Schröder zeigt der SPD den neoliberalen Weg
Schröder ist kein Linker, das wissen die meisten Bürger in der Bundesrepublik, spätestens seit dem er den stärksten Sozialabbau in der deutschen Geschichte vorangebracht hat. Nun hat sich der Altkanzler wieder einmal zu einem aktuellen Thema, der Politik des französischen Präsidenten Francois Hollande, geäußert und wieder zeigt er wie die Rechte in der SPD denkt.
“Insbesondere die Steuer von 75 Prozent auf Einkommen über eine Million Euro, die Hollande einführen will, bereite Probleme.”
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hätte mit Sicherheit kein Problem, wenn die Reichsten in diesem Land sich stärker an den Lasten beteiligen würden, Schröder, der unter Rot-Grün, die Steuern für die Reichen senkte, kann das natürlich nicht nachvollziehen. Umfragen zeigen aber, dass die Mehrheit der WählerInnen eine höhere Besteuerung für Reiche wünscht. 75% ab dem eine Millionsten Euro einkommen, bei dem deutschen Steuersystem, sind sicher nicht zuviel, wenn man die Möglichkeiten betrachten würde, die eine solche Steuer bringt.
Kapitalflucht und Wachstumsreformen
Die Zeit zeigt deutlich, wenn auch unkritisch: “Schröder lobte die Wachstumsinitiative Hollandes, kritisierte aber die mangelnde Bereitschaft, Strukturreformen beispielsweise auf dem Arbeitsmarkt oder in der Verwaltung umzusetzen.” Was Schröder unter Strukturreform versteht, dass dürften die meisten Menschen, die in Deutschland in Armut leben wissen. Strukturreformen hießen unter Schröder die Einführung der neoliberalen und antisozialen Hartz-IV Gesetze.
“Man kann nicht auf der einen Seite das Wachstum finanzieren, ohne auf der anderen Seite Strukturreformen einzuführen” so der Altkanzler weiter. “Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt bei der Wachstumsförderung auf Strukturreformen. Generell sei es “viel schwieriger”, in Frankreich Reformen durchzusetzen als in Deutschland,” damit hat Schröder definitiv Recht, denn die französischen Gewerkschaften verfügen über das Mittel des Generalstreiks, sie würden es nicht zulassen, dass die Rechte der Arbeitnehmer weiter zusammen gestrichen werden, damit die Reichen profitieren.
Steinbrück weiter auf Schröders Kurs
Nicht nur Schröder zeigte, dass er keinerlei Interesse an sozialen Veränderungen hat. Auch der mögliche Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zeigte wieder einmal, welches Denken im rechten Flügel der SPD verhaftet ist. “Natürlich werden Investoren und Ratingagenturen genau hinsehen, welche Weichenstellungen in Frankreich getroffen werden”, sagte Steinbrück.
Steinbrück zeigte damit deutlich, dass es ihm wichtiger ist, wie die Ratingagenturen und die Banken die Politik des Landes bewerten, als die Wirkungen der Politik auf die BürgerInnen. Die Armut in der viele Menschen in ganz Europa leben und die durch den Sparzwang gesteigert wurde, wurden von Investoren gelobt, hat aber den wenigsten Menschen geholfen.



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