Solidarität mit Thawra und Kaveh gegen antideutsche Hetze

27. Oktober 2015 - 15:13 | | Kultur | 15 Kommentare
Thawra
Thawra

Vor einigen Wochen haben die Musiker Kaveh und Thawra den Antideutschen einen Song gewidmet und ihre Solidarität mit Palästina deutlich dargestellt, daraufhin wurden sie im Internet massiv rassistisch und sexistisch angegriffen, die Folge war auch die Ausladung Thawras von einem Kurdistansolidaritätsfestival.

Abschiebungsforderungen gegen die beiden Musiker und die Gleichsetztung mit Nazis waren die häufigsten Hetzkommentare unter dem Artikel, dabei war nicht immer deutlich, ob die KommentatorInnen aus dem rechtspopulistischem oder antideutschen Spektrum stammen. Wenn es um Muslime oder solche, die dafür gehalten werden, geht, verschwimmen die Unterschiede von Rechtspopulismus und Antideutschtum zunehmend. Gegen Thawra wird von den Kommentatoren nicht nur mit rassistischen Äußerungen Stimmung gemacht, sondern auch mit sexistischen, ein Kommentar lautet: „Was ich für die Pali-Nazi-Schlampe, die sich Thawra nennt, vorschlage, ist leider nicht jugendfrei.“ Das von antideutschen Kommentatoren, die sich sonst gerne als antisexistisch darstellen. Die Kommentare unter dem Song richten sich dabei jedoch nicht nur gegen die beiden, sondern auch gegen gläubige Muslima, so kommentiert ein Youtuber mit dem Namen „Theodor Herzl“: „ich hasse eure fromme Schwestern wirklich!“

Der traurige Höhepunkt der Stimmungsmache war allerdings die Ausladung Thawras von einem Kurdistansolidaritätskonzert, bei dem sie eigentlich auftreten sollte. Sie selbst kommentierte die Ausladung mit klaren Worten: „Die Ausladung ist Ausdruck dieser Feigheit von der ich eben gesprochen habe. Sie haben auch gesagt, dass sie sich nicht gegen mich stellen wollen, sondern einfach keinen Streit wollen, bisher gibt es allerdings kein Statement, ich hoffe, dass das sich noch ändert. Allerdings ist das Schweigen immer auch eine Positionierung an der Seite der Stärkeren, der Unterdrücker.“

Dass es aber nicht nur Hetze gab, zeigte die Rapperin Ruken Serhildan, die nach Thawras Ausladung ebenfalls ihren Auftritt absagte, auch Albino & Holger Burner zeigten sich solidarisch und luden Thawra ein auf ihrer Tour aufzutreten.  Als Linke und SozialistInnen ist es unsere Aufgabe den antiimperialistischen GenossInnen beizuspringen und ein deutliches Zeichen gegen deren Hetze zu setzen. Das bedeutet nicht nur uns verstärkt mit der antideutschen Ideologie auseinanderzusetzen und diese als kriegstreiberisch zu entlarven, sondern auch klare Statements gegen die rassistisch und sexistische Ideologie zu setzen.

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15 Kommentare

  • 1

    Diese „Anti“deutschen bellen wie getroffene Hunde eben bellen.
    Zumindest wissen wir jetzt durch die Dislikes, dass es maximal noch 800 von diesen Deppen gibt 😉 ,
    da sich Antideutsche ja mehrheitlich nur noch ausschliesslich via Internet artikulieren, da die Straßen mit ihren Phrasen und – um dem Rap-Text zuzustimmen – ihren wirklich beschissenen, identitären
    Outfits* Tabu sind
    (*zählt Nationallappen, pro-militaristische Banner und Mossad-/IDF-Shirts scheisse zu finden schon als lookistisch…?).

    Vom Straßenpunk, über Anarchisten, Autonome, Provinzantifas bishin zum Antiimp –
    JEDER, wirklich jeder findet Antideutsche scheisse.
    Vielleicht liegt es auch an diesem Fakt, dass sich einige Vertreter der ADs wahnsinnigerweise selbst mit verfolgten Juden gleichsetzen, wie desöfteren in Internetdialogen verfolgt wurde (kein Scherz, für viele ist es zudem schon purer Antisemitismus gegen ADs zu sein, ohne Israel auch nur erwähnt zu haben).

    Dieser aktuelle Shitstorm ist nichts weiter als ein Aufschrecken der selbsternannten, aber schon seit Jahrzehnten abgebrannten Avantgarde der Antisemitismus-Bekämpfung.

    Was diese Sekte erst zur Sekte macht, ist zudem die mangelnde Fähigkeit des politischen Multi-Taskings – Wir alle kennen die Standartthemen dieser Leutchen, mitsamt ihren hundertfach hinuntergebeteten und auswendiggelernten, dogmatischen Phrasen:
    Israel, Antisemitismus, Israel, scheiss Deutsche, Antisemitismus, Zionismus, böser Islam, böse Linke,
    Antisemitismus. Wenn es reicht noch Feminismus und alibi-halber Antirassismus.
    (Man erkennt die, überwiegend als „Internetaktivisten“ in Erscheinung tretenden Antideutschen im Netz
    relativ einfach an den identitären Bildern, wie Pro-Israel-Phrasen, israel-Flagge,

    Das Resultat dieser kranken Selbstsuggestion:
    Man sieht überall dort Antisemitismus, wo keiner ist, man wird zum einseitigen Staatsschützer und
    Speichellecker einer ultra-rechten Regierung (Israel), verwandelt sich in ein islamophobes Arschloch und hat als Hauptfeind die radikale Linke ausgemacht. Als Antideutscher bekommt man sehr schnell Schaum vor der Fresse und postpubertäre Beissreflexe bei oben genannten Themen.

    Natürlich gehören auch eine ordentliche Portion Militärfetisch zu dem Steckenpferd der Sekte.
    So sind Stickermotive, in denen Krieg und zur Bombardierungen heroisiert werden, ein guter Ton innerhalb des Antideutsch-Mileus.

    Wie wenig politisches Verständnis dahintersteckt, erkennt man meistens daran, wenn die selbsternannten „Provokateure“ jegliche Scheisse bei direkter Konfrontation plötzlich als „ist doch nur Polemik“ abtun.

    Man wirft wunder was mit prostaatlichen (und damit prokapitalistischen), bürgerlichen, völkischen und nationalistischen Ressentiments um sich und versteift sich auf reaktionäre Moral, die man jedem ungefragt aufdrücken will –
    übt man sich in dieser Disziplin gewissenhaft, ist einem der Weg als Antideutscher schon halbwegs
    gelungen.

    Antideutsche sind vielleicht sogar die Hipster der radikalen Linken – sie sind da, sie sind unauthentische, unpolitische Macker, denken sie sind die Radikalen, ja die postmodern Unangepassten, schwimmen aber inmitten und rechts abseits voll mit dem Strom – und man wird die Quacksalber nicht los.

    Sehr treffend ist hierzu der Nabelschnur-Vergleich –
    Ohne die radikale Linke, können Antideutsche nicht exisiteren.
    Sie sind unfähig diesen Nabelschnur-Cut, der schon seit Anbeginn ihrer Geburtsstunde versprochen wurde, durchzuführen.
    Naja, Elsässer, der ehemalige Antideutsch-Führer ging eigene, seltsame Wege 😉
    Und so wird man sie weiterhin sich innerhalb der radikalen Linken bewegen sehen, erst das Maul aufreissend im Rudel ihrer Sektenhomies.

    Was sich viele Antideutsche nicht bewusst sind –
    sie vertreten zT eine Deckungsgleiche Ideologie wie rechtsradikale, israelische Siedler, die gerne mal
    „gas the arabs“ an Häuser sprayen, wenn sie diese nicht vorher schon mitsamt einem Baby
    (wie letzten Monat geschehen) niederbrennen.
    Durch den Support des Siedlungsbaus, unterstreichen Antideutsche zudem erst so richtig die
    völkischen Aspekte ihrer Ideologie.

    Was am wichtigsten ist –
    die weitere Salonfähigkeit antideutscher Positionen im linken Movement zu verhindern und diese
    reaktionären Gestalten von der radikalen Linken zu isolieren.
    Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln.

    • 1.1
      Benjamin Israel pro deutsch sagt:

      …….müssen ja doch irgendwie voll gefährlich und voll wichtig sein, diese „Antideutschen“,
      ( ich wusste bis vor wenigen Wochen gar nicht, dass es eine solche Bewegung überhaupt gibt), dieses ellenlange Hasspamphlet lässt das jedenfalls dringend vermuten.
      Na ja, muss jeder selber wissen, an wem er sich abarbeitet,
      so lange “ Linke“ sich bei diesen Sandkastenspielchen gegeseitig die Schäufelchen und Eimerchen auf die
      nicht allzu hellen Rüben hauen ist das gut für Deutschland .

      • 1.1.1
        antideutsche sind keine linken sagt:

        Sie sind in erster Linie nicht gefährlich, sondern schlicht und einfach nervig und reaktionär.
        Der Kampf gegen Antideutsche wird den anderen Kämpfen keinen abbruch tun, keine Sorge, Rassisten bekommen weiterhin den Arsch aufgerissen.
        Aber im Ernst – Deinem Schreibstil nach bist du entweder ein antid der auf subversiv machen möchte oder nur ein verwirrter pegida-spakken 🙂

      • Benjamin Israel sagt:

        …..beide Vermutungen komplett falsch.
        Alles viel zu kompliziert für schlichtgestrickte Neustalinisten.

  • 2
    m sagt:

    Austeilen kann diese Thawra gut, aber wenn sie dafür was einstecken muss, wird gejammert.
    Erbärmlich.

    Aber unterhaltsam anzusehen wie sich die Linken gegenseitig zerfleischen. 🙂

    • 2.1
      antideutsche sind keine linken sagt:

      falsch – Sie steckt ein und teilt aus.
      Und da Antideutsche keine Linken sind, kann von gegenseitigem Zerfleischen keine Rede sein.
      check your facts

      • 2.1.1
        m sagt:

        Hast du überhaupt den Beitrag gelesen?
        Es geht darum, dassdsie Alte hetzt und sich deshalb Kritik ausgesetzt sieht.
        Was kapierst du nicht daran?

  • 3
    Solidarität mit Kaveh, Thawra und allen anderen die aD-Irrsinn kritisieren sagt:

    „Wenn es um Muslime oder solche, die dafür gehalten werden, geht, verschwimmen die Unterschiede von Antideutschtum und Rechtspopulismus zunehmend.“

    • 3.1
      Benjamin Israel sagt:

      ….wenn es gegen Juden geht, verschwimmen die Unterschiede zwischen den Neustalinisten und Nazischlägern bis zur Unkenntlichkeit. Die einen fackeln Asylantenheime ab, die anderen zerstören Autos und Wohnungen von Demokraten, und beide gehen Hand in Hand mit Islamofaschisten, wenn mal wieder gerufen wird: „Juden ins Gas“, wie 2014 auf sogenannten Palästinenserdemos. Eine feine Gesellschaft. Als Begleitmusik für diese reaktionären Kumpanen pasen perfekt solche sogenannten Raps, akustischer und sprachlicher Müll der übelsten Machart. Würg.

      • 3.1.1
        pooya sagt:

        ich würde dir zustimmen das wenn nur einmal „judensch…“ gerufen wird es einmal zuviel ist.. und es der ausdruck von nicht verarbeitete ideologien ist. aber da wo alle „scheiß mosleme“ rufen und keiner aufsteht und was sagt, haben wir bald 88. ich glaube anarchismus und intersektionalität sowohl feminismus und antirassismus aber auch was es bedeutet soladarisch mit judinnen zu sein, und sie nicht nur als opfer zu sehen.. kannst du bei „neustalinisten“ wie ich lernen.

      • Benjamin Israel sagt:

        …“scheiß mosleme“ ? ….hab ich noch nie jemanden rufen gehört, jedenfalls nicht öffentlich oder bei Demos. Wenn der ISLAM kritisiert wird, hat das nichts mit Feindschaft gegenüber Muslimen zu tun.
        Das eine ist eine Lehre, das andere sind Menschen.
        Wenn diese Menschen aber gewaltsam ihre Lehre durchsetzen wollen, dann muss man sie stoppen.
        Persönliche Beleidigungen sind primitiv.
        Aber wenn jemand Frauenrechte, Frieden, Homorechte, Religionsfreiheit, Demokratie……. bewusst zerstören will, weil er den Koran so auslegt, dann müssen alle zusammenstehen um das zu verhindern.
        Schwer zu verstehen ?
        Dann kann ich es auch nicht ändern.

  • 4
    Pierre sagt:

    Kunst MUSS FREI bleiben. Ob sie einem gefällt oder nicht. Aber ein Land das zum 2. mal Bücher von Thomas Mann verbrennt ….aus welcher Ideologie auch immer…. Dort stimmt was nicht. Wehrt euch gegen diese geistigen Zwerge mit ihrem zündelfeuer.

    • 4.1
      Benjamin Israel sagt:

      Richtig. Ich würde mich sogar dafür stark machen, dass eine Kunst, die mir überhaupt nicht gefällt ihre Daseinsberechtigung hat, vorausgesetzt sie hält sich an minimale gesetzliche Gegebenheiten.
      Soll die Dame singen bis es quietscht. Das muss ich in einer freien Gesellschaft ertragen.
      Und sie muss es ertragen wenn ihr mit gleicher Münze heimgezahlt wird, solange nicht persönliche Beleidigungen ins Spiel kommen.

  • 5
    Ziandet sagt:

    Ich finde es toll das die antideutschen als Linke bedingungslose Solidarität z.b. mit den USA propagieren und deren beständige Militärinterventionen als „antifaschistisch“ in einen emanzipatorischen Kontext stellen. Das ist feinste Rabulistik.
    Ebenso fein ist es unter den Deckmantel der Bekämpfung eines islamischen Faschismus xenopobhe Ressentiments äußern zu können.Rassismus kann so inetellektuell als progressiv erscheinen.
    Letzlich bildet das ganze eine totale Affirmation der westlichen Wertegemeinschaft,bei de man sich auch noch als „links“ fühlen kann.Auf diesen Dreh muß man erst mal kommen.Übrigens gehen einige …wie z.b. das Magazin Bahamas…schon weiter und feiern die English Defence Liga oder den Front National in Frankreich als potentielle Vebündete…bezeichnenderweise generieren sich alle bedeutenden rechtspopulistischen Bewegungen heute als Pro Israel..weil ihre Hetze dadurch besser ankommt.Gefüttert durch einen Auschwitz-Schuld-Kompelx haben die antideutschen Spaken inzwischen den Gipfel des ideologischen Irrsinns erklommen und es ist trollig sie umherlaufe zu sehen mit ihren Schmierlappenfahnen Israels und der USA.Sie sind nicht anti..sondern ganz borniert ultradeutsche!

    • 5.1
      Benjamin Israel sagt:

      Also die Fahnen Israels und der USA sind „Schmierlappenfahnen“ ?!
      Wahrscheinlich sind dann Fahnen mit Hammer und Sichel und „Palästina“fahnen
      feinstes ideologisches Linnen und Symbole des Guten ?!
      Oh Mann.
      So doof und verwirrt die „Antideutschen“ sein mögen, gegen die Antifa und ihre Spiessgesellen sind sie GOLD.