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Antifaschistisch, ökologisch, antimilitaristisch – linksextrem?!

Linksextrem?

Linksextrem?

Am 1. April – das Datum ist kein Zufall – starteten Linksjugend ['solid] und Grüne Jugend die gemeinsame Online-Outingkampagne „Ich bin linksextrem.“. Anlass der Aktion, die bis zur Veröffentlichung des nächsten Bundesverfassungsschutzberichtes laufen und in einer alternativen Pressekonferenz gipfeln wird, sind die zunehmende Selbstverständlichkeit, mit der sich der Extremismustheorie in politischen, wissenschaftlichen und öffentlichen Diskursen bedient wird, und all die praktischen Konsequenzen, die damit einhergehen.

Das Extremismusmodell, welches, ausgehend von der so genannten „demokratischen Mitte“, seine FeindInnen an den äußeren Rändern der Gesellschaft verortet und diese als gleichermaßen gefährlich und bekämpfenswert definiert, ist nicht nur zu vereinfacht und ein falsches Abbild der Gesellschaft, sondern zudem „extrem“ gefährlich: In der Breite der Gesellschaft vorfindbare menschenfeindliche Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus werden verharmlost, indem sie auf vermeintliche Randgruppen abgeschoben und sich somit der kritischen Selbstreflektion entledigt wird. Zudem stellt es eine gefährliche Verharmlosung neofaschistischen Gedankenguts und entsprechender Aktivitäten dar, wenn diese mit linker Gesellschaftskritik gleichgesetzt und beiderlei Bekämpfung als gleichberechtigte Priorität gesetzt werden. Dies spiegelt sich auch in der Praxis und den Statistiken des Polizei und des Verfassungsschutzes wider, wo Äpfel mit Birnen, Morde mit Sitzblockaden und Verdachtsfällen verglichen werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Kampf gegen Links geht weiter!

Logo des ND

Das Familienministerium stuft die Zeitung “Neues Deutschland” als linksextrem ein. Dieses befindet sich nun in einer Reihe mit Zeitungen wie der “Jungen Welt”, der “Jungle World” oder “Unsere Zeit”.  Die Grundlage für diese Beurteilung lautet wie folgt: ”Beiträge in diesen Medien unterstützen kommunistische bzw. anarchistische Weltdeutungen und diskreditieren zugleich gegenläufige Nachrichten als bürgerlichen Manipulationszusammenhang”

Das Neue Deutschland ist im Gegensatz zu Zeitungen wie der Jungen Welt alles andere als kommunistisch, sondern vertritt eher Positionen, die linkskeynsianistisch einzuordnen sind. Der Zeitung eine revolutionäre Perspektive zuzuschreiben und sie als linksextrem zu verorten geht weit an den Tatsachen vorbei.

Linksextrem als Gefahr

Kristina Schröder geht damit einen Weg, der von der “neuen Rechten” seit langem gefordert und auf deren Medien gefördert wird. Sie geht den Weg Linken (nicht nur der Partei der Linken) und Antifaschisten den Kampf anzusagen und aus dem Ministerium heraus die Unterstützung für rechte Kräfte in der Gesellschaft zu fördern. Zu den neofaschistischen Morden, über die ganz Deutschland sich empörte, wollte sie sich nicht äußern und zeigte mal wieder, dass sie auf dem rechten Auge blind zu sein scheint.

Das “Neue Deutschland” als linksextrem einzustufen scheint nur ein weiterer Schritt zu sein, der von den wahren Gefahren für unsere Demokratie ablenken soll. Die Rechte wird behandelt als würde sie keine Gefahr darstellen, obwohl mehr als 150 Morde als rechtsextrem gelten, die Linke dagegen gilt als Brandherd der Gefahr für die Demokratie.

Zeitungen wie das “Neue Deutschland” stehen im politischen Spektrum sicherlich links und gehen einen Mittelweg zwischen wirklicher Sozialer Marktwirtschaft und Sozialismus, je nach Autor und Themengebiet, revolutionäre Aktionen oder  Befürwortung von Gewalt lassen sich aber in keinem Beitrag finden.

Kampf gegen Links nimmt zu

Der Kampf gegen Links, welcher fälschlicherweise als Linksextremismus bezeichnet wird, wird von der Rechten in der CDU deutlich vorangetrieben um ein breiteres Agitationsfeld für ihre Ideen und Ideale zu schaffen. 9 Morde an “Migranten” werden von dem Ministerium nicht beachtet, obwohl die ganze Republik über diese spricht, der Kampf gegen links wird auch vorangetrieben in einer Zeit, in der man nicht über den Rechtsextremismus hinwegsehen kann.

Bei dem von Frau Schröder geführten Ministerium handelt es sich um eine Aktionsbasis für den Kampf gegen links und nicht um ein Familienministerium, das mit Ideen zur Förderung von Frauen und Kindern auffällt. Der Weg, den dieses Ministerium seit 2009 geht, ist mehr als gefährlich und schädigt die Verteidiger von Demokratie und Toleranz.

Wenn das “Neue Deutschland” schon als linksextrem eingestuft wird, dann scheint es nicht mehr lange bis auch die TAZ und die Zeitung der Jusos als linksextrem eingestuft werden!

Wilders hetzt nun auch gegen Griechenland!

Der niederländische Rechtspopulist und Islamhasser Geert Wilders hat der rechtsliberal-konservativen Minderheitsregierung, welche von seiner Partei geduldet wird, mit Neuwahlen gedroht, sollte diese weitere Finanzhilfen für Griechenland beschließen. Wilders hatte bereits in den vergangenen Tagen die Einstellung aller Zahlungen an, dass durch internationale Konzerne in den Ruin getriebene Land, gefordert!

Laut Spiegel sagte der Rechtspopulist: „Davon sehen wir keinen einzigen Cent wieder.“ Er forderte auch, dass das Land zur Drachme zurückkehre um schlimmeres zu verhindern! Diese Forderung wird auch von der extremen Linken in Griechenland gestellt, allerdings aus anderen Gründen!

Wilders sagte, dass die Niederlande von einer Zahlungsunfähigkeit deutlich weniger betroffen wären als Deutschland oder Frankreich, welche den größten Teil der Zahlung tragen. Der Rechtspopulist forderte, ganz in populistischer Tradition, dass man das Geld lieber in die Rentenfonds stecken solle, wohl wissend, dass dies auf Grund der EU-Verträge nicht möglich ist!

Verfassungsschutz betreibt politische Stimmungsmache!

Vor wenigen Tagen veröffentlichte der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU) den neuen Bericht des Verfassungsschutzes. In diesem werden etliche linke Organisation aufgeführt, unter anderem das Antifaschistische Dokumentationsarchiv Aida und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN).

Logo der AIDA

Der rechtspolitische Sprecher der SPD, Franz Schindler, sieht in dem neuen Bericht des VS “Ein Mittel im politischen Meinungskampf’, dass von der Staatsregierung missbraucht werde!” Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, Helga Schmitt-Bussinger, hat dem Verfassungsschutz des Freistaats „politische Stimmungsmache gegen kritische Linke“ vorgeworfen.

Besonders die Aida hätte sehr stark unter diesem unbegründeten Verdacht zu leiden, da ihr die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde und sie gesellschaftlich und politisch nun gemieden würde. VVN-BdA und Aida seien keine Verfassungsfeinde, „sondern leisteten wertvolle Aufklärungsarbeit gegen Rassismus und Antisemitismus“ so die innenpolitische Sprecherin.

Rechtsextremisten werden vergessen

Während kritische Linke in diesem Bericht erwähnt werden, werden Organisationen mit Verbindungen in die extreme Rechte “v

ergessen”, so unter anderem die Burschenschaft Danubia. So schreibt Sigi Benker in seinem Blog über die Danubia:

Die Danubia veranstaltete in letzter Zeit wiederholt Veranstaltungen mit bekennenden Rechtsextremisten wie Horst Mahler. Die Danubia steht traditionell am rechtsextremen Rand. Jetzt hat anscheinend mindestens ein Mitglied der Burschenschaft mit Skinheads gmeinsam ein Fest organisiert von dem aus der bisher schwerste Anschlag auf einen Ausländer in München stattfand und im sog. Danubenhaus wurde dem mutmaßlichen Haupttäter Unterschlupf gewährt. Es stellt sich die Frage, warum eine solche Einrichtung noch nicht geschlossen ist.

 

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