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Gegen Kirchenprivilegien und religiöse Bevorzugung!
Am 15. April beginnt in Östereich ein Volksbegehren gegen die Kirchenprivilegien. Die Initiative hatte Anfang Januar die nötige Anzahl Unterschriften für die Erzwingung des Volksbegehrens vorgelegt. Das Volksbegehren zeichnet sich dabei nicht durch Religionsfeindschaft aus, sondern den Willen eine Gesellschaft zu schaffen, in der die Menschen gleichberechtigt sind. Unterstützt wird es von Grünen und der KPÖ.
„Religionsfreiheit ist ein Grundrecht, aber keine Aufgabe des Staates. Die Trennung von Kirche und Staat ist ein Akt der demokratischen Hygiene eines Landes, was aber noch nicht ins Bewusstsein der politischen Eliten vorgedrungen ist“, meint Furtlehner, Sprecher der KPÖ. Auch die Grünen sehen das ähnlich und fordern, dass alle Menschen vor Gesetz gleichgestellt werden. Auch auf der Internetseite des Bündnisses wird klargestellt, dass man nicht gegen Religion ist, sondern die Privilegierung einer Religionsgemeinschaft: “Der Staat zieht eine willkürliche Grenze durch die Bevölkerung und privilegiert Menschen, deren religiöse Weltanschauung gesetzlich anerkannt ist gegenüber jenen, deren Weltanschauung nicht gesetzlich anerkannt ist, bzw. Menschen die an keine überirdischen Phänomene glauben.”
Abschaffung der Privilegien Diesen Beitrag weiterlesen »
Kritische Literaturtage 2012 – “Bücher statt Panzer”
In wenigen Tagen ist es soweit! Bereits zum dritten Mal finden in Wien am 26. und 27. Oktober 2012 die „Kritischen Literaturtage“ statt, eine Literaturmesse abseits des kommerziellen Mainstreams. Zentrales Motto der KriLit’12, die heuer in der Brunnenpassageam Yppenplatz in Wien-Ottakring durchgeführt wird, ist „Bücher statt Panzer“. Während das Bundesheer am Heldenplatz seine Kriegsgeräte präsentiert, schärfen wir die Waffen der Kritik.
Vor wenigen Tagen haben wir auf alle teilnehmenden AustellerInnen sowie das komplette Programm veröffentlicht. Hier die Eckpunkte:
AUFTAKTDISKUSSION am 25. Oktober 2012, 19.30 Uhr:
“Voneinander lernen. Soziale Bewegungen gestern und heute”
mit Rolf Schwendter, Renate Nahar, Anna Rosenberg u.a.
im ETAP (1160, Neulerchenfelderstr. 13), anschließend Party mit DJ-Line Diesen Beitrag weiterlesen »
Östereich bald mit einer starken Linken?
Die Linke und SYRIZA stehen für die wohl erfolgreichsten Projekte der neuen Linken in Europa, die kommunistische Partei Östereichs hat in den letzten Jahren wenig Grund zur Freude gehabt. Dies soll sich bald ändern. Die KPÖ plant die Gründung einer Gesamt-Linken-Liste für die nächsten Nationalratswahlen.
Die KPÖ Österreich, gegründet 1918 und damit eine der ältesten kommunistischen Parteien der Welt, dürfte bei den nächsten Nationalratswahlen, nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen. “Wir haben im Bundesvorstand beschlossen, die Möglichkeiten für ein linkes Bündnis zu sondieren”, sagt KPÖ-Chef Mirko Messner. Wenn sich genug interessierte Kräfte finden würden, wird die KPÖ bei der nächsten Wahl nur eine der Parteien und Akteure im Wahlbündnis sein. Politisch soll die Bewegung “links von SPÖ und Grünen” angesiedelt sein. Es gebe Interessenten aus Kreisen der Gewerkschaft, der SPÖ, der Grünen bis hin zu NGOs, die sich nach einer linken Alternative sehnen.
Kommunistische Partei kein Selbstzweck Diesen Beitrag weiterlesen »
Jean Ziegel und der Angriff des Großkapitals – Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind!
Der Schweizer Soziologe und ehemalige sozialdemokratische Abgeordnete, Jean Ziegler (77), sollte die Eröffnungsrede bei den diesjährigen Salzburger Festspielen halten. Nach massivem Druck durch Banken und andere Großkonzerne wurde ihm aber in letzter Minute abgesagt, damit er seine kritische Rede nicht hält. Die Begründung war Zieglers angebliche Nähe zu dem libyschen Präsidenten und Mörder, Mumar al Gadaffi, die sowohl von Ziegler als auch von der libyschen Regierung zurück gewiesen wurde!
Mit dem Angriff auf die Meinungsfreiheit und auf den berühmten Menschenrechtler, der auch für die UNO arbeitet, haben sich die Konzerne eher selbst geschadet, denn die Rede könnt ihr nun hier lesen:
Sehr verehrte Damen und Herren,
alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 37.000 Menschen verhungern jeden Tag und fast eine Milliarde sind permanent schwerstens unterernährt. Und derselbe World-Food-Report der FAO, der alljährlich diese Opferzahlen gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Phase ihrer Entwicklung problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung normal ernähren könnte.
Schlussfolgerung: Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine Fatalität für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.
Gestorben wird überall gleich. Ob in den somalischen Flüchtlingslagern, den Elendsvierteln von Karachi oder in den Slums von Dhaka, der Todeskampf erfolgt immer in denselben Etappen. Bei unterernährten Kindern setzt der Zerfall nach wenigen Tagen ein. Der Körper braucht erst die Zucker-, dann die Fettreserven auf. Die Kinder werden lethargisch, dann immer dünner. Das Immunsystem bricht zusammen. Durchfälle beschleunigen die Auszehrung. Mundparasiten und Infektionen der Atemwege verursachen schreckliche Schmerzen.
Dann beginnt der Raubbau an den Muskeln. Die Kinder können sich nicht mehr auf den Beinen halten. Ihre Arme baumeln kraftlos am Körper. Ihre Gesichter gleichen Greisen. Dann folgt der Tod.
Die Umstände jedoch, die zu dieser tausendfachen Agonie führen, sind vielfältig und oft kompliziert.
Ein Beispiel: die Tragödie, die sich gegenwärtig (Juli 2011) in Ostafrika abspielt. In den Savannen, Wüsten, Bergen von Äthiopien, Djibouti, Somalia und Tarkana (Nordkenia) sind 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit fünf Jahren gibt es keine ausreichende Ernte mehr. Der Boden ist hart wie Beton. Neben den trockenen Wasserlöchern liegen die verdursteten Zebu-Rinder, Ziegen, Esel und Kamele. Wer von den Frauen, Kindern, Männern noch Kraft hat, macht sich auf den Weg in eines der vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge und vertriebene Personen eingerichteten Lager.


