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#cross_solidarity – Internationale Solidarität in der Krise

Internationale Solidarität erlebt seit einiger Zeit eine Renaissance. Im lokalen oder nationalen Rahmen aktive Bewegungen, wie die des so genannten «arabischen Frühlings», «Occupy»-Aktivisten und Aktivistinnen in den USA und anderswo, Schüler_innen und Student_innen in Chile, oder Gruppen, die die massiven Proteste in den Krisenregionen des südlichen Europa tragen, nehmen trotz unterschiedlicher Forderungen wie selbstverständlich aufeinander Bezug. Ihre Dynamiken brachten nicht nur die jeweiligen politischen Verhältnisse ins Wanken, sie überwanden auch Grenzen und inspirierten sich gegenseitig.

Ein Teil der beteiligten Gruppen kooperiert schon lange im Rahmen transnationaler Vernetzungen. Hinzu kommen neue Bewegungen, deren internationaler Bezug in ihrer Entstehungsgeschichte in den sozialen Netzen teilweise eingeschrieben ist, ohne dass sie sich zwingend in linken Traditionen des Arbeiter_inneninternationalismus oder der globalisierungskritischen Bewegung verorten müssen. Für die jüngeren unter ihnen sind Seattle, Genua und die Weltsozialforen, die eine transnationale Kooperation politisch voraussetzten, oft nur noch Geschichte. Ihre Bewegung artikuliert sich vielmehr ganz selbstverständlich in transnationalen Kommunikationsnetzwerken. Oft ist kaum zu sagen, ob die neue internationalistische Praxis das Ergebnis politischer Reflexion oder eher das Produkt globalisierter Kommunikationskanäle ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gaddafi erhält Menschenrechtspreis vom Amnesty International

Der ehemalige libysche Präsident, Mummar al Gaddafi, wurde nach seinem Tod zum Held der Menschenrechte gewählt. Amnesty International begab sich auf die Suche nach dem „Human Rights Hero“ – dem Menschenrechts-Held des Jahres 2011. Zu diesem Zweck wurde auf ihrer Homepage ein Portal errichtet, in dem die Menschen ihren Helden bestimmen konnten.

Der überlegen Führende war: Muammar al-Gaddafi! Er führte mit über Tausend Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten, dem Bahrainer Menschenrechts-Aktivist Nabel Rajab. Wie es ausgerechnet Gaddafi es geschafft hat zum “Held der Menschenrechte” gewählt zu werden, ist ein Rätsel. Tatsache ist aber, dass Amnesty International das Voting vor dem offiziellen Ende von ihrer Homepage war.  In einigen Blogs wird dies auf das starke Ergebnis für Muammer al-Gaddafi zurückgeführt.
Hier ist ein Video mit den Ergebnissen:

Die Wahl Gaddafis und das Abschalten der Wahlseite durch Amnesty International dürfte Gaddafis Märtyrer-Status bei seinen Anhängern stärken.

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