Artikel-Schlagworte: „südamerika“

Territorien des Widerstands

Raul Zibechi

Im Mittelpunkt von Raul Zibechis Arbeit über die „sociedades en movimiento“ (Gesellschaften in Bewegung) stehen „los de abajo“ (die von unten), die er als Ablösung der klassischen sozialen Bewegungen sieht. Seiner Ansicht nach ist die Kontrolle der städtischen Armen eines der vordringlichsten Ziele der Regierungen, der Finanzorganisationen und der Militärs.

Ein Mittel zur Kontrolle dieser Bevölkerungsgruppe sind Sozialpläne, die es ermöglichen genauere Kenntnisse des Alltagslebens zu erwerben. „Aus dieser Sicht stellen Sozialpläne und die Militarisierung der armen Peripherie zwei Seiten derselben Politik dar, die versucht, jene Bevölkerungsgruppen zu kontrollieren, die sich auβerhalb der Reichweite des Staates befinden.“ In einer Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Situation stellt er fest, dass die herrschende Klasse versuche, „die Existenz von drei Schichten sicherzustellen, um ihre Privilegien besser verteidigen zu können, während die Unterschichten auf ein Zweiklassenmodell zielen, um diese Privilegien besser angreifen zu können.“ Dieses Drei-Klassenmodell läβt sich, seiner Ansicht nach, sowohl auf die Welt als auch auf die Städte übertragen. Ein Problem der Herrschaft vieler lateinamerikanischer Länder sei es, dass sich die Mittelschicht und auch die Arbeiterschaft im Niedergang befinde, während sich die Armen im Aufstieg befinden. Er sieht in vielen städtischen Peripherien Territorien, die sich der Kontrolle der Mächtigen entziehen. In Lateinamerika besteht die Tendenz, dass sich auch progressive Regierungen biopolitischer Techniken mittels sozialer Programme bedienen. Auch vertritt er die Ansicht, dass auch die lateinamerikanische Linke der Armenvierteln eher mit Misstrauen als mit Verständnis begegnet. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Kampf gegen Drogen – Zentralamerika im Fokus der Mafia

Mordwaffe Cannabis? - Bildquelle:Flickr

Guatemalas Vizepräsidentin Roxana Baldetti  hat gemeinsam mit dem Präsidenten Guatemalas, Otto Perez Molina, einen Erfolg bei dem Kampf für eine Legalisierung von Drogen erziehlt. Bei einem Gipfeltreffen aller Staatschefs des zentralamerikanischen Integrationssystems in Honduras wurde beschloßen ein gemeinsames Treffen zu organisieren, um die Debatte über die Legalisierung von Drogen zu fördern. Die entsprechende Debatte war im Januar vom guatemaltekischen Staatschef Otto Pérez Molina in Gang gebracht worden, da er erkannte, dass die aktuelle Drogenpolitik den Ländern Zentralamerikas schadet.

Die Anwesenheit aller Staatsführer bei diesem Gipfel und der Beschluss sich gemeinsam mit neuen  Ideen auseinanderzusetzen, zeugt deutlich, dass die Staaten die Probleme im Kampf gegen den Drogenhandel gemeinsam lösen wollen. Die Staaten Zentralamerikas werden immer stärker von Drogenbaronen als Route missbraucht, um ihre Drogen nach Mexico, Kanada und die USA zu bringen. In keiner anderen Region weltweit, die nicht von Kriegen geplagt ist, werden mehr Menschen Opfer von Morden. Die Kriminalitätsrate ist in den letzten Jahr stark angestiegen.

Zustimmung steigt Diesen Beitrag weiterlesen »

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