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Freiheit für Mumia Abu-Jamal – Für die Abschaffung der Todesstrafe

Freiheit für Mumia!

Mumia Abu Jamal sitzt seit mehr als 30 Jahren im Gefängnis, vor wenigen Monaten wurde er von Todesstrafe auf lebenslänglich abgestuft, obwohl nicht geklärt ist, ob er sich überhaupt eines Verbreches schuldig gemacht hat. Mumia Abu Jamal hat in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, wie wichtig Antikapitalismus ist und welche Werte die kapitalistische Gesellschaft ausmachen.

Im Bundestag wurde vor wenigen Tagen über einen Antrag der Linken abgestimmt, der sich zur Solidarität mit Mumia Abu Jamal bekennt und die Abschaffung der Todesstrafe fordert. In den USA ist der Kampf gegen die Todesstrafe in den letzten Jahren immer stärker geworden und einige Staaten denken darüber nach die Todesstrafe zu verbieten oder haben dies bereits getan.

Solidarität mit Mumia

Annette Groth, Bundestagsabgeordnete der Linken, hat eine beeindruckende Rede gehalten, die die Notwendigkeit der Solidarität mit Mumia aufzeigt und Widerstand gegen das aktuelle Bestrafungssystem einfordert: Diesen Beitrag weiterlesen »

Connecticut schafft die Todesstrafe ab!

Todesstrafe - Bildquelle: Amnesty International

Vor wenigen Tagen das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates Connecticut ein Gesetz verabschiedet, das der Senat des Staates bereits am 5. April gebilligt hatte. Es legt als Höchststrafe anstelle der Todesstrafe lebenslange Haft ohne die Möglichkeit vorzeitiger Haftentlassung fest. Gouverneur Dannel Malloy, der ebenfalls für die Abschaffung der Todesstrafe ist, hat bereits angekündigt, das Gesetz zu unterschreiben und ihm damit Rechtskraft zu verleihen.

Die Abschaffung der Todesstrafe ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer menschlicheren Politik, in der das Motto “Auge um Auge, Zahn um Zahn” ausgedient hat.

Wirtschaftliche Gründe für die Abschaffung der Todesstrafe

Grund für die Abschaffung der Todesstrafe scheinen aber vor allem wirtschaftliche Gründe zu sein, wenn man amerikanischen Medien glauben darf. So schrieb der Inhaftierte Journalist, Mumia abu Jamal, :

Viele US-Bundesstaaten sehen sich durch ihre erheblichen finanziellen Probleme dazu gezwungen, ihre Dollars und Cents sehr genau zu zählen, und unter der Warte dieser strengen Mathematik geht die Rechnung mit der Todesstrafe einfach nicht auf. Vor dem Hintergrund aufwendiger Berufungsinstanzen und der anspruchsvollen Komplexität der Todesstrafenrechtsprechung stellen diese Staaten die laufenden materiellen Kosten über den Symbolcharakter der Todesstrafe und fragen sich: Sollen sie in jedem Einzelfall Millionenbeträge für die Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe aufbringen? Oder wäre es nicht besser, nur ein paar hunderttausend Dollar für die lebenslange Unterbringung eines Gefangenen auszugeben, der zudem noch als Arbeitskraft zum Nulltarif dienen kann?

Es ist natürlich enttäuschend, wenn die Todesstrafe nur abgeschafft wird, weil sie zu teuer ist. Für die Menschen, denen die Todesstrafe drohte, ist es allerdings ein Erfolg. Die Bewegung gegen die Todesstrafe gewinnt in den USA immer mehr Anhänger, da viele Menschen erkennen, dass es sich bei der Strafe um die barbarischste Form der Rechtssprechung handelt!

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