Frauen müssen selbst über ihren Körper bestimmen können!

3. Juni 2015 - 13:33 | | Politik | 2 Kommentare

Wir brauchen in Deutschland eine Gesetzesänderung, die Frauen, die abtreiben wollen, nicht kriminalisiert und gleichzeitig Prävention effektiver gestaltet, als das bisher der Fall ist. Ein Plädoyer für die Selbstbestimmung über den eigenen Körper von Vannesa.
In Deutschland wird der Schwangerschaftsabbruch rechtlich in §218 und 219 geregelt. Möchte Frau einen Schwangerschaftsabbruch muss sie gemäß §219 an einer Beratung bei einer staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle teilnehmen. Hier sollen bei der Beratung der Schwangeren Möglichkeiten und Angebote aufgezeigt werden, die dazu da motivieren das Kind auf die Welt zu bringen.
Es wird dabei darauf hingewiesen, dass das Ungeborene ein Recht auf Leben gegenüber der Schwangeren habe. Das Austragen des Ungeborenen muss hierbei über der zumutbaren Opfergrenze liegen. Die Frau ist somit auf das Ausstellen eines Beratungsscheines angewiesen, durch diesen kann sie nach einer Wartezeit von 72 Stunden zwar illegal aber straffrei bei einem Arzt abtreiben. Dies ist aber nur innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft möglich, Ausnahmen bestehen durch eine medizinische Indikation oder im Falle eines Sexualdeliktes.
Paragraph 219 ist allerdings eine starke Bevormundung durch den Staat und unterschätzt die Fähigkeit der Frau für sich selbst ihre Lage einzuschätzen individuell die richtige Entscheidung zu treffen. Durch die Beratungsstellen geschieht hier eine Evaluierung der Lage der Frau durch Menschen, die von der Schwangerschaft selbst nicht betroffen sind. Viele Frauen legen aber bis zu der Entscheidung für eine Abtreibung einen langen Weg hinter sich. Alternativen bestehen für Frauen hier etwa in dem Austragen und folglich der Freigabe zur Adoption oder der Erziehung des Kindes. Dies stellt die Frau vor eine schwierige Entscheidung und die Abtreibung ist in diesem Falle meist nur „das kleinste Übel“.

Dem gegenüber steht das Recht der Frau auf Selbstbestimmung über ihr Leben und ihren Körper in einer freien Gesellschaft sowie die Wahrung der körperlichen Integrität und Autonomie der Frau. Der Fötus und dessen Rechte können nicht die Rechte der Frau überwiegen, der Fötus ist 9 Monate abhängig von dem Körper der Frau. Es kann nicht sein, dass nach dem Tod die Organe nur mit Berechtigung des Toten entnommen werden dürfen, Frauen aber nicht frei bestimmen dürfen, ob jemand für eine solche Zeitspanne ´von ihrem Körper abhängig ist.
Ein Blick nach Frankreich und die dortigen Gesetze bezüglich eines Schwangerschaftsabbruches können hier ein als Vorbild für verbesserte Gesetze in Deutschland dienen. Dort können Frauen in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft legal abtreiben, ohne Beratung und ohne Nachweis, dass sie sich in einer schwierigen Lage befindet oder sonstige Gründe bestehen. Daneben werden im Gegensatz zu Deutschland die Kosten für eine Abtreibung durch die staatliche Seite getragen. Nach 12 Wochen kann dort eine Abtreibung vorgenommen werden, wenn zwei Ärzte bescheinigen, dass entweder eine medizinische Indikation auf Seiten der Frau besteht oder das Ungeborene schwer erkrankt ist.
In Verbindung mit der Lockerung der Gesetze muss eine Ausweitung und Verbesserung der Prävention stattfinden, in Form der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln und der Pille Danach und verbesserter Sexualkundeunterricht sowie Aufklärung von Jugendlichen.

Für ein selbstbestimmtes, freies und gleichberechtigtes Leben der Frau!

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2 Kommentare

  • 1
    Barbara sagt:

    Was für ein überbordender Blödsinn!
    Die Freiheit eines Menschen geht nur soweit als es die Freiheit eines anderen nicht einschränkt! Der Körper des Kindes im Mutterleib ist nicht mehr im Selbstbestimmungsrecht der Frau enthalten! Denn dadurch wir dem Kind, auch wenn ungeboren, seine Freiheit auf ein selbstbestimmtes Leben genommen, weil ihm das Leben an sich genommen wird! Und was für eine entmenschlichte Gesellschaft sind wir geworden, wenn wir schwangere Frauen in so einer Entscheidung nichts besseres als eine Abtreibung anzubieten haben! Und seit wann dürfen wir Frauen nicht mehr Frau sein, sondern müssen Männer werden? Es gibt einige Männer, die uns Frauen neidig sind, weil wir etwas können, was andere sie nicht können: nämlich Leben schenken und live miterleben zu können, wie Leben entsteht! Eine Mutter ist eine unglaublich mächtige Person! Das will uns dieser Pseudofeminismus nehmen! Und was bleibt dann übrig: Frauen, die zu nichts mehr fähig sind, weil sie an schweren Depressionen leiden, weil sie abgetrieben haben! Der innere Organe durch die Abtreibung einstellt sind und zahlreiche Fehlgeburten haben oder unfruchtbar geworden sind! Das wird hier gerne vergessen! Und wenn eine Feau kein Kund bekommen will, dann soll sie sich ihre unfruchtbaren Tage ausrechnen und vorher überlegen mit wem sie schläft! Sie muss ja mit niemanden ins Bett gehen, wenn sie die Konsequenzen nicht tragen will! Und und die hormonellen Verhütungsmittel sind absichtlich nicht 100% sicher, damit die Abtreibungsindustrie genug Arbeit hat! Außerdem sind die weiblichen Hormone, die durch den Pillengebrauch in die Umwelt gelangen eine Zumutung für unser Ökosystem! Die angeblich weiblichen Hormone im Plastik, sind die Auswirkungen der Hormone, die durch die Pillen im Urin der Frau in die Umwelt gelangen! Wie wär’s mit Verantwortung für seine Taren zu übernehmen! Bei Frauen und Männern! Wäre auch eine Möglichkeit!

    • 1.1
      helmut cichon sagt:

      leute! man kann sich den mund wirklich wund reden!!! das „abgetriebene “ ist (!!!!!!) ein kind!!,verflucht nochmal!
      die ärzt/Innen, die es töten- morden!