Artikel-Schlagworte: „koran“

Der Koran sollte verboten werden – Die Ideen des Hans Jürgen Irmer

 

Stop Islamophobie

Hans Jürgen Irmer gilt selbst in der hessischen CDU als rechts, da er mit seiner Hetze gegen Muslime und den Islam immer wieder den äußersten Rand des konservativen Spektrums bedient. Vor wenigen Tagen hat Irmer, während seiner Rede am Stand der Jungen Freiheit auf der Frankfurter Buchmesse, wieder einmal die islamfeindliche Grundstimmung in der Gesellschaft bedient.

“Wenn vermittelt wird, was im Koran steht, also auch der Kampf gegen Ungläubige, dann entspricht das nicht dem Grundgesetz” so der CDU-Politiker. Seine Aussage bedeutet, dass der Koran in seinen Augen verfassungsfeindlich ist und in Deutschland verboten werden sollte, Irmer knüpft damit an die Hetze rechtspopulistischer Kreise an, die meinen im Koran ein Werk des Hasses entdeckt zu haben. Der Moderator fragt nicht nach, während die ZuhörerInnen klatschen. Irmer, wohl wissend wie der Satz wirkt, gab aber bekannt, dass nicht alle Muslime Verfassungsfeinde sind und er auch türkische Freunde habe.

Nicht alle Muslime sind Verfassungsfeinde?

Irmer macht mit seiner Wortwahl deutlich was er von Muslimen hält und wie große Teile des rechtskonservativen Spektrums denken. Die Aussage, dass nicht alle Muslime Verfassungsfeinde sind, bedeutet, dass es einen großen Anteil der muslimischen Bevölkerung gibt, die verfassungsfeindlich eingestellt ist.

Eine Behauptung, die alle Umfrage wiederlegen, so bekennen sich über 80% der Muslime zum Grundgesetz und zur Trennung von Staat und Religion. Hans Jürgen Irmer hat wieder einmal deutlich gemacht warum er als Rechter gilt und wie plump und platt die Hetze gegen Muslime ist, die von allen Fakten und Zahlen abgekoppelt ist. Wenn die CDU konsequent wäre, müsste sie sich langsam entscheiden, ob sie einen Politiker in ihren Reihen weiter ertragen kann, der den Koran am liebsten verbieten würde und die Mehrheit der Muslime als Verfassungsfeinde abstempelt.

Ralph Giordano – Koran ist die Charta des Judenhass

Alle Menschen sind gleich - unabhängig von ihrer Religion

Ralph Giordano war einst eine sehr respektierte Persönlichkeit, die sich für Chancengleichheit und Antifaschismus einsetzte, diese Zeiten scheinen vorbei. In den letzten Jahren machte er Stimmung gegen den Bau einer Moschee in Köln  und den Koran. Der  Wandel von Ralph Giordano ist sehr bedenklich und ist ein Zeichen für die steigenden Vorurteile gegen Muslime in der deutschen Gesellschaft. Nach seinem neuen Text ist es mehr als deutlich, dass Herr Giordano nicht mehr als Vertreter des Antifaschismus akzeptiert werden kann..

Ein vom Kölner Stadtanzeiger veröffentlichter Text darf als Hetze gegen die Muslime verstanden werden:

Mit der Legitimation eines Überlebenden des Holocaust rufe ich zum Widerstand gegen den schamlosen Missbrauch der gundgesetzgarantierten Religionsfreiheit auf: die öffentliche Verteilung des Koran durch die radikalislamische Sekte der Salafiten!

Ralph Giordano gebührt Respekt für seinen Kampf gegen Faschismus und er kann sich zu vielen Dingen sicher deutlicher äußern, da er den Holocaust, somit die schlimmste Zeit in der deutschen Geschichte, überlebt hat.  Der Zusammenhang zwischen Holocaust und der Ausnutzung der Religionsfreiheit wird aber nicht deutlich, denn die Religionsfreiheit gilt allen Menschen und ihre Ausnutzung durch salafistische Gruppen gehört berechtigterweise kritisiert, Ralph Giordano hat darauf kein Privileg sie zu kritisieren.

Hetze gegen den Koran und den Islam

Während man den ersten Abschnitt noch nachvollziehen kann( der Abschnitt, welcher oben besprochen wurde), erweckt der Rest zu Recht empören:

Wer die Lektüre durchhält, der stößt quer durch die 114 Suren nicht nur immer wieder auf die verstörende Aufforderung, „Ungläubige” zu töten, sondern vor allem Juden, Juden, Juden. Es sind genau jene Passagen, die muslimischerseits in Diskussionen stets entweder streng gemieden oder einfach bestritten werden.

„Charta des Judenhasses”

Jede gründliche Beschäftigung mit dem Heiligen Buch des Islam bestätigt — der Koran ist die Charta des Judenhasses. Jeder kann sich davon überzeugen. Mich erinnert sie an eine unvergessene Begegnung aus meiner Jugendzeit — an die antisemitische Hetzschrift „Der Stürmer” des Julius Streicher. Da gibt es austauschbare Textpassagen.

Die Gleichsetzung von Koran und dem “Stürmer” ist eine unglaubliche Frechheit, denn sie setzt die Muslime und zwar alle, mit Anhängern des Nationalsozialismus gleich. Diese Gleichsetzung wird in Deutschland nur von Gruppen im rechtsaußen Spektrum betrieben, welche den Koran mit “Mein Kampf” gleichsetzen, dass der Kölner Stadtanzeiger eine solche Erklärung veröffentlicht, in der der Koran mit dem Stürmer gleichgesetzt wird, ist mehr als enttäuschend. Das Vorgehen gegen islamophobe Politiker und Organisationen, das auch vom Stadtanzeiger gefördert wurde, wird so ad absurdum geführt, da man nicht gegen rechtspopulistische und muslimfeindliche Thesen argumentieren kann, wenn man eben solche auch abdruckt.

Empörender aber noch als die provokante Verteilung des Koran durch die fundamentalistische Sekte der Salafiten ist die Befürwortung dieser Aktion durch deutsche Politiker. Natürlich haben sie sich sogleich wieder zur Stelle gemeldet allen voran die Gilde der Multikulti-Illusionisten, Sozialromantiker, Dauerumarmer und Gutmenschen vom Dienst. Wer aber den integrationsfeindlichen Großangriff der Salafiten in öffentlichen Unbedenklichkeitserklärungen verharmlost, bagatellisiert auch die judenfeindlichen Aufrufe des Koran.

Deshalb Widerstand gegen die notorischen Bedenkenträger! Das Verbot der gemeingefährlichen Sekte der Salafiten ist so überfällig, wie die Pflicht deutscher Politiker, die Beunruhigung der Bevölkerung vor einer schleichenden Islamisierung endlich ernstzunehmen.

Kein einziger deutscher Politiker befürwortet die Salafisten und ihre Propaganda, aber ihnen zu verbieten den Koran zu verteilen, ist wohl eher unmöglich. Seine Seitenhiebe gegen Vertreter einer multikulturellen Gesellschaft und gegen sogenannte Gutmenschen, ein Wort bei dem mehr als fraglich ist, wieso es eine Beleidigung sein soll, zeigen aber, dass Herr Giordano sich nicht allzu stark abgrenzt von einigen Ideen der Rechtspopulisten.
Seine Behauptung das Deutschland die Islamisierung droht, fordert Widerstand. Ein Verbot von extremistischem Gedankengut ist nachvollziehbar, dazu gehört aber auch mindestens eine deutlich kritischere Auseinandersetzung mit antimuslimischen Rassismus. Herr Giordano hätte sich diesem Thema zuwenden können, wenn er sich um die Integration sorgt, denn nichts schadet der Integration mehr als wenn Menschen auf Grund ihrer Religion oder Herkunft diskriminiert werden. Zu behaupten, dass der Koran ein judenfeindliches Schriftstück sei, ist mehr als diskriminierend für alle Muslime.

BannerFans.com
Soziale Netzwerke



Creative Common