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Menschenleben oder Kapital – Strafen und Gerechtigkeit?
In zwei spektakulären Fällen hat das Berliner Landgericht Urteile gefällt, die Urteile sind dabei noch spektakulärer als die Fälle. Für sieben Jahre muss ein junger Mann, der Autos angezündet hat und einen Schaden von mehr als einer Million verursachte, in den Knast. Ein Schläger, der einen jungen Mann bis in den Tod gehetzt hat, ist dagegen frei. Die Urteile werfen die Frage auf, was denn nun mehr Wert ist – Menschenleben oder Kapital?
Der erste Fall, ist der Fall von André H, er muss wegen Brandstiftung für sieben Jahre ins Gefängnis. Das Urteil wurde am Dienstag in der 17. Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin gefällt. Bestraft wird der Angeklagte dafür, dass er laut Gericht von Juni bis August 2011 in Berlin “insgesamt 80 hochwertige Fahrzeuge mittels Grillanzünder in Brand gesetzt und dies bei weiteren sechs Fahrzeugen versucht” habe. Bei zwei Brandschlägen griffen die Flammen auf benachbarte Wohnhäuser über. Insgesamt hat er einen Schaden von ungefähr einer Millionen Euro verursacht, eine hohe Summe, aber kann man sie mit einem Leben vergleichen?
Leben gefährdet – aber unbeabsichtigt Diesen Beitrag weiterlesen »

