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“Wenn ich keine Freiheit habe, warum lebe ich dann?”

Mohammed

Mohammed

Bei meinem Kairo-Aufenthalt habe ich viele Menschen kennengelernt , deren Stimme es verdient, gehört zu werden. Mit dem Aktivisten Mohammad F. konnte ich ein inspirierendes Interview führen über seine Hoffnungen, die Rolle der Polizei, die muslimisch-christlichen Konflikte in Ägypten und vieles mehr.
Nora: Ihr habt in der Schule keinen Politikunterricht, weder in der Gesellschaft noch in eurem Bildungssystem werdet ihr zur Demokratie erzogen, um euch ein Fundament für die Kritik am System zu geben.
Wie hast du und viele Andere begonnen, das System zu hinterfragen?

Mohammad: Wir sahen die Korruption im Alltag. Einen Polizisten kannst du beispielsweise immer bestechen, wenn du etwas falsch gemacht hast, damit er dir kein Strafschein gibt.
Wir wurden groß in einer Gesellschaft, in der jedes gute Konzept von Korruption überschattet wird.
Wenn du in eine Einbahnstraße fährst und wirst von der Polizei erwischt, kannst du diese immer bestechen. Dieses Vorgehen kannst du auf alle anderen Bereiche der Regierung übertragen.
Nicht viele Ägypter haben das Privileg wie ich in andere Länder reisen zu können (wie Libanon oder die Schweiz) und die dortigen politischen Systeme kennenzulernen – und hier kommt das Internet ins Spiel. Denn als alle Ägypter Zugang zum Internet bekamen, und dadurch Zugang zu anderen Ländern und Kulturen, dachten sie sich im Vergleich, “wir sind so hintenan, wir sind so isoliert”. Wenn du dich über die Lebensumstände in anderen Ländern und Kulturen informierst, siehst du, dass du garnicht lebst wie andere Menschen es tun. Du merkst, dass es dir an Würde fehlt, an menschlicher Würde. Du fühlst dich, als seist du eine minderwertige Spezies.

N: Du brauchst keine politische Bildung, um politische Unterdrückung zu spüren.

M: Genau. Du siehst die Unterdrückung. Du fühlst – wenn dich ein Polizist oder ein Regierungsangestellter anbrüllt, weil du deine Rechte einforderst – das ist Unterdrückung. Du brauchst keinerlei Bildung, um dies zu spüren.
Sie wollen nicht, dass du gebildet bist. Denn wenn du gebildet bist, bist du für sie gefährlicher und sie können dich nicht so leicht kontrollieren.
Jedenfalls habe ich gemerkt, dass es nicht ok und nicht normal ist, unterdrückt zu werden und darüber zu schweigen. An diesem Punkt haben wir uns über die anderen Ideologien und Lösungen informiert, um zu sehen, was man verändern kann.

N: Wann hast du das erste mal die Dringlichkeit zu demonstrieren gespürt?

M: Das war weit vor dem 25. Januar 2011. Im Jahre 2006 nahm ich an einer kleinen Demonstration gegen Mubarak teil, in der wir ein besseres Schul- und Bildungssystem forderten. Die Polizei behandelte uns, als seien wir Nichts, sie standen rum und taten nichts, außer uns davon abzuhalten, auf die Straße zu gehen. Die Polizei wollte nicht, dass wir gehört werden, denn sie hatte Angst, dass sich immer mehr Menschen uns anschließen und wir uns gegen das Regime vereinen. Deshalb fingen wir an, dem Regime zu misstrauen, wir waren der Überzeugung, dass das Regime nichts für uns tun würde und wir es selbst in die Hand nehmen müssten. Was noch hinzu kam: wir wurden wegen kriminellen Verhaltens angeklagt, obwohl wir nichts verbrochen hatten. Wir lernten damals, dass das Gericht mit dem Regime zusammenarbeitete – wir lernten, es gibt keinen Ausweg. Deine einzige Möglichkeit ist es, dich auf dich selbst zu verlassen, um richtig zu leben.

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“We stay angry” – an interview with a young female protester from Kairo

Yasmine - young Egyptan protester

Yasmine – young female protestor from kairo

 Yasmine, how did you experience the anniversary of the Arab spring on the 25th January this year? Have you been at Tahrir square? There has been a huge amount of violence towards the protestors again with many injured and dead people.

I wanted to go to Tahrir square not to celebrate; because till now i believe there is nothing to celebrate because none of the revolution’s goals or demands has been achieved till now. So I wanted to go to protest against the situation since Morsi governed Egypt, but unfortunately I couldn’t go to Tahrir square because when I decided to go, the subway was blocked by the protestors and there was no transportations to Tahrir. The violence that police used against protestors was not different than how police used to handle protests in Mubarak’s era, on Friday the 25th of January there was almost 300 injured and about 12 dead, and that proves that Morsi lied when he promised Egyptians of democracy, peace, freedom and dignity.

Comparing the actual situation with the situation you started from two years ago. I ask you as a protester – what have you achieved so far?

Two years ago, all Egyptians who protested against Mubarak’s regime demanded: bread, freedom and social equality. in my opinion, the situation now is much worse because none of the three demands where achieved.
For the bread, Morsi’s government limited the number of bread you can buy, now you can only buy 3 loafs of bread per day, just like the soviet union 20 years ago, for the freedom; the government and Morsi banned 2 TV channels from airing their programs, and sued many TV presenters, programs, TV channels, journalists, journals and political figures
because they were criticizing the government, Morsi or even the freedom & justice party. as for the social equality; the government had not yet fixed minimum and maximum salaries for the employees, some employees in Egypt may get paid millions of pounds a month and others may get paid 70 pounds (equivalent to 1 kilograms of meat).
So the only achievement was that a worst president replaces Mubarak, still there is corruption in Egypt that is even more than what used to happen in Mubarak’s era.

 Two years ago you went to Tahrir Square and today you go to Tahrir Square. Did the reasons why you demonstrate change in any way? Diesen Beitrag weiterlesen »

“Wir bleiben zornig” – Ein Interview mit einer jungen Demonstrantin aus Kairo

Yasmine - eine junge ägyptische Demonstrantin

Yasmine – eine junge ägyptische Demonstrantin

Yasmin S. (* 1989) lebt bei ihrer Familie in Kairo und studiert Mass Communication. Trotz der Restriktionen und Verboten ihres Vaters, der sich um sie sorgt, geht die 22-jährige fast täglich auf den Tahrir Platz, um sich dort den tausenden Demonstranten anzuschließen, die dort Tag für Tag unermüdlich für ihre Meinungen und Rechte aufstehen und einstehen. Der tägliche Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Für Demokratie.
Von dem Engagement und der Empörung, von der Stimmung, die zusammenschweißt und täglich Angst und Mut macht, der revolutionären Kraft in Kopf und Körper, können wir uns in der westlichen Welt größtenteils kaum ein Bild machen.
Der Tahrir-Platz wurde vor gut 2 Jahren, dem 25.1.2011 (auch schlagwortartig “25th” genannt) zum Sinnbild des arabischen Frühlings. Der 28.1.2011, als sich die Wellen der Revolution zu einem ersten Höhepunkt auftürmten, wird auch als “Tag des Zorns” bezeichnet; die Empörung der Bevölkerung richtete sich gegen den damals amtierenden ägyptischen Präsidenten Muhammad Husni Mubarak, welcher am 11.2.2011 zum Rücktritt gezwungen wurde. Es deutet jedoch vieles darauf hin, dass sich seitdem die politische, soziale und wirtschaftliche Situation im Sinne der Demonstranten nicht gebessert hat – die Proteste dauern an und richten sich aktuell gegen die Herrschaft des amtierenden, mit 51,7% gewählten ägyptischen Präsidenten und Muslimbruder Muhammed Mursi.  Die Geschehnisse des 2. Jahrestages der  ägyptischen Revolution für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit waren von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Verletzten und Toten gekennzeichnet. Nun stellt sich die Frage, wie es um die Forderungen der Demonstranten steht und vor allem: um die Demonstranten selbst und die ägyptische Bevölkerung. Ich habe Yasmin dazu interviewt.

Yasmin, wie hast Du den Jahrestag des Arabischen Frühlings am 25.1.2013 erlebt? Warst Du auf dem Tahrir-Platz? Den Medien nach gab es erneut Ausschreitungen und Gewalt gegen die Demonstranten und viele Verletzte und Tote.

Ich wollte nicht zum Feiern auf den Tahrir-Platz gehen, denn bis heute gibt es meiner Meinung nach keinen Grund zum Feiern, da keine der Ziele und Forderungen der Revolution erreicht wurden. Ich wollte gegen die Situation im Land seit der Regierungsübernahme von Mursi protestieren. Leider konnte ich nicht zum Tahrir-Platz fahren, da die U-Bahn von Demonstranten blockiert wurde und es somit keine Möglichkeit gab, zum Tahrir-Platz zu kommen. Die Gewalt, die von Polizisten gegen Demonstranten angewandt wurde unterscheidet sich nicht von der Gewalt unter Mubarak. Am Freitag, den 25.Januar 2013 wurden fast 300 Menschen verletzt und 12 Menschen getötet. Dies beweist, dass Mursi gelogen hat, als er den Ägyptern Demokratie, Frieden, Freiheit und Würde versprach.

Die aktuelle Situation verglichen mit der Ausgangssituation vor 2 Jahren – ich frage Dich als Demonstrantin: Was wurde erreicht? Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Gewalt kehrt zum Tahrir-Platz zurück

Tahrir - Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/magdino20/5472548490/sizes/m/in/photostream/

Katapultieren wir uns knappe zehn Monate zurück in der Zeit, so sehen wir den Tahrir Platz, den Platz der Befreiung vor uns. Hundertausende Menschen besetzen friedlich den Platz der Befreiung und stellen sich somit gegen ein Regime, welches 30 Jahre die Menschen in Ägypten unterdrückte. Am 11. Februar wurde das scheinbar Unmögliche wahr: Die Demonstranten bewirkten den Rücktritts Mubaraks!

Nicht nur der Jubel war riesengroß, sondern auch die Auswirkungen auf die unterdrückten benachbarten arabischen Länder war zum damaligen Zeitpunkt unabsehbar. Heute reden wir vom arabsichen Frühling 2011. Aber der Wind des Wandeln verwehte nicht gen Asien wie man es vielleicht vermutet hätte, die Windrichtung ändert sich. Plötzlich wurden die westlichen Werte, unser Finanzsysten und unser Wirtschaftssystem in Frage gestellt. Auch die Bewegung, die sich für mehr direkte Demokratie einsetzt bekam nicht nur Wind von der arabischen Revolutionen, sondern auch einen mächtigen Aufschwung. Es bildete sich die Occupy-Bewegung, die versucht beide Ziele verwirklichen zu können: Mehr Mitspracherecht für den Bürger und eine gerechtere Aufteilung des Kuchens. In den ersten Monate nach ihrer Entstehungs waren die Aktivitäten der Occupy-Bewegung sehr medienpräsent, doch in den letzten Wochen sprechen immer weniger vom “Wandel”. Es fehlt der Occupy-Bewegung an Struktur und einer klaren Zielsetzungen – die Basisdemokratie ist für Weltrevolutionen nicht geschaffen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Revolutionäre Sozialisten verurteilen Massaker an Kopten!

Bilder sagen manchmal mehr als Worte

Die revolutionären Sozialisten senden ihre aufrichtige Anteilnahme an die Familien der friedlichen Demonstranten, die von den Kugeln der Sicherheitskräfte ermordet und von den Panzerwagen der Militärs zermalmt wurden. Sie waren in der Nacht des 9. Oktobers zusammengekommen, um das Recht der koptischen Christen auf Freiheit und Gleichheit zu verteidigen.

Spaltungsversuch

Die Unterdrückung der Demonstration ist die Fortsetzung der Politik Mubaraks. Sie ist die Fortsetzung der Unterdrückung der Kopten, die zusammen mit einer „teile-und-herrsche-Politik” versucht, christliche und muslimische arbeitende Menschen zu spalten. Die Früchte ihrer harten Arbeit genießen aber die Bosse aus beiden religiösen Lagern. Zeitgleich zu diesen Ereignissen wurden vom regierenden Obersten Militärrat Beschlüsse bekannt gegeben, die den Anhängern des alten Regimes die Übernahme des Parlaments erleichtern sollen, um es fest im Griff behalten können. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ägypten am Scheideweg in eine neue Ära?

Ägypten am Scheideweg

Geschichtlich gesehen hat Ägypten immer wieder Umwälzungen erfahren und kennt den Wandel der Zeiten aus einer 5000 Jahre alten Geschichte nur zu gut. Die Pharaonen leben aber weiter im Gedächtnis der Ägypter und es werden heute Witze über Mubarak gemacht. Mubarak zeigt sich stolz auf Bildern mit Ronald Reagan, Maggie Thatcher oder Helmut Schmidt. Auf einmal holt er ein Bild von sich mit Napoleon heraus. Die Lacher sind auf der Seite des Witzeerzählers.

Aber dieses Verhalten zeigt auch das Verständnis, in dem sich Mubarak sieht und auch von einer ägyptischen Bevölkerung geteilt wurde. Bis jetzt! Seit dem 25.1.2011 ist alles anders geworden.
Seit der Ermordung Sadats (1981) und dem Frieden mit Israel von 1979 herrscht Muhammad Husni Mubarak als Sadats Vize-Präsidentnachfolger mit harter Hand in seinem Land. In seiner Regierungszeit, seit Oktober 1982, herrscht Kriegsrecht und Notstandsgesetze werden gegen die Bevölkerung eingesetzt. Er vermittelt den Eindruck als Übervater für das ägyptische Volk alles zu managen und den Frieden zu erhalten. Das wird ihm auch vom Westen und vor allem von Amerika sowie den europäischen Staaten zu gute gehalten. Die Beziehungen zum Westen wurden so gut, dass Ägypten ausserhalb der NATO zum wichtigsten Verbündeten für die USA wurde. Ägypten wurde sogar von Amerika in der Aufrüstung bevorzugt zu manch anderen NATO Partnern. Ägypten hat es unter Mubarak geschafft eine dominierende Rolle in der arabischen Liga zu spielen und ist das wirtschaftlich sowie militärisch stärkste Land auf dem afrikanischen Kontinent sowie der arabischen Welt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ägypten und die Revolution von 1952 bis heute

“Ägypten und Revolution von 1952 bis heute” ist ein Werk von Karam Khella, dass im Theorie und Praxis Verlag erschienen ist. In dem Werk beschreibt Kharam Khella den Wandel, den die ägyptische Politik unter den verschiedenen Präsidenten erlebt hat und wie deren Politik, die vergangene Revolution beeinflusst haben.
Der Fokus dieses Buches liegt dabei auf den Bereichen Wirtschafts-, Innen und Außenpolitik. So gitl Gamal Abdel Nasser noch heute als der wohl erfolgreichste Politiker der arabischen Welt, da er es mit seiner Idee eines panarabischen Sozialismus geschafft hat, die Menschen in allen Teilen der arabischen Welt zu begeistern.
So beruft sich so gut wie jeder arabische Politiker auf die Politik von Gamal Abdel Nasser, der erkannt hatte, dass die arabischen Völker stärker sind, wenn sie zusammenarbeiten und Staatenbündnisse eingehen. Der Sozialismus, den Abdel Nasser in Ägypten eingeführt hatte, wird dabei von Karam Khella eher als eine soziale Marktwirtschaft beschrieben, die es allerdings geschafft hat Vollbeschäftigung zu gewährleisten und den Menschen eine Perspektive zu bieten.

Nassers Erben

Von allen arabischen Präsidenten hat keiner seine Politik, so sehr mit dem Nasserismus, der nach Gamal Abdel Nasser benannten Idee, gleichgesetzt, wie Nassers Nachfolger, der Friedensnobelpreisträger Anwar al Sadat. In seinem Werk beschreibt Khella, dass dieser allerdings die positiven Elemente, die der Nasserismus für das Volk und die Wirtschaft mit sich gebracht hat, aufgegeben hat um ein Regime aufzubauen, dass keine eigene Leitlinie verfolgt und sich nur den Wünschen der westlichen Mächte beugt. Diese Kritik mag in Teilen sehr zutreffen, ist allerdins wenig ausreichend formuliert, da sie wichtige Elemente auslässt und sich zu großen Teilen auf die Kritik an dem Frieden mit Israel bezieht, den der Autor als von imperialistischen Mächten verordnet sieht.

Auf die wirtschaftliche “Öffnung”, die von Sadat eingeleitet wurde und von seinem Nachfolger Mubarak fortgesetzt wurde, geht er mit einer Beschreibung des einsetzenden Elends innerhalb der ägyptischen Bevölkerung und der zunehmender Abhängigkeit vom Staat ein. Die meiste und treffenste Kritik äußert der Autor allerdings an Mubarak, der mit seiner Unterstützung des ersten Irakkriegs einen wichtigen Bruch in der Geschichte Ägyptens eingeleitet hat. Für Khella ist dies ein Bruch mit einer seit den Pharaonen geltenden Tradition des Friedenspolitik.  Dies habe Mubaraks 20 Jahre später erfolgten Sturz eingeleitet: »Die antiimperialistische Solidarität ist es, welche Menschen aller Altersgruppen in Bewegung setzten und den Volksaufstand auslösten.« Der Sturz von Mubarak ist dabei nur der Beginn eines langandauernden Kampfes für Gerechtigkeit und Freiheit, denn »mit dem Rücktritt Mubaraks endet der kleinere Kampf, der größere beginnt.

Es ist ein  Buch, dass wichtige Kritikpunkte an den verschiedenen ägyptischen Präsidenten aus einer antiimperialistischen Perspektive zusammenfasst und dabei einen guten Einblick in das Thema bietet. Für einen komplexen Einblick in die Vorgänge der ägyptischen Politik, sollte man sich allerdings weitere Werke anschauen. Einen guten thematischen Einblick bietet dieses Werk, solange man sich mit einer antiimperialistischen Weltsicht anfreunden kann.
Ägypten und Revolution

Diktator Mubarak tritt zurück!

Der ägyptische Diktator Mubarak ist zurückgetreten. Die Mitteilung aus dem Präsidentenpalast dazu war kurz und knapp: Der Staatschef habe sich nach den Massenprotesten zu diesem Schritt entschieden, erklärte sein Vize Omar Suleiman. Ein Militärrat werde die Amtsgeschäfte übernehmen.

Der Rücktritt Mubaraks ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Leider bleibt sein Vize Omar Suleiman immernoch an der Macht und Suleiman galt als Hardliner im Kampf gegen die Demonstranten. Die Machtübernahme des Militärs ist ein wichtiger Schritt. Die Rede der Generäle wird in der arabischen Welt mit Spannung erwartet.

Eine Demonstrantin auf Al Jazeera sprach das aus was wohl die meisten Demonstranten denken. Sie sagte, dass es ein Erfolg des kompletten Volkes sei. Ein Erfolg der Massen gegen eine Diktatur. Sie sprach auch davon, dass ihr die Wort fehlen um auszudrücken was grade geschieht. Danach weinte sie vor Freude, dass sie an diesem Moment teilhaben konnte!

Selbst die Machtübernahme durch die Armee wird positiv gesehen. So sagte ein Demonstrant, dass es eine Armee des Volkes sein, eine Armee die keinen Schuss abgegeben hat, im Gegensatz zur Polizei und den Geheimdiensten, sowie den Schlägertruppen Suleimans!

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