Streikende Stahlarbeiter von Polizei angegriffen!

Solidaritätskundgebung mit den Stahlarbeitern!

Seit 266 Tagen streiken die Stahlarbeiter des “Chalyvourgia Ellados”, am vergangen Freitag hat die griechische Polizei die streikenden mit Trännengas angegriffen um ihren Streik zu berechen. Als Antwort darauf mobilisierte die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME zu einer großen Solidaritätskundgebung vor dem Toren des Stahlwerks.

Auch die KKE veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie sich mit den Stahlarbeitern solidarisiert:

Die KKE verurteilt die Regierung von ND – PASOK – DIMAR als die Hauptverantwortlichen für die Erstürmung des Stahlwerks »Chalyvourgia Ellados« durch Polizeisonderkräfte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft. Wir verurteilen den Einsatz von Tränengas und Pfeffergas, das Verprügeln und die Festnahmen von Streikenden, um den Streikbrecher-Apparat vom Industriellen Manesis zu schützen.

Es bestätigt sich zum wiederholten Mal, dass dieser Staat, die Kapitalisten und ihre Regierungen vereint gegen die Arbeiter, gegen alle um ihr nacktes Überleben kämpfenden Volksschichten vorgehen.

Der Schlag, der in den frühren Morgenstunden nach Gangsterart ausgeführt wurde, zielt nicht nur auf die kämpfenden Stahlarbeiter, die seit neun Monaten für ihre Elementarrechte streiken. Es ist ein Angriff auf die gesamte Arbeiterklasse, um sie zu bezwingen, die barbarische volksfeindliche Politik zu erdulden.

Die KKE fordert den sofortigen Rückzug der Polizeikräfte aus dem Stahlwerk und die Freilassung aller Festgenommenen.

Die KKE ruft zur Stärkung der Solidarität mit dem Kampf der Stahlarbeiter. Der Terror gegen unser Volk darf nicht durchgehen!

Gründe für den Streik

Das Unternehmen, dem das Stahlwerk gehört, gilt als mächtigstes und größtes Stahlunternehmen in Griechenland, allerdings auch als eines der Unternehmen, das seinen ArbeiterInnen die schlechtesten Bedingungen zumutet. Mit dem Beginn der Krise sollten die Bedingungen weiter verschärft werden, so wurden Kurzarbeit und Lohnkürzungen eingeführt. Seit dem 31.Oktober streiken die MitarbeiterInnen des Stahlwerks und können sich starker Solidarität bewusst sein. Gewerkschaftsorganisationen, Studenten- und Schülervereine, Bewegungen der kleinen Landwirte und Selbstständigen zeigen ihre Unterstützungen bei Demonstrationen, aber auch Kundgebung und Blockaden, wenn es zu Streikbrüchen kommen soll. Auch International werden die Streikenden unterstützt. So waren Mitarbeiter des Stahlwerks auch in Deutschland und hielten Veranstaltungen ab.

Der Angriff auf die Stahlarbeiter am vergangen Samstag zeigt, dass die PolitikerInnen  und die Unternehmer Angst haben, vor einer Bevölkerung, die weiß, wie sie sich zur Wehr setzen kann. Schon vor dem vergangenen Freitag kam es zu Gewalt durch die Polizei und Erpressungen durch das Unternehmen, bisher waren die Versuche allerdings nicht in diesem Ausmaße gewesen.

Die Regierung aus Konservativen, der PASOK und der DIMAR hat gezeigt, dass sie kein Interesse hat, dass sich die eigene Bevölkerung gegen das Spardiktat zur wehrsetzt. Die Regierung unterstützte die Aktion der Polizei und sprach davon, dass die UnternehmerInnen geschützt werden müssten, einzig SYRIZA und KKE verurteilten die Gewalt. Die nächsten Tage dürften zeigen, wie lange die Streikenden sich noch halten können.

  • b0k

    “Die Regierung unterstützte die Aktion der Polizei und sprach davon, dass die UnternehmerInnen geschützt werden müssten”
    Das is ja auch echt der Oberknaller…

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