Besorgte Bürger siegen: Eine fatale Entscheidung des Presserats

31. März 2017 - 14:28 | | Gesellschaft | 2 Kommentare

Herkunft und Religion von Straftätern sollen in Zukunft genannt werden, wenn ein begründetes öffentliches Interesse vorliegt – Der Presserat verliert Glaubwürdigkeit. Ich höre die Sektkorken einiger Redaktion immer noch knallen und die besorgten Bürger immer noch jubeln, nachdem die Richtlinie 12.1 des Pressekodex geändert wurde. Zuvor sollte die Herkunft von Straftätern und Verdächtigen nur genannt werden, wenn ein „begründeter Sachbezug“ zur Straftat bestand. Mittlerweile ist das „begründete öffentliche Interesse“ ausschlaggebend. Soll heißen. Wenn sich die […]

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Ein Jude in Neukölln – Kampf gegen jede Diskriminierung

19. Dezember 2016 - 18:05 | | Kultur | 1 Kommentare

„Ein Jude in Neukölln“, heißt das Buch. Das klingt wie: ein Schaf unter Wölfen. Armin Langer ist der Jude, um den es geht. Er ist alles andere als ein Schaf, das der Herde blind folgt. Und für ihn, den Juden, klingt der Titel wahrscheinlich eher wie eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat und deren Bewohnern, als eine Bedrohung. Ármin Langer wurde 1990 in München als Sohn ungarischer Migranten geboren. Er wuchs in Wien und Sopron (Westungarn) […]

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Diskriminierung qua Gesetz – Kopftuch ein Entlassungsgrund?

15. Juli 2016 - 10:26 | | Politik | 1 Kommentare
Urteilt beendet Kopftuchverbot für Lehrerinnen – mhobl CC BY-ND 2.0

In Deutschland gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Laut dem ersten Paragraphen darf niemand wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität diskriminiert werden. Ein Urteil des EuGH könnte das AGG einschränken. Die Studie „Diskriminierung am Arbeitsmarkt“ aus dem Jahr 2014 ergab, dass sich Personen mit türkisch klingenden Namen sieben Mal bewerben müssen, um zu einem Einstellungsgespräch eingeladen zu werden. Ihre Mittbewerber mit deutsch klingenden Namen […]

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Muslime nach einem Terroranschlag: Distanzieren. Verurteilen. Schweigen.

4. April 2016 - 11:43 | | Gesellschaft | 2 Kommentare
Grafik: Daniel Kerekes

Nach Terroranschlägen, die im Namen des Islam verübt werden, stellen sich viele Muslime immer wieder die Frage, wie sie reagieren sollen. Distanzieren, verurteilen oder schweigen? Von Said Rezek. Nach Terroranschlägen lassen sich immer wiederkehrende Muster in der öffentlichen Debatte identifizieren. In der Regel werden Muslime dazu aufgefordert, sich vom Terror zu distanzieren. Einige Muslime kommen im vorauseilenden Gehorsam dieser Forderung nach, noch ehe sie gestellt ist – ohne sich über die Bedeutung einer Distanzierung bewusst […]

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