Zeig ethnischer Diskriminierung die rote Karte!

“Mein Vater sprach immer davon, die drei großen Übel zu überwinden: Armut, Militarismus, Rassismus. Schauen Sie, wo wir heute stehen.” sprach Martin Luther King vor Jahrzehnten. Die Situation hat sich nicht verändert, wir leben immer noch in einer Welt voll Krieg, Armut und Diskriminierung. Das letzte Jahrzehnte war ein Jahrzehnt der Gewalt, die auf ethnischer Diskriminierung beruhte. In ganz Europa wurden Menschen von Nationalisten ermordet.

Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung von 2010 hegt ungefähr ein Drittel der deutschen Bevölkerung die Vorstellung, das Land sei “durch die vielen Ausländer in gefährlichem Maße überfremdet” und man “die Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken” solle, wenn die Arbeitsplätze knapp werden, da diese sowieso nur hierhergekommen seien, “um unseren Sozialstaat auszunutzen”.
Der latente Rassismus ist tief verankert in unserer Gesellschaft und die erst kürzlich öffentlich gewordenen Morde des National-Sozialistischen-Untergrundes sind nur die Spitze des Eisberges.
Aber auch der Fall in Oslo hat uns zu tiefst erschüttert.
Ist es wirklich nur ein Angriff eines nicht zurechnungsfähigen Menschen gewesen??
Wir haben uns zusammengeschlossen als Studenten der Universität Essen um laut zu werden und diese Situation offen anzuklagen. Diskriminierung führt zum Tod doch sie ist ein Alltagsphänomen, wir wollen mit der Aktion “Zeig´ ethnischer Diskriminierung die Rote Karte” auf die Situation aufmerksam machen und in der Uni dafür sorgen, dass jeder sich mit dem Problem auseinandersetzt. Kein Mensch in Europa soll sich mehr sorgen machen müssen, wegen seiner Herkunft, seiner Religion, seiner sexuellen Einstellung oder seinem Geschlecht weswegen der Person diskriminiert, beleidigt oder sogar ermordet zu werden kann.
Am 14.12.2011 von 11.45 Uhr bis 12.45 Uhr, werden wir auf dem Campus der Universität Essen eine Kundgebung zu diesem Thema durchführen.

  • http://twitter.com/0815Klaus Klaus Hoffmeister

    Das ist ein sehr guter Vorsatz. Und ich wünsche, daß diese Innitiative ein Erfolg wird.
    Leider wird in der Politik viel über dieses Thema geredet und jeder nimmt für sich
    in Anspruch, daß dies für alle ein Muß sei.
    Leider ist dies aber nur eine Alibifunktion.
    Solange Leute wie Sarrazin öffentlich ihre ausländerfeindlichen Anschuldigungen
    in Umlauf bringen, wird mir Angst und Bange.
    Frau Kristina Schröder sollte doch für dieses Thema verantwortlich sein, aber was
    macht sie?. Sie relativiert den rechten Extremismus und weist auf die Gefährlichkeit
    von Links hin.

    • Bingast

      Solange ungebremst jeder Schwerkriminelle dieser Welt ohne auch nur die kleinste erlaubte Kritik in Europa einfallen darf, wird mir ehrlich gesagt Angst und Bange. Sarrazin und andere Buchautoren bringen keine ausländerfeindlichen Anschuldigungen in Umlauf. Sie kritisieren und zwar an hand von Fakten. Das weiß man allerdings nur, wenn man die Bücher auch liest, anstatt nur linksgedreht und realitätsfremd daherzuschwafeln!

      Und wenn man sich mit einem Problem “auseinander setzen” will, sollte man auch alle Aspekte betrachten. Medaillen haben nämlich bekanntlich zwei Seiten.

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