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Der geniale Schachzug der griechischen Kartoffelbauern
Solanum tuberosum - auf deutsch Kartoffel: Jedes Jahr isst der deutsche Bundesbürger etwa 50kg Kartoffeln. Die Bedeutung des aus Lateinamerika stammenden Nachtschattengewächses schwindet hierzulande: Der durchschnittliche Konsum hat sich seit dem zweiten Weltkrieg halbiert. Nichtsdestotrotz spielt der Erdapfel für Landwirte eine wichtige Rolle. Vorallendingen Landwirte, die sich auf den Kartoffelanbau spezialisiert haben, leiden immer mehr unter dem hohen Preisdruck der Supermärkte. In Griechenland hat man nun ein Rezept gegen diese Ausbeutung gefunden.
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ie heißt es so schön? Not macht erfinderlich. Die Krise in Griechenland treibt die Massen in die Arbeitslosigkeit, vorallendingen junge Menschen finden keine Arbeitsanstellung und Rentner, die Jahrzehnte in die Staatkasse einzahlten, werden die Rentenbeiträge derart gekürzt, sodass immer mehr Menschen am Existenzminimum leben – da freut man sich, wenn man für schlappe 32Cent ein ganzes Kilogramm Kartoffeln erhalten kann. Seit geraumer Zeit schon nutzen die großen Handelsketten und Supermärkte ihre Marktmacht aus, in dem sie die Kartoffelnbauern unter Preisdruck setzten. Anfang diesen Jahres wurde ein Ausmaß erreicht, das zu einem Minusgeschäft der Kartoffelbauern führte.
Die unsichtbaren Fesseln
Gerade zu Zeiten der Krise fragten sich immer mehr Bauern, warum sie sich eigentlich die Ausbeutung der Supermarktketten gefallen lassen. Die Idee war einfach. Die Lösung des Problems heißt Direktvertrieb. Den Bauern ist bewusst, dass der Kunde qualitativ gute Kartoffeln für einen kleinen Preis erwerben wollen. Ein Vertrieb auf die konventionelle Art macht die Zielsetzung “Qualität für kleinen Preis” unmöglich, so wächst die Zahl der Kartoffelbauern, die ihre Kartoffeln ohne Zwischenhändler vertreiben, stetig. Die Resonanz auf den Direktvertrieb könnte besser nicht sein. Die Menschen, vorallendingen die Ärmeren freuen sich, kraftvolle Nahrung wie Kartoffeln für die hälfte des Preises erwerben können. Bemerkenswert ist die Hilfsbereitschaft der dankbaren Kunden: Sie schleppen ehrenamtlich die schweren Kartoffelsäcke aus dem Laster und manövrieren sie zu den kleinen Verkaufsstellen. Wenn man die Geschehnisse rund um Athen beobachtet, wird einem ersteinmal bewusst, wie weit wir uns von der sozialen Marktwirtschaft entfernt haben. Wenn Menschen sich in elend lange Verkaufsschlangen stellen, nur um an Grundnahrungsmittel zu bekommen, läuft etwas schief. Jeder Menschen sollte ein Recht auf Nahrung haben. Das einfache und doch so geniale Beispiel der Kartoffelbauerngenossenschaft zeigt, wie eine Marktwirtschaft aussehen sollte: Die hartarbeitende Diesen Beitrag weiterlesen »

