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Krieg, Frieden und Gewissen Konferenz aus Anlass des 10. Jahrestags des Beginns des Irak-Kriegs.
Kaum ein Krieg in der jüngsten Geschichte hat solch große Spuren hinterlassen wie der Krieg der ‚Koalition der Willigen‘ gegen den Irak im Jahr 2003. Spuren im Land selber, das heute schlimmere Gewalt erlebt als je, und vom Sektierertum in den Bürgerkrieg getrieben zu werden droht. Spuren in der internationalen Politik, in der Interventionismus und Unilateralismus immer wieder praktiziert, aber doch immer schwerer legitimiert werden kann. Schließlich auch Spuren im politischen Bewusstsein, weil zum ersten Mal seit langem die Friedensbewegung wieder als machtvoller politischer Akteur die politische Bühne betrat.
Der 10. Jahrestag des Beginns des Krieges am 20. März ist Anlass für die Linke, zurück-zublicken auf die Verbrechen des Krieges und die Stimmen des Friedens von damals. Welche Folgen hat der Krieg für den Alltag im Irak heute? Wie steht es um die geopolitische Konsequenzen des Krieges, und welche Perspektiven gibt es für Versuche, Frieden und Stabilität in der Region zu fördern? Und schließlich, was sagt uns die Massenmobilisierung vom Februar 2003 über die Möglichkeiten des Engagements für den Frieden heute?
Programm
14 Uhr, Eröffnung: «Frieden und Linke 2003 / 2013»
Heike Hänsel (MdB DIE LINKE, Entwicklungspolitische Sprecherin), Niema Movassat (MdB DIE LINKE)
14:15 – 15:45 Uhr, Panel 1: «Wer erklärt den Krieg? Die europäische Friedensbewegung 2003 und die Öffentlichkeit»
Mit: Donatella della Porta (European University, Florenz), Christine Buchholz (MdB DIE LINKE, Friedenspolitische Sprecherin), Lindsey German (Stop the War Coalition, Großbritanien), David Karvala (Katalonien gegen den Krieg). Moderation: Kathrin Vogler (MdB DIE LINKE)
16:15– 17:45 Uhr, Panel 2: «Irak und Naher Osten – damals und heute»
Mit: Kate Hudson (CND, Großbritannien), Yanar Mohammed (Präsidentin der Organisation für die Freiheit der Frauen, Irak), Jan van Aken (MdB DIE LINKE, Außenpolitischer Sprecher), Dr. Erhard Crome ((Rosa-Luxemburg-Stiftung). Moderation: Paul Schäfer (MdB DIE LINKE)
17:45 Uhr: Buffet
18:15 Uhr: Grußwort von Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE
18:30 – 20 Uhr, Panel 3: «Krieg und Gewissen»
Mit: Otto Jäckel (IALANA), Wolfgang Gehrke (MdB DIE LINKE, Leiter des Arbeitskreises Internationale Politik), Julian Assange (Australien, live online zugeschaltet). Moderation: Sevim Dagdelen (MdB DIE LINKE, Sprecherin für Internationale Beziehungen und für Migrations- und Integrationspolitik)
20 Uhr: Schlußbemerkungen
Inge Höger (MdB DIE LINKE, Abrüstungspolitische Sprecherin), Harald Koch (MdB DIE LINKE)
Musikalische Umrahmung durch Saif Karomi & Begleitung
Tagung / Konferenz
15.03.2013 | 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Volksbühne, Grüner Salon, Berlin
Gerechtigkeit und Freiheit statt Sicherheitswahn – Im Gespräch mit Kathrin Vogler
Die Bundeswehr darf in Deutschland nun auch im Inneren eingesetzt werden, die Überwachung von AktivistInnen wird immer stärker und Emails von mehreren Millionen Menschen ausspioniert. Widerstand regt sich bisher nicht, wir sprachen mit der Bundetagsabgeordneten Kathrin Vogler über den Sicherheitswahn und Maßnahmen dagegen.
Die Freiheitsliebe: In Zukunft darf die Bundeswehr auch im Inland eingesetzt werden, wird von deutschem Boden bald nicht nur Krieg im Ausland, sondern auch im Inland geführt?
Linke protestiert während der Afghanistankonferenz!
Gemeinsam haben drei Bundestagsabgeordneten der LINKE, Christine Buchholz, Heike Hänsel und Kathrin Vogler, gegen den Afghanistankrieg und die Rede von US-Außenministerin Hillary Clinton protestiert und auf der Tribüne ein Banner mit der Aufschrift «NATO = Terror. Troops out now» entrollt. Christine Buchholz äußerte sich zu den Protesten:
“Mit unserer Aktion protestieren wir gegen den fortgesetzten NATO-Krieg, unter dem vor allem die afghanische Zivilbevölkerung leidet.
Sie ist auch ein Protest gegen die Bonner Konferenz selbst. Hier soll der Eindruck erweckt werden, als sei die afghanische Bevölkerung vertreten. Dem ist nicht so. Lediglich zwei Vertreter regierungstreuer afghanischer NGOs dürfen in Bonn am Katzentisch Platz nehmen. In Bonn wird statt dessen mit afghanischen Profiteuren der Besatzung über die Köpfe der afghanischen Zivilbevölkerung hinweg verhandelt. Diesen Beitrag weiterlesen »


