Wir müssen drum kämpfen, dass Rassisten in der Friedensbewegung keine Bühne bekommen – Im Gespräch mit Pedram Shahyar

1. Mai 2014 - 20:06 | | Politik | 37 Kommentare

Facebooklogo der Mahnwachen für Frieden

Die „Mahnwachen für Frieden“ sorgen in der linken Szene für einigen Unmut, zu den wenigen im linken Spektrum, die sich öffentlich positiv auf die Montagsdemos beziehen gehört Pedram Shahyar, Lehrbeauftragter der Freien Universität Berlin und Mitglied der Interventionistischen Linken. Wir haben mit ihm über amerikanischen und deutschen Imperialismus, über Rassismus bei den Demos und eine mögliche linke Wende der Demos gesprochen.

Die Freiheitsliebe: Du warst am vergangenen Montag bei der Montagsdemo, welchen Eindruck hast du gewonnen?

Pedram Shahyar Die Mahnwache war kleiner als die Woche zuvor, aber bunter und im Altersdurchschnitt etwas jünger. Die Menge ähnelt sehr die auf den Occupy-Aktionstagen. Die Redner/innen waren sehr bemüht, den progressiven Charakter der Bewegung herauszustellen. Der Erste Redner rief unter anderem zur Solidarität mit Migrantinnen am Oranienplatz, wo Flüchtlinge bis vor kurzem einen Proteslager aufgebaut hatten, und erntete dabei fast den lautesten Beifall. Die musikalische Begleitung hatte das Thema „Nation: Mensch“. Wer diesen Montag gesehen hat, und diese Menge als „neurechts“ bezeichnet, muss blind sein.

Die Freiheitsliebe: In deinem Text sprichst du davon, dass die Bewegung sich klar gegen Imperialismus und Krieg stellt, woran machst du das fest?

Pedram Shahyar Die Bewegung ist vorallem für den Frieden. Das ist der weiteste Konsens. Die Bewegung bezeichnet sich auch als „ziviler Widerstand“, Gewaltfreiheit ist hier Prinzip und betrifft auch die eigene Lebensphilosophie, ist auch innerlich bezogen, auf die Menge selbst, und nicht nur als politische Forderung an Regierungen.

Die Freiheitsliebe: Während der amerikanische Imperialismus kritisiert wird, wird Deutschland von vielen als Bittsteller dargestellt, der dem folgt was die USA tut. Eine ziemlich naives Bild der deutschen Interessen und Politik,die auf eine eigene imperiale Politik setze, wie gehst du als Linker mit diesem Bild um? Spielt ein solches Bild nicht der NPD und anderen FaschistInnen in die Hand?

Pedram Shahyar Das deutsche Kapital ist vorallem durch ihre ökonomische Stärke das imperiale Zentrum Europas. Aber machen wir uns nix vor: in der globalen Top-Liga der Geopolitik spielt Deutschland einfach nicht mit. Das Versuchen die Eliten hier zu verändern, aber verglichen zu militärischen Großmächten im UN-Sicherheitsrat spielt Deutschland noch in der 2. Liga. Der westliche Block wird von den USA dominiert, und diese forcieren gerade den Konflikt mit Russland an dessen Grenzen. Russland wiederum sucht die alte imperiale Rolle und schlägt zurück. In den Machtblocken die da aufeinanderprallen, spielt Deutschland noch keine wirklich entscheidenden Rolle.
Eine anti-imperiale Fokussierung auf USA birgt immer auch die Gefahr, ein „starkes Deutschland“ als Antwort zu setzen, was nur in der Entfesselung des deutschen Imperialismus enden kann. Das ist das gefährliche an dem Diskurs der „Souveränität“, den Elsässer führt. Die NPD ist diskursiv keine große Gefahr, eher schon die AfD. Die imperiale Politik der USA zu kritisieren muss von links internationalistisch und antinational beantworten werden, in Solidarität mit der Friedensbewegung in den USA und anderen Ländern, und gegen die seit Jahren laufende Versuche, deutsche Außenpolitik weiter zu militarisieren.

 

Pedram Shayar

Die Freiheitsliebe: Wie ist der Umgang auf der Demonstration mit Rußland, bisher wirkt es vor allem als würde die russische Politik ohne Vorbehalte unterstützt, trifft dies zu oder gibt es Kritik an der homophoben und rassistischen Politik in Rußland?

Pedram Shahyar Den Eindruck, dass die Mahnwache vorbehaltlos Russland unterstützt, hatte ich am letzten Montag überhaupt nicht. Es gab noch eine andere Kundgebung, wo russische Fahnen geschwenkt wurden, einige duzend Meter entfernt. Auf der Mahnwache sind Nationalfahnen nicht erlaubt. Der erste Redner hat klar formuliert, dass der Platz sich gegen jede Art von Unterdrückung ausspricht, egal ob wegen Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexuelle Orientierung.

Die Freiheitsliebe: Wie kommt es, dass es trotz der Distanzierung von Antisemitismus und Rassismus, Redner wie Jürgen Elsässer gibt, die ganz deutlich Stimmung gegen Sinti und Roma gemacht haben und die Politik von Sarrazin begrüßen?

Pedram Shahyar Jürgen Elsässer ist gefährlich, er hat rassistische gehetzt und steht für die nationale Antwort auf die internationale Krise, die nur im Nationalismus enden kann, und der kann in Deutschland nur barbarisch sein. Ihn auf der Mahnwache einen Podium zu geben, war natürlich nicht ok. Aber soziale Bewegungen sind kein Ponyhof, wo alles geschmeidig ist. Elässer gehört nicht zum Organisatorenkreis der Mahnwache, auch wenn Videos aus seinem Umfeld ihn so darstellen. Nur weil er dort geredet hat, die Menge als „neurechts“ zu bezeichnen ist analytisch nicht legitim, und faktisch eine Lüge.

Die Freiheitsliebe: Ist es möglich, dass die Bewegung sich klar positioniert gegen Rassismus und Diskriminierung und in dessen Folgen alle RednerInnen ausgeladen werden, die dem widersprechen?

Pedram Shahyar Ja ist es. Dafür sollten wir uns einsetzten. Ich glaube nicht, dass ein Elässer dort wieder sprechen wird. Sollte dies passieren, verliert die Bewegung ihre Glaubwürdigkeit. Ich glaube dass dies den Organisatoren klar sein dürfte. Es ist aber auch die Aufgabe von progressiven Kräften den antirassistischen und internationalistischen Konsens des Platzes zu sichern. Wir müssen drum kämpfen, dass Rassisten in der Friedensbewegung keine Bühne bekommen.

Die Freiheitsliebe: Wäre eine solche Bewegung dann für die Linke Bewegung unterstützenswert?

Pedram Shahyar Wir erleben in Ukraine das endgültige Ende des Versprechens von 1989, dass die Zeit der großen militärischen Konflikte vorbei sei: Die Gefahr des Weltkrieges ist zurück! Diese Mahnwachen sind, so klein wie sie auch sein mögen, die aktuelle Friedensbewegung. Natürlich muss die Linke diese unterstützen und viele linke Aktivist/innen tuen dies auch bereits, teilweise von Anfang an!
Gerade auch wegen nationalistischen Gefahren darf die Linke hier den Platz nicht frei lassen. Die deutsche Linke tut sich allerdings mit spontanen Bewegungen seit längerem schwer. Das war schon bei Montagsdemos gegen Hartz4 so, und auch bei Occupy-Aktionstagen. Sie ist oft sehr behäbig und langsam. Dieses mal sind die Linken auch noch stark verunsichert wegen neurechter Kaperversuche, die die Mahnwache ausgesetzt war.
Allerdings tut sich die Linke auch mit einer neuen politischen Generation schwer, die von jeglichen bekannten Formen der Repräsentation und Organisation entfremdet ist. Es gibt eine kulturelle Kluft zwischen der Occupy-Generation und der alten organisierten Linken. Viele aus der organisierten Linken sind noch recht unbeholfen, wie sie mit neuen Diskursen, z.B. Verschwörungsansätzen, Spiritualität und einer Neuen Innerlichkeit (die Welt verändern, indem wir uns verändern) umgehen soll. Diese Unbeholfenheit ist verständlich. Wir müssen geduldig daran arbeiten, Kommunikation mit diesem Milieu lernen. Die undifferenzierte Diffarmierung, die wir bei einigen in den letzten Wochen sehen konnte, ist eine konformistische und zynische Geste, die nur nach rechts führen wird.
Die Freiheitsliebe: Danke dir für das Interview

Ein weiterer Diskussionsbeitrag zu den Mahnwachen, wir werden weiter berichten!

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
Ihr findet mich auf: Facebook

37 Kommentare

  • 1
    gast says:

    ich habe nach rassistischen Aussagen von Elsässer gesucht aber nicht gefunden, könnt ihr da helfen?

  • 2

    […] Wir müssen drum kämpfen, dass Rassisten in der Friedensbewegung keine Bühne bekommen – Im Gespr… […]

  • 3
    Gast 1 says:

    So, wie er sich das vorstellt – ein ganz klares NEIN
    Anti-Rassismus usw. ist die Grundlage und das unterstelle mal eben flugs 90 % der Bürger.
    ABER sicher nicht in dem Konzept was er vor Augen hat. Deshalb u.s. auch die Rechts-Links Diskussion.
    Sollte er so denkend, Montag da reden. Bleiben die anderen zukünftig weg.
    Es ist egal, ob er „Interventionalistisch“ oder sonst wie links ist. Gerade der „Diffamierungsschwall“ hier, ist ein „linkes Kind“.
    Er sollte gut aufpassen, was und wie er etwas sagt. Und nicht mit den üblichen Themen und Worten auf ein Publikum treffen
    „welches anscheinend eher links aussieht“

    • 3.1
      hardy says:

      es ist schon ziemlich merkwürdig,wenn jemand „aufpassen muß,was er sagt“ da lese ich doch wieder ganz deutlich diesen gesinnungsterror heraus,den insbesondere die „linken“ oder besser gesagt diejenigen,die sie instrumentalisiert haben,gefördert und gepflegt haben.
      zunächst kann jeder sich mal irren und dann kann ein anderer ,sofern er nicht „aufpassen muß,was er sagt“ ihn auf den irrtum mit argumenten hinweisen.stellt sich dieser dann stur und beharrt auf solch einem standpunkt,so können alle die das mitkriegen,die entsprechenden schlussfolgerungen ziehen.das geht aber nur ,wenn man nicht ständig „aufpassen muß,was man sagt“.

  • 4
    Katjusha Kozubek says:

    Ich habe gerade gelesen, Herr Elsässer hat sich gegen Sinti und Roma geäußert? Wann? Wo? Ich habe in keiner Aufzeichnung etwas gefunden! Das interessiert mich nun doch sehr, weil ich als Kulturmittlerin seit vielen Jahren beschäftigt bin und mich um ein Miteinander von Minderheit und Mehrheit einsetze. Ich kenne Elsässer nicht, aber was ich hörte, war nicht falsch. Und nun dies?

    • 4.1
      aristo says:

      In seiner Zeitschrift Compact.

    • 4.2
      Horst Laugallies says:

      Im Elsässer Blog im Netz hat er darauf auch schon reagiert und für warum auch immer begriffsstutzige, noch mal verdeutlicht erläutert. Herr Elsässer kommt ja aus der ganz linken Ecke und hinter gewisse Erkenntnisse geht man einfach nicht zurück, manche haben so sehe ich das, nur Schwierigkeiten dem zu folgen was er noch dazu erkannt hat und Mißverstehen daher.

    • 4.3
      hardy says:

      ich kann ihnen versichern,der herr elsässer hat nichts gegen sinti -und roma oder irgendein land oder volk.
      es geht hier um was ganz anderes.viele haben inzwischen erkannt,daß nicht die migranten oder ausländer an sich das problem sind,sondern die politik, die durch die hintergrundmächte mit ihnen getrieben wird.auch hier ist es ganz wichtig,das spalte -und herrsche spielchen zu erkennen.
      in wahrheit ist nämlich dieser angebliche multikulturalismus gegen die kultur aller beteiligten,aber hier in deutschland ist es im besonderen gegen die deutsche kultur gerichtet.

      multikultur ist anti-kultur! die drahtzieher wissen das genau,nur ihr leider nicht.

    • 4.4
      KUNO says:

      Ich habe den betreffenden Beitrag von Jürgen Elsässer im Nachrichtenmagazin „Compact“ gelesen!
      Da wurde lediglich Kritik an einigen Sinti und Roma geäußert. Und das soll (schon wieder) verboten sein?

  • 5
  • 6
    Goloneh Simsek says:

    Ich bin sehr enttäuscht über diesen Diffamierungsbeitrag, gerade gegenüber Jürgen Elsässer. Weder kennt der selbst ernannt bele(e)hrende ‚Linken-Guru‘ der FU Berlin Jürgen Elsässer persönlich, geschweige denn näher, dass er sich so ein Urteil erlauben könnte, noch wird seine Gesamtleistung der letzten Jahre dafür gewürdigt, dass sich gerade wieder junge Menschen (und nicht nur die alt-Klagenden) sich vielseitig kritisch auseinandersetzen, was ihnen täglich aufgetischt wird und sich engagieren, bishin auf solche Demos zu gehen. ICH werde aufgrund dieses ‚Interviews‘ und der Ankündigung, dass diese junge Grünspan am 5.5. auf der Berliner Mahnwache sprechen wird, nicht hingehen! Gerne wieder ein anderes Mal oder dann lieber in Leipzig. Da hör ich mir schon eher nen Syndikalisten an! 😉

  • 7
    Holger Sohre says:

    Leidvoll hat das deutsche Volk erfahren, dass Politiker die Massen manipuliert hatten. Für mich zählt nur der Humanismus und die Vielfalt. Wir haben auf dieser Erde schon sehr viele Probleme hinterlassen, die wir nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist es auch so, dass man dafür was tun muss. Sprich dabei sein ist alles. Ich versuche, so ich Zeit habe regelmäßig dabei zu sein. Und ich freue mich schon auf kommenden Montag auf die Texte von Pedram Shayar. Wir sollten den Menschen zeigen, dass wir Europäer, Asiaten, Amerikaner und Afrikaner eine friedliche Welt einer kriegerische, destruktiven Politik, vorziehen. Und vor allem dies auch umsetzen wollen.

  • 8
    Katjusha Kozubek says:

    Sich trotzig einer ganzen Bewegung, wie hier der Offenen Friedensdemo zu verschließen, weil einem ein Redner nicht passt oder vielleicht jemand das Mikro in die Hand bekommen könnte, der nicht 100% dem eigenen Denkschema entspricht, finde ich unreif. Entschuldigung, etwas kindisch. Ich dachte früher auch einmal so. 😉 Bis ich begriff, dass wir Menschen sehr verschieden sind aber eine Menge Dinge haben, die uns verbinden, ähnliche Sorgen und ähnliche Grundbedürfnisse. Wir leben gerade in einer unglaublich großartigen Zeit – einer Zeit des Aufbruchs, Umbruchs. Auch im Denken. Weltbilder werden erschüttert. Auch Zusammenhänge neu definiert. Natürlich erfolgt das nicht ohne unliebsame Nebengeschehnisse. Wo gehobelt wird, fallen Späne.;-) Doch selbst die sind zu etwas nützlich. Es geht nicht mehr um Abgrenzung — es geht darum, dass jeder „seinen“ Platz findet und einnimmt, um damit f r e i w i l l i g dem Frieden zu dienen. Leider werden heute allzuschnell Menschen in irgendwelche Schubladen geschoben, die mit „Gut“ oder „Schlecht“ etikettiert sind. Ich glaube, das ist ein Fehler. Vielleicht sollten wir eher nach Gemeinsamkeiten suchen. Und gleichzeitig lernen uns von Werten, die nicht unsere sind, abzugrenzen? Man soll sie auch hinterfragen, kritisieren (?)- aber deshalb gleich komplett jemanden ablehnen? Auch wenn er möglicherweise sehr viel Wahres sagt, mit dem wir übereinstimmen? Also ich bin gespannt, was „dieser junge Grünspan“ zu erzählen hat! Und bin trotzdem weiterhin sehr interessiert daran, was Herr Elsässer gegen Sinti und Roma gesprochen hat. Oder was konkret kritikwürdig an ihm ist. Vielleicht kann die Moderation dieser Seite einmal aufklären? Das wäre schön. Vielen Dank im voraus.

    • 8.1
      uluwatu63 says:

      Du erwähnst hier einen Punkt, den ich unterstreichen möchte.
      Die Haltung der Distanzierung und Spalterei ist etwas, was in letzter Zeit immer stärker betont wird. Es dominiert die Kleingeistigkeit und Destruktivität, die die kleinste Nebensächlichkeit zum Anlass nimmt, sich zu distanzieren.
      Es liegt auf der Hand, wer Interesse an dieser Zersplitterung hat, diesen auf den Leim zu gehen ist kein Zeichen von Klugheit.
      Was braucht es mehr, als ein gemeinsames Ziel zu haben und den Weg friedlich zu beschreiten?

  • 9
    Dave says:

    Se verkennen, dass die meisten Personen ihre Prämissen und Hermeneutik nicht teilen und daher Herrn Elsässer akzeptieren. Glaubwürdigkeit wird die Bewegung nur dann verlieren, wenn die Organisatoren sich von solchen antipluralistischen Agitatoren wie sie einer sind, erpressen lassen und Personen wie Elsässer zu ihren Gunsten ausgrenzen. Hätte ja grundsätzlich nichts dagegen wenn sie da reden, aber wenn das schon anfängt dann bleiben sie lieber gleich weg, sie werden diese Bewegung sicher nicht spalten, sondern sich ein ordentliches Buhhhhh einfangen. Was bilden sie sich eigentlich ein wer sie sind? Sie scheinen, gelinde gesagt, ein bisschen viel von sich überzeugt zu sein.

  • 10

    DIE NOTWENDIGKEIT DER SPALTUNG IM
    KONTEXT DES AKTUELLEN KULTURELLEN UND IDEOLOGISCHEN
    ENTWICKLUNGSBEDARFS – ENTSCHEIDUNGSFRAGE

    laut und vernehmlich
    werfen die WAHRHEITSSUCHER ihre fragen in den ring. sie sind des
    betruges sicher und stellen; auf der suche nach antworten und in
    ihrer sehnsucht nach ab – oder umkehr eines kurses in krieg und
    konfrontation; öffentlich und auf vernetzten kanälen ihre
    halbwahrheiten zur disposition. SIE RUFEN AUF ! zur gegenseitig
    anerkennenden auseinandersetzung und sagen NEIN zu polarisierung und
    den alten herrschaftsregeln.

    die alten und auch die neuen von
    “ gewissheiten “ gezwungenen BEWAHRER mit ihrem
    materialismus, ihrem erkenntnisanspruch und ihrer gescheiterten idee
    von der notwendigkeit; die verhältnisse durch kampf und ausgrenzung
    zu ändern verstehen noch nicht – es sind andere notwendigkeiten,
    dort wo ab- und ausgrenzung ehemals existentiell waren; sind heute
    kooperation und gegenseitig anerkennende auseinandersetzung
    notwendig.

    Es zeigt sich für die beteiligten immer klarer,
    dass die struktur der konfrontation das klima beherrscht. Für die
    BEWAHRER ist das bekämpfen/ausgrenzen und im kampf bestehen teil des
    selbstbildes aus einer zeit, als die fronten klar und der feind der
    wichtigste partner im anspruch auf den eigenen
    geltungsbeweis war.

    Die empörung und kraft von einst, die leidenschaft und der
    selbstanspruch auf die besseren inhalte, haben sich abgeschliffen und
    sind elitärem dünkel, einer befremdlichen starrheit und wortlosen
    erkenntnisweigerung des scheiterns der utopie von der überwindung
    von herrschaft und gewalt durch KAMPF, gewichen.

    die von ihren
    führern verratenen und zerteilten müssen nun selbst mühsam und mit
    starken worten jene eigenden positionen HOCHHALTEN , die einst IHRE
    ÜBERZEUGUNGEN getragen haben.

    Sie haben ihre gefährlichkeit
    verloren – sie sind teil des systems geworden.

    und SIE SIND
    AUCH AUF DER SUCHE nach dem umgang mit anderen, weniger ideologischen
    formen des FRIEDLICHEN WIDERSTANDS. sie beginnen wahrzunehmen, dass
    sich das modell der verantwortlichmachung – der opfer/täter kultur-
    immer mehr selbst entlarvt.

    in altem denken verhaftet und
    durch anmaßende elitäre „wissenbehauptung“ von der chance
    kollektiver ideen und entwicklungen bisher abgeschnitten – läuft
    auch der aktuelle KAMPF unsauber, liederlich und unter aufgabe aller
    eigenen ansprüchen auf differenzierung und argumentation.

    Der
    FEIND ist wiedermal der „rattenfänger“ …. der sich des
    eines offenem formus der WAHRHEITSSUCHER bedient und damit die eigene
    friedensklientel verführt um sie gegen menschen
    aufzustacheln und
    mit ideologien zu missbrauchen.

    und die angst vor diesem feind
    – dessen bedrohlichkeit in der aufkündigung des alten arrangements
    des politisch/ideologischen spektrums unter der prämisse von “
    GUT UND BÖSE “ liegt – lässt die BEWAHRER jedes format
    verlieren. lässt sie hysterisch aufbieten was an lausigen
    zirkelschlüssen und diffamierenden argumentationsketten unter dem
    mantel humanistischer “ instinkte “ aufgeboten werden
    kann.

    wenn wir aufhören uns nur über ausgrenzung abgrenzen
    und selbst profilieren zu können – dann werden wir selbst
    herausfinden, wo jene rattenfänger sind – die uns erzählen wollen
    wer verdächtig ist und sich davon nähren, uns zu vergiften mit der
    lüge – der feind darf ausgegrenzt zerstört werden, weil er anders
    ist und BÖSES im schilde führt

    Lass uns GEMEINSAM überlegen,
    ob das spektrum aus links, rechts, oben oder unten weiterbestehen
    muss UND wem das nützt.

    UNS ALLEN SCHADET ES UND ENTKRÄFTET
    UNSERE ENERGIEN IM GEGENSEITIGEN BEARGWÖHNEN, KUNGELN, VERDÄCHTIGEN
    UND MIT RECHTFERTIGUNGEN AUF VERDÄCHTIGUNGEN ZU REAGIEREN

    wir
    alle haben etwas zu verlieren …. auf jedenfall sollten wir unsere
    gewissheiten zur disposition stellen und uns mit den argumenten;
    ideen oder den fragen anderer nicht mehr auf ängstliche weise mit
    verteufelung oder belehrung nähern.

    Pedram Shahyar – ich
    fordere dich und alle anderen auf eines zu bedenken !

    DER
    MOMENT, in dem eine distanzierung von anderen rednern dazu übergeht,
    deren positionen als inakzeptabel für diese kundgebungen zu
    diskreditieren, löst spannung aus. dann diesem redner
    einerseits
    unlautere friedensbekundungen zu unterstellen und andererseits
    aufzuklären, dieser redner hätte rassistisch gehetzt und stünde
    für die nationale Antwort, IST DER MOMENT DER
    AUFTEILUNG IN
    INTEGERE REDNER UND VERDÄCHTIGE.

    …. IST DER MOMENT DER
    SPALTUNG … aus er notwendigkeit der eigenen beschränkung auf das
    denken in kategorien des „gut oder böse“ – dem
    traditionellem erliegen ideologisierter wahrnehmungsformen, in denen
    ein HERRSCHAFSTMODELL sich mainfestiert – indem wir interpreten des
    DIVIDE ET IMPERA bleiben

    diese art der brandmarkung hat
    bereits einen kollektiven instinkt derer ausgelöst, für die DIE
    STRUKTUR DIESER DENKWEISE DAS PROBLEM DARSTELLT UND NICHT DESSEN
    LÖSUNG.

    die ABLEHNUNG DIESER SPALTUNG und einteilung von
    positionen und damit von menschen in akzeptabel oder inakzeptebel
    OHNE auseinandersetzung und dem vertrauen in die eigenverantwortung
    der menschen bei den montagsmahnwachen artikuliert sich immer
    deutlicher.

    diese spaltungskultur wird ohne entwicklung der im
    konfrontativem denken verhafteten agitatoren zu anerkennender
    auseinandersetzung, zur ablehnung der SPALTER SELBST führen.

    DANN
    HABEN ES DIE LACHENDEN DRITTEN OHNE EIGENES ZUTUN WIEDER GESCHAFFT –
    DIE ZWEI ZU ENTZWEIGEN UND DAMIT DIE KONTROLLE ZU ERHALTEN, DIE
    ENTWICKLUNG INNERHALB DER ORDNUNG ZU HALTEN

    und es ist auch zu
    sehen, zu lesen und zu spüren, wie diese angst vor der eigenen
    unfähigkeit sich der auseinandersetzung zu stellen – als angst vor
    der aufgabe der kontrolle der
    entwicklungen und als misstrauen in
    die festigkeit der eigenen dogmen wahrgenommen wird.

    LARS
    MÄHRHOLZ UND ANDERE HABEN TROTZ VERDÄCHTIGUNGEN,ETTIKETTIERUNGEN
    UND SPALTUNSAPELLEN EINGELADEN UND AUFGERUFEN … LASST UNS REDEN UND
    MIT GEGENSEITIGEM RESPEKT UND VERTRAUEN HERAUSFINDEN, WIE WIR
    EIGENVERANTWORTUNG STÄRKEN UND DESTRUKTIVE VERANTWORTLICHMACHUNG
    ÜBERWINDEN KÖNNEN

    die angst sich diesem aspekt der idee vom
    friedlichem widerstand anzuvertrauen, führt im MOMENT noch zur
    einzig denkbaren reaktion – der BEWERTUNG, ETTIKETTIERUNG UND
    EINTEILUNG der wahrheitssucher und der beweisführung der
    NOTWENDIGKEIT der ausgrenzung und SPALTUNG

    diese “
    BERECHTIGTE “ position zu beziehen, die grundsätzlich daraus
    besteht sich
    von verdächtigen, inakzeptablen oder sonstwie das
    gemeinwohl, die demokratie oder das menschliche zusammenleben
    gefährdenden personen ODER ideen zu distanzieren, diese mit allen
    mögliche ettiketten zu brandmarken und daraus eine berechtigte
    gegnerschaft und den aufruf
    zum boykott abzuleiten … ist das
    alte muster, es manifestiert sich auf allen ebenen

    diese
    verteidigung der ORDNUNG durch alle im spektrum dieser ordnung
    PRIVILEGIERTEN BEWAHRER ist die einfachste !!! art durch anmaßende
    wissensbehauptung die AUSEINANDERSETZUNG mit weltbilderschütternden
    entwicklungen UND ALLEN IHREN POSITIONEN zu ersetzen und die eigene,
    durch das feedback der eigenen zirkel korrumpierte, gedankliche
    stagnation zu bemänteln.

    kritiklosigkeit an den eigenen
    wortführern einer diffamierungskampagne wird mit solidarität
    zur
    verteidigung der eigenen idee gleichgesetzt und entsprechend
    reflexartig werden die eigenen hetzer zu kritikern UND vorsätzliche
    falschbehauptungen eigener foren oder presse maximal
    zu
    journalistischen unzulänglichkeiten.

    ALLE MIT
    (SELBST)BETRUG IM SINNE DES ERHALTES DER ORDNUNG AUF DER EBENE „GUT
    ODER BÖSE“ ARGUMENTIERENDEN BÜRGEN IN EINEM KOLLEKTIVEM
    SCHULTERSCHLUSS FÜR
    EINANDER.

    Die umkehrung von tätern in
    opfer verhindert die entwicklung heraus aus den denkschablonen der
    einst überlebenswichtigen klarheit von „gut oder böse“.
    sie stellt den verrat des einst selbst erstrittenen anspruches auf
    ergründung des wesens der dinge durch auseinandersetzung, das
    scheitern der eigenen dialektik, dar.

    einschätzungen oder
    vermutungen ersetzen differenzierte analysen oder tarnen sich als
    solche.

    Gerade vertreter der politisch – kulturellen eliten
    setzen ihre ganze lebensreputation ein, um ihnen
    missliebige
    personen oder initiativen öffentlich zu verdächtigen oder in verruf
    zu bringen.

    einerseits ist das zweck und absicht der medien
    und andererseits notwendige POSITIONBESTIMMUNG einer überwiegenden
    mehrheit der meinungsbildend wirkenden MENSCHEN,
    die in einem
    klima der verdächtigungen und einer, zum instrument des status quo
    gewordenen politischen korrektheit, gezwungen sind innerhalb des
    spektrums der anerkennung der verhältnisse zu bleiben.

    dabei
    gehört die mit den verhältnissen arrangierte behauptung, diese
    verhältnisse zu bekämpfen – nach dem entkräftenden kampf der
    letzten generationen um einen PLATZ IM RING – auch zum spektrum der
    zu BEWAHRENDEN ORDNUNG.

    JEDER ! der die rahmenbedingungen für
    dieses trennende und korrumpierende klima in frage stellt, wird
    ausgegrenzt und löst einen paradoxen schulterschluss der
    systembefürworter und gegner aus.

    DIE AUS EINER „KOLLEKTIVEN
    VERANTWORTUNG“ ZWINGEND RESULTIERENDE BINDUNG AN DEN KONSENS
    EINER AUFGEKLÄRTEN, RATIONALEN AUSEINANDERSETZUNG IST
    DEN
    TOLERIERTEN QUOTEN-NARREN VORBEHALTEN, DIE ALS
    WISSENSCHAFTLER,
    UNTERHALTSAME PROVOKATEURE ODER TOLERANZBEWEIS
    DER ÜBERLEGENHEIT DES
    SYSTEMS DIE FUNKTIONEN KONTROLLIERENDER
    ENTSPANNUNG DER FAST
    UNERTRÄGLICHEN WIDERSPRÜCHE ZWISCHEN
    UNSEREM ERLEBEN UND UNSERER
    WAHRNEHMUNG LIEFERN

    unsere !
    klugen köpfe ducken sich weg oder sind einer „selektiven
    klugheit“ um ihrer oft ehrenwert erstrittenen position wegen
    erlegen.

    die formen der verächtlichmachung von skeptikern und
    erklärten gegnern der „offiziellen informations bzw.
    desinformationspolitik – ich nenne sie
    SPALTUNGSNOTWENDIGKEIT“-
    geschieht aus einer position einer
    angemaßten überlegenheit und bedient sich der miesesten mittel und
    der übelsten hetze.

    die argumentationslinien sind auf allen
    seiten eingermaßen raffiniert und im grunde doch so simpel wie die
    denkweise ihrer verfechter.

    die eigene
    gruppenzugehörigkeit/herkunft/hautfarbe/sexualität wird so offen
    und dreist
    instrumentalisiert, um in der konfrontation einen
    „gegner“ mit dessen verhältnis zu daseinsformen ,
    sexualität oder auch zu problematischen entwicklungen zu
    diskreditieren UND sich als opfer aufzubieten, um das erstaunte
    publikum mit dessen sittlichem empfinden zu erpressen – zu zwingen,
    jede form von unterstellungen zu akzeptieren.

    das mittel der
    erpressung zu distanzierung wirkt, das spaltende gift wird von gerade
    denen verspritzt, die sich äußern und danach sehnen irgendwie teil
    der WAHRHEITSSUCHE zu werden.

    dabei ist es für die struktur
    unwesentlich, ob der betreffende verurteiler die anklage auf sein
    opfertum oder eine vermeintliche agression gegen (s)eine gruppe, idee
    oder position gründet.

    JEDER ! der die rahmenbedingungen für
    dieses trennende und korrumpierende klima in frage stellt, erlebt wie
    er ausgegrenzt werden kann und einen paradoxen schulterschluss
    der
    systembefürworter und gegner auslösen kann.

    dieser
    einschüchterung und spaltung friedlich zu widerstehen, ist die
    botschaft und einladung von lars mährholz und anderen.

    mit
    der behauptung TOLERANZ zu erhalten, werden auf allen ebenen unseres
    gesellschaftlichen lebens die auffällig werdenden mal als rassisten,
    antisemiten, anarchisten, feinde von formen spirituellen – sexuellen
    lebens, demokratiefeinde, diktatorenfreunde und zur not als psychisch
    überfordert und damit als verdächtig ettikettiert.

    dazu
    reicht es MOMENTAN eben zu behaupten – es gäbe grund für die
    annahme, eine person, gruppe oder position wären suspekt, UM auf
    diese person und ihr umfeld druck zur distanzierung von auffälligem
    verhalten auszuüben und sie durch einen oft imaginären
    gesellschaftlichen konsens zur ächtung ihrer positionen
    einzuschüchtern.

    in der form vermeintlich fundierter
    kritik oder differenzierterer kenntnis der hintergründe von
    entwicklungen und/oder deren protagonisten wird MENSCHEN durch
    ausgrenzung die legitimität der teilnahme am überfälligen
    gesamtgesellschaftlichen diskurs abgesprochen.

    das gespenst der QUERFRONT
    ist ein beispiel für die einschüchternde und destruktive wirkung
    der auf konfrontation und gegenseitige verdächtigung gründenden
    denkweise der berufsagitatoren und der orientierunssuchenden laien.
    die positionierung fast aller redner und organisatoren der mahnwachen
    steht für sich.

    das gras wächst nicht schneller, wenn man
    daran zieht.

    ihr berufsagitatoren könntet dem, was
    da in berlin und anderswo passiert, raum geben und nicht in euer
    wichtigkeit diesem oder jenem integrität ab- oder zusprechen.

    Denn ES GEHT JA NICHT UM DIE
    EIGENEN POSITIONEN oder die bewertung der eigenen
    entwicklungsbedingten prozesse – es geht schlichtweg um eine
    GRUNDLEGENDE ENZSCHEIDUNG.

    ENTWEDER die herausforderung einer
    auseinandersetzung anzunehmen – sich in seiner eigenen wichtigkeit
    zurückzunehmen und der entstehung gemeinsamer ideen raum zu
    geben.

    ODER oder sich hinter (noch) gesicherten dogmen zu
    verstecken – die eigene reputation zu beweisen und zu erneuern durch
    das (selbst)manipulative herstellen von feindbildern und deren
    bekämpfung bzw. den letztlichen aufruf zur (zer)störung von
    MENSCHEN wegen ihrer positionen

    in der von den wortführern
    der „wissenseliten“ gefühlten NOTSTANDSSITUATION einfluss
    auf entwicklungen zu nehmen ist verständlicher ausdruck der eigenen
    ideenlosigkeit der letzten jahrzehnte – ausdruck des beredten
    schweigens einer desillusionierten und in sektiererischen zirkeln den
    klassenkampf propagierenden art zu denken.

    dazu gehört aus meiner sicht für
    die vertreter der „wissenselite“ sehr deutlich zu machen,
    dass zu dem notwendigem diskurs über formen des friedlichen
    widerstands ZWINGEND DIE GEGENSEITIGE ANERKENNENDE
    AUSEINANDERSETZUNG MIT DEN POSITIONEN ALLER AM PROZESS DER
    EXPERIMENTE UND SELBSTFINDUNG BETEILIGTEN NOTWENDIG IST

    die überwindung der notwendigkeit zu
    spalten stellt die größte gefahr für die bestehenden verhältnisse
    dar – das herrschaftsmodell DIVIDE ET IMPERA zu demaskieren und sich
    davon zu lösen wird seine potentiale entfalten … mit oder ohne uns

    wir könnTen einen beitrag leisten
    auf den mahnwachen modelle zu entwickeln, dies FRIEDLICH UND
    GEMEINSAM zu tun

    wir könnTen gemeinsam lernen, dem tanz nach
    der alten pfeife aus den vergangenen jahrhunderten FRIEDLICH ZU
    WIDERSTEHEN
    !

    ————————————————————-

    so verstehe ich den 360 grad raum – ich
    hoffe, dass notwendige vielfalt und abgrenzung möglich bleibt und
    AUSGRENZUNG die AUSGRENZER trifft. ich bin an konkreten experimenten
    und einem vernetztem laboratorium zur gemeinsamen entwicklung von
    ideen, unsere trennende und vergiftete lebensweise zu überwinden,
    interessiert. die form der bewertenden vereinfachung meiner
    beobachtungen habe ich gewählt, um auf das wesen der idee von
    kooperativem denken hinzuweisen.

    für mich ist es eine
    entscheidungsfrage wie wir den mahnwachen begegnen. der
    alleinvertretungsanspruch durch die behauptung legitimer ideen oder
    der eigenen integrität kippt !

    Wir könnTen lernen, uns menschen
    MÜNDIGKEIT zuzuMUTen und im offenen diskurs gemeinsam herausfinden
    wie unwichtig die redner – wie wichtig unterschiedlichkeit und
    abgrenzung UND wie giftig ausgrenzung ist.

    Das selbstverständnis der mahnwachen
    besteht für mich darin, die positionen eines kirners, eines
    elsässers oder eines shahyar zu hören, sich damit
    auseinanderzusetzen und die redner daran zu messen, ob sie in der
    lage sind sich der idee des kooperativen denkens anzuvertauen.

    die menschen werden es sein, die
    spüren welcher positionen im konfrontativem denken vergiftend sind.
    menschen wie lars mährholz sind es, die uns einladen, mit geduld und
    gegenseitigem vertrauen die chance zu erkennen uns zu entgiften und
    das wieder miteinander reden zu lernen.

    in diesem sinne biete ich die
    auseinandersetzung mit meiner wahrnehmung an und empfehle, die
    möglicherweise durch versinnbildlichende formulierungen ausgelösten
    blockaden, auszuhalten. über ideen die von mir angesprochenen und
    naturgemäß spannungsbeladenen inhalte in annehmbarere und
    übersichtlichere form zu bringen, würde ich mich freuen – ich sehe
    es als element konstruktiver entwicklung, ideen oder personen nicht
    vor das leben zu stellen.

  • 11
    FLorian Hohenwarter says:

    Jetzt kommt die LINKE und versucht die Friedensdemo zu spalten!!!
    Wenn er behauptet Elsässer wäre rassistisch, dann soll er Zitate liefern, die das belegen.
    Ansonsten betreibt er nichts anderes als Verleumdung!!!

    • 11.1
      Horst Laugallies says:

      Vor allem, in Elsässers bisher einziger Berliner Mahnwache Montagsdemo Rede wird man nichts rechtes oder rassistisches finden. Soweit ich erinnere, waren sogar Wecker oder andere Kritiker überrascht das die eher Links angelegt war. Bei der politischen beruflichen Biographie von Elsässer auch kein Wunder.
      Manche Leute sollten auch wirklich mal ihre Prioritäten auf die Reihe bringen, nach einem weiteren großen Krieg hier in Europa kräht kein Hahn mehr danach, wer was war oder vielleicht doch nicht.

  • 12
    Gast says:

    Sie machen es sich ja wirklich einfach Herr Shahyar ! Einfach mal die Rassismuskeule überziehen und fertig ist der Lack.
    Wenn ich nur den Titel des Posts von Elsässer lese und nicht den ganzen Text, dann könnte ich Ihnen Recht geben. Aber mensch muss natürlich den ganzen Text lesen und dann wird klar, dass JE eine kritische Position hat zu dem Phänomen der nach Deutschland einwandernden Roma – und er weist darauf hin, dass diese armen Leute in Bulgarien im Stich gelassen worden sind … und von eig. Landsleute zum Zwecke der Ausbeutung dt. Sozialsysteme hierher gebracht werden …
    Daraus dann Rassismus zu konstruieren und Herrn Elsässer vorzuwerfen, ist einfach falsch und unfair.

  • 13
    Prohumani says:

    Elsässer ist seit Jahren eine feste Größe der Bewegung. Und vor allem hat sein Wirken dazu beigetragen, dass diese Mahnwachen / Bewegung überhaupt entstanden ist. Es ist alles ein Schwarm. Jeder für jeden. Ob nun ein Lars oder sonst wer den 1. Schritt macht; es haben alle was dazu beigetragen dass dieser 1. Schritt gemacht wurde. Jürgen ist Klasse!! Und ich sage das als MIGRANT! Ich hab ihn auch persönlich getroffen und bin begeistert über seine perfekte Denkweise. Ich lege meine ausländische Hand ins Feuer für ihn! Gott beschütze ihn vor MainshitPC Politdarstellern.

    • 13.1
      gast says:

      was denn für eine Bewegung? und wie so seit drei jahren? ich habe mit dem nichts zu tun, finde zwar nicht das er rechtsradikal ist, finde ihn aber nicht toll.
      ich finde es gut das die Bewegung ohne Selbstdarsteller auskommt, die gibt es jetzt seit ein paar Wochen. Bei was anderem würde ich nicht mitmachen.

  • 14
    Horst Laugallies says:

    Vielfalt und Toleranz sind ja in bestimmten Kontexten immer gerne gesehen, wieso nicht bei Friedensdemonstrationen?
    Wenn diese wegen Spaltung und daher mangels Masse eventuell versagen, erwischt ein neuer Krieg doch eh jeden, egal ob links, rechts, grün, homosexuell, Migrant oder was auch immer.

    Bitte die Prioritäten sortieren, schon Wilhelm II meinte vor WK 1: „Ich kenne keine Parteien mehr, nur noch Deutsche“ Warum soll diese Einstellung nur gelten oder funktionieren, wenn es auf einen Krieg geht und nicht dagegen?

  • 15
    Horst Laugallies says:

    Lieber Herr Pedram Shayar, das witzig-ironische ist, das Elsässer als Mitgründer der Anti-Deutschen einen Teil ihrer Argumentation wunderbar verstehen kann, weil er selbst mal so dachte. Es geht ja um Friedensdemos und Frieden bewahren und erhalten kann man nur dadurch, das man auch mit Leuten redet wo man glaubt das ginge nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen das sie nach einem Gespräch mit Elsässer positiv überrascht sind.
    Krieg entsteht auch wegen Feindbildern an denen man nicht arbeiten will und was wären das für verlogene traurige Friedensdemos wo alle Beteiligten oder die gerne teilnehmen würden, nicht mal miteinander können?

  • 16
    Valeria Damiroxa says:

    Die „Linke“ Partei wird von Opportunisten geleitet und manipuliert -welche jetzt zumindest in Lateinamerika als „falsche Linke“ erkannt werden: Sie spielen in BRD die „Linke Opposition“ aber in Lateinameria, Afrika, und Indien sind „Aktivisten“ der BRD „Linke“ NROS – die Front von „links“ welche zusammen mit der Front von „rechts“ die unabhaengigen mitte-links und demokratischen Linksregierugen ganz unverschaemt untergraben.

  • 17
    humorlos says:

    Und schon wieder verzettelt sich eine Bewegung im ich-bin-aber-viel-linker-wie-du Spielchen.

    Was macht ihr eigentlich wenn bei so einer Veranstaltung eine Gruppe NPD Glatzen auftauchen sollte und laut „Nie wieder Krieg!“ brüllt? Nach Herrn Shayars eigentümlicher Logik müssten dann alle anderen laut nach Krieg schreien, damit die Bewegung nicht ihre Glaubwürdigkeit verliert.
    Teile und herrsche von oben war einmal. Heute erledigen wir das schon ganz von selbst.

    • 17.1
      hardy says:

      die npd gehört wie alle parteien zu diesem berühmten teile -und spalte-spielchen.diese partei wurde vom britischen MI5 gegründet und sorgt davor,daß es in deutschland keine bewegung mehr geben kann,der das wohl der deutschen am herzen liegt ,was nicht ausschließt,daß es allen andern auch möglichst gut gehe und ein freundschaftliches verhältnis zu allen völkern und ethnien bestehe.
      deutschland wie übrigens alle andern (noch) nationalen staaten haben aber in der nwo keinen platz und müssen verschwinden.das ist weder zum wohl des deutschen noch irgendwelcher anderen völker.
      ihr solltet wirklich ernsthaft die geschichte neu lernen,nicht die sieger-propaganda,denn eine voraussetzung für frieden ist wahrheit. frieden basiert niemals auf lügen,sondern mit lügen werden kriege fabriziert oder anders gesagt:
      das erste was in einem krieg stirbt,ist die wahrheit!

  • 18
    Lutz Lippke says:

    Ich frage mich, ob dieses Interview wirklich echt ist.

    Der Tenor ist doch:
    1. Wir haben Euch als Neurechte denunziert, das war nicht richtig.
    2. Ihr seid politisch Unbeholfene, die Führung brauchen.
    3. Wir guten Linken werden Euch Unterstützen.
    Anm.: Oder unterwandern?
    4. Wenn ihr dann unsere Bedingungen einhaltet, seid Ihr gute Linke.

    Ich sage es mal ganz deutlich. Wenn dieser angebliche Plan von Pedram Shahyar aufgeht, gehe ich nicht mehr hin. Nicht wegen Pedram Shahyar, sondern wegen der demokratiefeindlichen Gesinnung die hinter diesem Plan steckt.

  • 19
    Oma says:

    Wenn man sich wieder nicht einig wird, dann wird wohl diese Bewegung unter gehen. Doch ich habe die Hoffnung, dass alle Menschen selbst denken können, sich selbst ein Bild machen (dank Internet), selbst die Reden anhören, sich erst dann eine eigene Meinung bilden, auf ihr Herz und Gefühl verlassen, hört endlich auf in rechts und links euch zu trennen, gerade das macht eine neue Freidensbewegung wieder kaputt, nur gemeinsam, miteinander, ist etwas für die Menschen zu erreichen, ich bin sehr enttäuscht, dass die Medien diese Freidensbewegung seit Wochen verschweigen, wovor hat man Angst, vor dem eigenen Volk? Ich habe 1989 mit erlebt, da hat man auch zuerst alles verschwiegen, das Volk als Mob bezeicnet, doch der Unmut des Volkes ist da und die Politik spieglet nicht den Willen des Volkes wider- übrigens , ich gehöre keiner Partei an und werde auch in keine eintreten, ich bin eine Oma mit 5 Enkeln und die sollten keinen 3. Weltkrieg erleben, doch wenn man sich nicht einig ist, dann wird es wohl immer weiter gehen mit dieser Expansionspolitik des best. Systems. Bisher hat die Geschichte bewiesen, dass kein System ewig währt! Nur ein Krieg wäre auch das Ende der Menschen, zumind. in Mitteleuropa. Also gemeinsam- miteinander und für die Menschen, für den Frieden!!!! Die wollen sicher alle keinen Krieg, in keinem Volk, nur wer am Krieg verdient , will ihn, und das wissen auch schon alle. Das Volk ist nicht dumm. Haben per Livestream die Reden am 5.5. in Berlin die Mahnwache mitverfolgt und waren begeistert. Bloß, warum wird nicht darüber berichtet? Schon im Kindergarten lernen meine Enkel, es geht nur miteinander.

  • 20
    Thomas D. says:

    Jürgen Elsässer rechts? Das ich nicht lache … Aber genau das ist es was ich befürchte, dass sich Personen, wie ein Herr Shahyar, den ich ehrlich bis dahin überhaupt nicht kannte, einmischen, sich darüber profilieren und anfangen die Redner der Mahnwachen zu diskreditieren um die Bewegung zu spalten. Hier geht es nicht um rechts oder links!!!!! Lasst bitte nicht jeden zu Wort kommen, sonst laufen die Mahnwachen Gefahr instrumentalisiert zu werden.

  • 21
    maggo says:

    Erst Friedensdemonstranten als neu-rechts diffamieren und jetzt noch schnell Wählerstimmen absahnen, oder was ? Was soll dieser ständige „Wir sind doch eigentlich die Linken“ scheiß ? Von Frieden schwafeln aber dann gegen andere Personen hetzen ? Ich hoffe alle hierarchisch strukturierten Organisationen treten bald ab!

  • 22
    gast says:

    Ganz einfach! Links und rechts sind für mich persönlich Geschichte. Entweder Wahrheit,
    Selbstwert und Achtung vor dem Mensch oder eben Babylons Imperium!

    Ich werde in Zukunft alle in einen Topf werfen die sich für das
    babylonische Ziel aussprechen, ob indirekt oder direkt ist mir gleich!
    Einfache Dummheit, Ignoranz oder Minderbildung sind keine Ausreden mehr
    in unserer Zeit wo uns das Internet alle Möglichkeiten schenkt uns zu
    bilden und unseren Horizont endlich frei zuerweitern!

  • 23
    cabanni says:

    Rassist ist wer seine eigene Rasse vor Ausrottung und Vermischung schützen will und in dem gewisse Gefühle aufkommen.

    Ich liebe die weißen Menschen um mich herum wenn ich aus der Haustür trete, die mit mir hier aufgewachsen sind, ich kenne sie und weiß wem ich vertrauen kann und wem nicht. Unter ihnen bin ich zu Hause.
    Rassismus ist ein menschlicher Instinkt der in jedem wohnt und der diese Liebe schützt, den Bestand und die Erhaltung der eigenen Rasse. Instinkte stehen über unseren Willen, in der ganzen Schöpfung sind es die Instinkte die die Geschöpfe einer Art, über den Tot hinaus miteinander verbinden und die Art zum handeln anleitet um den Fortbestand zu sichern. Instinkte stehen also über unserem Leben. Das einzige wovor ich warne ist aus dem Instinkt eine Ideologie zu machen. Leute wie Shayar mit ihren Forderungen und ihrer KLAREN IDEOLOGIE (deren Ziele keine guten sind) BESCHWÖREN so eine rassistische Idiologie aber geradezu als GEGNERSCHAFT hervor. Die Lüge ist auch hier wie immer die Wurzel des Bösen, denn Shayars Idiologie wird dafür sorgen das sich der Instinkt sein Recht mit GEWALT holt und sich durchsetzt, ob im kleinen mit den verzweifelten Amokläufern um die Ecke, oder einer rassistischen Bewegung und das wäre dann böse.

    In Anbetracht dessen was in der Bibel steht über die Völker und dessen was uns unser Instinkt sagt, widerspricht die Vermischung der Völker dem willen Gottes und da Rassismus ein Instinkt ist, ist Rassismus zwangsläufig ein Menschenrecht!

  • 24

    […] Jürgen Elsässer. In den 1970er Jahren hat er beim Kommunistischen Bund ganz links angefangen, jetzt schreibt er für das rechtspopulistische & schwulenfeindliche Magazin “Compact”. Gestern hielt er vor dem Kanzleramt eine Rede, die mit “Halt die Fresse” Rufen begleitet wurde.   […]