von Zauberpflanzen heilen, abtreiben und halluzinogene Räusche erzeugen konnten. Gerade diese halluzinogenen Räusche waren es warum die Monotheisten diese Substanzen und die Wissensträger vernichten musste, diese „Wanderer zwischen den Welten“ konnten eine Kriegsgott Jahwe oder Jehova bekämpfen und dem Probanden der von diesem Dämon befallen war wieder geistigen und körperlichen Frieden schenken, also die Angst nehmen. Aber ein Mensch ohne Angst ist frei und lässt sich ungern wegen Machtstreben und Geld, zu Umweltzerstörung anstiften. Erst wenn die Angst in ihm erzeugt wird, wird er zum Psychopath der dann, mit anderen Menschen in einer Massenpsychose gefangen, den Planeten für Geld, Macht und Alkohol zerstört. Deshalb nenne ich die Unterdrückung von Heilkräutern Faschismus und das BTMG als das Mittel den Substanzismus weiter zu führen. Patienten die sich dieser Kräuter bedienen und damit Wissen und Erfahrungen sammeln sind eine Gefahr für die Pharmaindustrie. Überlegt mal wer an einem Verbot verdient! Alkoholkranke geldgeile Machtmenschen, die den Hals nicht voll genug bekommen!! Ich weiß jetzt werden wieder ganz viele aufschreien um mich als böse, verrückt oder was weiß ich zu bezeichne und warum weil Sie nicht verstehen wollen (oder können), dass Jehova/Allah/ Jahwe ein Kriegsgott ist. Es gibt nix böses, außer einem psychopathischen Mensch und der kann nix dafür, das sollten wir uns immer bewusst machen, denn wir könne etwas dagegen machen. Also habt keine Angst, alles wird früher oder später gut, denn kein falscher Gott hat eine Chance gegen die Wahrheit der Natur. LGLouis Quelle http://www.socialnet.de/rezensionen/4835.php

  • 2
    Ehrlich sagt:

    Der Beitrag beruht auf alten Artikeln der englischen Presse und übernimmt einfach deren zweifelhafte Schlagzeilen.
    Ein Link zu der angesprochen Studie fehlt indes.

    Schwach…

    Bitte mehr Recherche und weniger Kolportierung tendenziöser Artikel!

  • 3
    Paul Sonnenfeld sagt:

    Interessanter Artikel!
    Solche sogenannten „Studien“ sind ausserdem extremst gefährlich. Ich kenne es selber: selbst nach intensiven Cannabiskonsum über Monate Hinweg, ist es ohne weiteres möglich aufzuhören. Die Entzugserscheinungen sind so gering, das man sie kaum merkt.

    Teenager die solche Artikel nicht kritisch hinterfragen denken sich dann: „warum sollte ich dann nicht einem Heroin ausprobieren, ich kann ja ohne Probleme aufhören…“.

    Der Mann hat in meinen Augen nicht nur seine Seele verkauft, sondern ist auch noch kriminell!

  • 4
    Alexander Schmidt sagt:

    Ich finde diesen Artikel sehr gut und würde Ihn auch so direkt Unterschreiben. Nur leider kann man hier auch wieder behaupten, dass es alles an den Haaren herbeigezogen worden ist und nicht der Wahrheit entspricht. Obwohl natürlich jeder klar und logisch denkende Mensch erkennt, welche Studien man trauen kann und welche nicht bzw. welche eher der Warheit entspricht.
    Deswegen finde ich diesen Artikel auch sehr gelungen, weil er einfach zum Nachdenken anregt und vielleicht einigen Leuten mal die Augen öffnet. Denn jeder der sich mit dem Thema Cannabis neutral beschäftig erkennt sofort, dass eine Legalisierung das einzig Sinnvolle wäre.

  • 5

    Jede/r, der/die den Begriff „Sucht“ bzw „süchtig“ (be)nutzt, sollte wissen wie viele – und welche besonderen Kriterien gleichzeitig erfüllt sein müssen, bis ein Mensch (Patient) als „süchtig“ (abhängig von psychotropen Substanzen) diagnostiziert werden kann.

    Und abschließend..:
    Was den Briten das Kings College, ist den Deutschen die Cannabis-Entgiftungsabteilung des Professor Thomasius im UKE, Hamburg.