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Marx is Muss Herbstkonferenz (Essen)

Wie schon beim bundesweiten Marx is’ Muss Kongress in Berlin bietet marx21 auch in Nordrhein-Westfalen viel Raum für kontroverse Debatten und theoretische Bildung. Insgesamt werden auf unserer Herbstkonferenz sieben Workshops und Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen stattfinden.

Beginnen wird der Tag mit zwei Theorie-Seminaren zum Thema Frauenunterdrückung und Sexismus. Im Nachmittagsbereich finden jeweils zwei Veranstaltungen gleichzeitig statt: Stefan Bornost (Redaktion marx21) gibt uns ein Referat zur Frage Wie soll der kurdische Widerstand gegen IS unterstützt werden?, während parallel Hubertus Zdebel (DIE LINKE. MdB) die Frage beantwortet: Wie rot ist grün – gehen Marxismus und Ökologie zusammen?

Im zweiten Veranstaltungsblock setzten sich die TeilnehmerInnen gemeinsam mit Alexis Passadakis (attac Deutschland) kritisch mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP auseinander. Mit Gerlinde Schmidt (ver.di stellv. Vorsitzende der Kitafachkommission Oberhausen) soll darüber diskutiert werden, wie ein Streik im Erziehungsbereich erfolgreich sein kann und wie DIE LINKE einen solchen Streikunterstützen könnte.

Am Abend wird mit Rico Gebhardt (Fraktions- und Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen) und Volkhard Mosler (marx21 und aktiv bei DIE LINKE. Frankfurt) eine kontroverse Debatte um die Frage: “Mitregieren im Land und der Kommune – um welche LINKE kämpfen wir?” stattfinden.

Marx21 freut sich auf einen Tag voller engagierter Debatte, mit Theorie und Praxis und vielen AktivistInnen – kommt vorbei!

—-> Die PDF vom Konferenz-Reader gibt es HIER zum runterladen! <—

Das Programm:

Ursprünge der Frauenunterdrückung:

In diesem Seminar steigen wir in die historische Herleitung der Frauenunterdrückung ein und versuchen ihrem Ursprung auf den Grund zu gehen. Hat es die Unterdrückung von Frauen immer schon gegeben oder ist das ein Phänomen der Neuzeit und des Kapitalismus? Welche feministischen Grundlagen gibt es im Marxismus und was sagen eigentlich Clara Zetkin & Co. zur Frage der Frauenbefreiung? All das wollen wir mit euch im ersten Seminar diskutieren. Zu diesem Theorie-Seminar bieten wir auf der Webseite www.marxismuss.de einen Reader an. *

Sexismus heute und wie wir ihn bekämpfen können

Ein Ausdruck frauenfeindlichen Alltags ist der allgegenwärtige Sexismus in unserer Gesellschaft. Nahezu jede Frau hat in ihrem Alltag schon einmal mehr oder weniger schwere sexistische Übergriffe, teils verbal, teils körperlich erlebt. Auch linke Gruppen sind nicht frei von Sexismus. Wir wollen darüber diskutieren, wie wir erlernten Unterdrückungsmechanismen entgegen wirken können, stellen die Frage, was das alles mit einem linken Klassenverständnis zu tun hat und wollen klären, wie wir auch in unserem Alltag zu einem gleichberechtigten, solidarischen Kampf gegen die Unterdrückung der Frau kommen. Zu diesem Theorie-Seminar bieten wir auf der webseite www.marxismuss.de einen Reader an!*

*Durch die Theorieseminare führen u.a. Rhonda Koch und Loren Balhorn von Die Linke.SDS Berlin.

Die Situation rund um die selbstverwaltete Kommune Kobane spitzt sich immer weiter zu. Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) versucht weiterhin die nordsyrische Stadt in ihre Gewalt zu bekommen, bislang gelingt es den dort lebenden Kurden Widerstand zu leisten. In Deutschland gehen derweil fast täglich Tausende aus Solidarität mit diesem Widerstand auf die Straße. Zugleich ist die deutsche Linke (groß und klein geschrieben) zerstritten wie selten. Diverse Fragen stehen im Raum: Ist Kobane das neue Barcelona von 1936, sind die IS-Kämpfer die neuen Faschisten? Können hier nicht ausnahmsweise westliche Militärschläge helfen? Soll die Bundesregierung Waffen an die Kurden liefern? Oder sollten wir selbst Geld für Waffen sammeln? Alle diese Fragen wollen wir mit euch gemeinsam diskutieren.

[HINWEIS: Aus aktuellem Anlass haben wir die Veranstaltung zum Deutschen Imperialismus durch diese zum kurdischen Widerstand in Kobane ersetzt]

Ökologische Politik wird im Mainstream der Gesellschaft nach wie vor mit den GRÜNEN verbunden. Gerade in den letzten Jahren ist jedoch zu beobachten, dass Teile der Anti-Atom- aber auch der Ökologie-Bewegung sich keine Illusionen mehr hinsichtlich dieser ehemaligen Protestpartei machen. Immer stärker setzt sich die Erkenntnis durch, dass ökologische und antikapitalistische Politik, zwei Seiten derselben Medaille sind. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir die Frage, wie Rot ist Grün eigentlich? Gehen Marxismus und ökologische Ideale zusammen oder ist beim Abbau von Arbeitsplätzen im Kohlebau eine Haltelinie erreicht, die DIE LINKE nicht überschreiten darf? Mit Hubertus Zdebel (MdB) Sprecher für Atomausstieg in der Linksfraktion diskutieren wir über Perspektiven für den sozial-ökologischen Umbau unserer Gesellschaft und versuchen zu klären, welche Alternativen es zum Arbeitsplatzabbau gibt.

ErzieherInnen und JugendsozialarbeiterInnen werden für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit nach wie vor sehr schlecht bezahlt. Dies muss sich ändern. Deshalb soll zu Beginn des Jahres 2015 voraussichtlich eine Tarifauseinandersetzung über die Aufwertung der Gehaltstabellen in den KiTa’s und Jugendeinrichtungen geführt werden. Was in hier möglich ist, zeigte der erfolgreiche ver.di Streik (2009), in dem die Beschäftigten ErzieherInnen durch den öffentlich erzeugten Druck, einige ihrer Forderungen durchsetzen konnten. Dieser Streik steht exemplarisch für eine kämpferische und aktivierende Gewerkschaft, die nicht nur konsequent an der Seite der Beschäftigten steht, sondern auch erfolgreich sein kann. Für einen erneuten Erfolg wird es entscheidend sein, die Öffentlichkeit und vor allen Dingen die Solidarität der Eltern mit den Beschäftigten zu gewinnen. Mit Gerlinde Schmidt (ver.di stellv. Vorsitzende der Kitafachkommission Oberhausen) und Nils Böhlke (Sprecher LAG Betrieb und Gewerkschaft der LINKEN NRW) diskurieren wir, wie ein kämpferischer Streik, der die Arbeitergeber zum Einlenken zwingt, aussehen kann, wie wir gemeinsam mit den Eltern Solidarität für die ErzieherInnen organisieren und wie die Gewerkschaften insgesamt wieder durchsetzungsfähiger werden können.

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP – Transatlantic Trade and Investment Partnership) verdient entschiedenen Widerstand. Nicht nur, weil es in undemokratischen Geheimverhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten wird. Der Inhalt der Vertragstexte selbst ist hoch brisant. Zugunsten der Profitinteressen internationaler Großkonzerne, droht durch TTIP eine massive Beschneidung hart erkämpfter Standards im Bereich des Umwelt- und Verbraucherschutzes sowie des Arbeitsrechts. Europäische und amerikanische Konzerne sollen weitreichende Klagerechte bekommen, wenn sie ihre „berechtigten Gewinnerwartungen“ durch Umwelt- und Sozialstandards gefährdet sehen. Alexis Passadakis (attac) zeigt auf, wer die Profiteure des Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU sind, warum wir uns gegen dieses Abkommen stemmen sollten und was eine kritische Öffentlichkeit gegen TTIP unternehmen kann.

In der LINKEN tobt ein Kampf um die Ausrichtung der Partei, der sie in vielen Bereichen lähmt. Gerungen wird vordergründig um die Positionierung für oder gegen eine Regierungsbeteiligung und den jeweiligen Zugeständnissen, die damit einhergehen. Das ist auf kommunaler Ebene nicht viel anders als im Land oder Bund. Mit der Möglichkeit einer rot-rot-grünen Mehrheit werden viele Hoffnungen verbunden. Schritt für Schritt erreiche man auch im Parlament, Verbesserungen für die Menschen, so ein Argument der Befürworter von Regierungsbeteiligungen. Doch kann es eine solche Regierungsbeteiligung bei den derzeitigen Kräfteverhältnissen geben, ohne wesentliche linke Positionen aufzugeben, fragen die Kritiker des Parlamentarismus? Ist es für eine linke Partei überhaupt eine sinnvolle Strategie, zu versuchen, die Gesellschaft über Regierungsbeteiligungen zu verändern oder gibt man damit das entscheidende Machtmittel des Protestes und des Widerstands aus der Hand? Diese Fragen wollen wir mit unseren Gästen Volkhard Mosler (marx21 und aktiv bei DIE LINKE. Frankfurt) und Rico Gebhardt (Fraktions- und Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen) diskutieren.

Details

Datum:
1. November 2014
Zeit:
11:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

DGB Haus
Teichstraße 4
Essen,Deutschland
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Veranstalter

Marx21
E-Mail:
info@marx21.de
Webseite:
www.marx21.de