Brauchen wir immer mehr Wachstum?

Wir brauchen doch immer mehr Wachstum, damit wir unseren Wohlstand erhalten können und weiterhin den anderen Nationen überlegen sind oder etwa nicht?
Ist es möglich eine gesunde Volkswirtschaft zu schaffen ohne den ständigen Zwang mehr Wachstum und mehr Gewinne zu schaffen?
Mit dieser Frage wird sich Attac bald beschäftigen auf einem Kongress, die Pressemitteilung zu diesem interessanten Kongress kann man hier lesen:

Die anhaltend massiven Proteste gegen Atomkraft machen deutlich: Die Zeit für den Atomausstieg und eine Energiewende ist überreif. Doch wie viel Energie kann ökologisch nachhaltig erzeugt werden? Und reicht diese für den stetig steigenden Bedarf einer kontinuierlich wachsenden Ökonomie? Oder gilt es, grundsätzlicher umzusteuern – weg von einer Wirtschaftweise, die auf kontinuierliches Wachstum und damit auf Hochrisikoenergien wie Atomkraft, Öl und Kohle angewiesen ist? Ein Ort, diese Fragen zu diskutieren, ist der Kongress “Jenseits des Wachstums?!” vom 20. bis 22. Mai an der Technischen Universität Berlin, den Attac in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-, der Heinrich-Böll-, der Otto-Brenner- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorbereitet.

Wir laden alle, insbesondere die Anti-Atom-Bewegung ein, über das klare Nein zur Atomkraft hinaus zu diskutieren, wie eine Gesellschaft gestaltet werden kann, die bis zu einem ökologisch verträglichen Maß kontinuierlich weniger Energie verbraucht. Die Nutzung der Atomenergie und die Illusion eines permanenten Wachstums sind zwei Seiten derselben Medaille. In Fukushima ist das Industrialisierungsmodell der vergangenen 200 Jahre an seine Grenzen gestoßen.

Die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie, die Endlichkeit fossiler Rohstoffe und die Klimakrise machen ein Umsteuern hin zu einer Ökonomie jenseits des Wachstumszwangs notwendig – zumal sich auch das neoliberale Versprechen, vom Wachstum würden alle Menschen profitieren, nicht erfüllt hat. Im Gegenteil, die sozialen Unterschiede in der Welt haben sich weiter verschärft. Es ist Zeit, mit der Wachstums- und Profitlogik zu brechen. Wir brauchen eine sozial gerechte, alternative Wirtschaftsordnung mit einem Minimum an Naturverbrauch. Wie wir dahin kommen – darüber wollen wir uns bei dem Kongress austauschen.

Attac fordert den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie ohne Entschädigung der AKW-Betreiber und eine Aufteilung der Stromkonzerne in demokratisch kontrollierbare Einheiten. Das Netzwerk kämpft für eine atomstromfreie und klimagerechte Welt auf der Basis erneuerbarer Energien ohne Kohle- und Atomkraftwerke und setzt sich für einen sozial gerechten, ökologischen Umbau der Wirtschaft ein.

Zu dem Kongress werden rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Die Palette der etwa 70 Veranstaltungen reicht von großen Podien und Foren über Workshops und Überblickskurse bis hin zu künstlerischen Interventionen. Dabei sind mehr als 100 Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland.

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