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Während wir der Mauer gedenken, fordern andere Mauern ihre Opfer!
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen.
I.
13. August 1961. Bilder aus Berlin gehen um die Welt. Bilder, die sich ins Gedächtnis eingeprägt haben. So wie das Bild von den Müttern, die sich gleich nachdem die ersten Straßensperren errichtet waren, mit ihren Kindern am Stacheldraht trafen. Diesseits der Drahtsperre ein Kinderwagen. Die Mutter hat das Kind herausgenommen und hält es im Arm. Das Kleine streckt seine Hand so weit es kann über den Stacheldraht. Jenseits der Sperre eine andere Mutter. Auch sie hält ihr Kind auf dem Arm. Auch ihr Kind streckt das Ärmchen so weit es geht aus. Sie wollen sich berühren. Aber die beiden kleinen Hände kommen über dem Stacheldraht nicht mehr zueinander.
Heute sind diese Kinder knapp über 50 Jahre alt. Wie immer ihre Lebenswege weitergegangen sind, ich weiß es nicht. Sicher aber ist: Für sie ist „die Mauer“ nicht nur Symbol der Teilung Deutschlands. Nicht bloß Teil der großen politischen Geschichte des Kalten Krieges. Für sie ist die Mauer schmerzlicher Teil ihrer Lebensgeschichte. Eine Geschichte von Trennung, Ohnmacht und unterdrückter Wut. Familien wurden auseinander¬gerissen. Menschen wurden eingesperrt, weil sie sich für Freiheit einsetzten. Familien und Angehörige wurden drangsaliert. Über 60.000 Menschen wurden wegen „Versuchs der Republikflucht“ oder auch nur wegen deren „Vorberei¬tung“, verurteilt. Die durchschnittliche Strafe betrug vier Jahre Haft. Und so ist diese Mauer auch heute, fast 22 Jahre, nachdem sie gefallen ist, ein Ort der lebendigen Erinnerung an die Menschen, die ihr zum Opfer fielen.
Oft ist gesagt worden, wir müssten die Mauer, nachdem sie gefallen ist, auch in den Köpfen abbauen. Ja, das stimmt. Aber sie wird in unserer Seele bleiben, als Teil unserer Geschichte. Und – Gott sei Dank – als Teil einer Befreiungs¬geschichte, als die Mauer von Berlin, die in der friedlichen Revolution gefallen ist. Die Erinnerung an die Mauer, gebaut und gefallen, gehört zur Seele Berlins und zum kollektiven Gedächtnis unseres Landes. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ich bin es leid – Gedanken aus Palästina!
Ich bin sie leid, die Mauer
Ich bin sie leid, die Checkpoints zwischen
palästinensischen Städten
Ich bin sie leid, die illegalen israelischen
Siedler und Siedlungen
Ich bin sie leid, die hebräische Schrift in
meinem Personalausweis
Ich bin die Leute leid, die keine Ahnung von
unserer Geschichte haben, aber so viel über
die jüdische Geschichte wissen Diesen Beitrag weiterlesen »
Frei wie ein Vogel – Träume in Gaza
Wenn man davon spricht, dass man gerne “Frei wäre wie ein Vogel”, dann ist damit in den meisten Ländern gemeint, dass man sich seine Freiheit wünscht, nicht aber das man wirklich durch Mauern seiner Freiheit beraubt wäre.
In Gaza erhält dieses Sprichtwort allerdings eine vollkommen neue Bedeutung, denn frei ist man in Gaza tatsächlich nur als Vogel, denn von allen Seiten ist man umgeben von unüberwindbaren Mauern und Grenzen. Dieses Video eines israelischen Künstlers zeigt den Wunsch eines kleinen Jungen nach ein wenig Freiheit.

