Geld für Alle!
Geld für alle, der Titel könnte auch lauten “Geld für die Finanzlobby”. In Zeiten in denen das Kapital in Schallgeschwindigkeit von Konto zu Konto, von Konsument zu Unternehmen, von Aktionär zu Finanzmanager fließt, muss das System neoliberaler Kapitalismus infrage gestellt werden.
2008 war das System angezählt, viele Menschen hofften auf das Wiedererstarken des Staates, um das längst überfällige Regulieren des Finanzmarktes durchzuführen. Die Politik schrie: “Bändigt diese Bankster” und “Hedge-Fonds, Leerverkäufe & Co. gehören reguliert”. Alles was auf diese Parolen folgte war heiße Luft.
Und eben genau diese heiße Luft kühlt nun ab, das Zocken der Großen Banken geht munter weiter, Vaterstaat springt in die Bresche, versorgt die Banken mit Kapital. Die Regierung fungiert nur noch als Handlanger der Banken, hat nicht mal mehr Autorität als ein gezähmter Hamster.
Neoliberalismus & Konsorten – Nein Danke
Die noch so junge Geschichte lehrt uns, dass der Kommunismus, jedenfalls der DDR-Kommunismus (Staatskapitalismus), nicht erstrebenswert ist. Kein Mensch dieser Erde möchte in seinen eigenen Vier Wänden ausspioniert werden, keiner möchte eine derart ineffiziente Ressourcennutzung, kein Mensch möchte seinen Urlaub jedes mal im eigenen Land verbringen.
Das Kontrastsystem, der neoliberale Kapitalismus funktioniert ebenso wenig wie der bisherige Kommunismus. Zwar ist der einzelne Bürger insofern frei, dass er die Ländergrenzen passieren kann, ist aber gleichzeitig in einem antisozialistischem System gefangen. Wir leben in schnelllebigen Zeiten, in denen das Leben immer komplexer wird, die Ressourcen immer knapper werden und die Menschen immer mehr werden. Wenn wir die Zukunft meistern wollen, bedarf es einem kreativen System, welches sich auf altruistische Säulen stützt. Das perfekte System liegt jedenfalls irgendwo zwischen Kommunismus und Kapitalismus.
In einer sehr unterhaltsamen und lehrenden Dokumentation widmen sich Zwei Reporter der gegenwärtigen “Systemkrise”. Der eine Sucht sein Glück auf dem sich immer kapitalistischer entwickelnden Kuba, während der andere den Öl-Scheichs in Dubai einen Besuch abstattet.

