Angriff auf Moschee und spontante Solidarität mit Betroffenen

18. September 2016 - 12:25 | | Politik | 0 Kommentare
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Bisher blieb Essen relativ verschont von Angriffen oder Schändereien gegen Moscheen, dies änderte sich am 16.09 als an der Moschee in der Frohenhausener Nöggerathstraße Schweineköpfe aufgehängt wurde. Während die Polizei ermitteltet, ob es sich um eine politische Tat handelt, war den Betroffenen und Antifaschisten schnell klar, dass diese Aktion eine Folge des wachsenden antimuslimischem Rassismus war, weswegen es auch zu einer spontanen Solidaritätskundgebung kam.

Das antifaschistische Bündnis „Essen stellt sich quer“ rief nach Bekanntwerden zu einer Solidaritätsaktion vor der Moschee auf, an der sich spontan mehr als 50 Menschen beteiligten. ESSQ zeigt damit beispielhaft wie antifaschistische Kräfte in einer solchen Situation zu handeln haben: konsequente Solidarität mit den Opfern von Rassismus. Dies ist bundesweit leider nicht immer der Fall, wie die Ignoranz gegenüber mehr als 80 Angriffen auf Moscheen, alleine in den ersten zweiten Monaten des Jahres, zeigt. Häufig wird von Muslimen auch gefordert, dass sie sich zu erst von allem möglichen distanzieren sollen, bevor man sich mit ihnen solidarisiert, eine verwerfliche Haltung. Denn die Aufgabe der Linken ist es Widerstand gegen jede Form von Rassismus aufzubauen, auch den antimuslimischen. Das bedeutet sich schützend vor Muslimas und Muslime, vor Moscheen und Gebetsräume stellen, wenn diese angegriffen werden oder Ziel rechter Demonstration werden. Dieser gemeinsame Widerstand bietet die beste Basis für eine Überwindung von konservativen Ideologien.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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