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“Die Idee der Gerechtigkeit” – Sen richtet Kompass der Gerechtigkeit aus

"Die Idee der Gerechtigkeit"

“Die Idee der Gerechtigkeit”

“Drei Kinder streiten darüber, wem von ihnen eine Flöte gehören sollte. Das erste Kind hat Musikunterricht gehabt und kann als einziges Flöte spielen. Das zweite ist arm und besitzt keinerlei anderes Spielzeug. Das dritte Kind hat die Flöte mit viel Ausdauer selbst angefertigt.” Wem soll man die Flöte geben? Wer hat es am meisten verdient? Wer sollte sie aus moralischer Sicht erhalten? Zugegeben: Dies sind verdammt knifflige Fragen, auf die es wohlmöglich keine richtige Antworten gibt. Laut dem Autoren Amartya Sen kann es keine objektive Gerechtigkeit geben, es kann nur eine Annhäherungen zur Gerechtigkeit existieren.

Amartya Sen, Professor für Philosophie und Ökonomie an der Harvard University, erhielt 1998 den Nobelpreis für Ökonomie und gilt einer der einflussreichsten Denker unserer Zeit. Basierend auf der von John Rawls entwickelten Gerechtigkeitstheorie “A Theory of Justice”, widmet sich Sen der großen Frage der Gerechtigkeit. Beim Lesen der ersten Seiten diesen 434-Seitenwälzers wird deutlich, dass Sen sich bei seiner Analyse mehr darauf konzentriert, Ungerechtigkeit zu definieren, um diese in unsere Gesellschaft zu minimieren, was zwangsläufig zur Folge hätte, dass wir in einer gerechteren Welt lebten. Auch spricht er sich in diesem Zusammenhang für einen öffentlichen Vernunftgebrauch aus, der gewährleisten soll, dass sich alle – so weit es geht – verwirklichen können. Zudem sei es ohnehin viel schwieriger zu bestimmen, wie genau Gerechtigkeit auszusehen habe, Ungerechtigkeit hingegen ist für jedermann klar sichtbar und festzustellen.

Gerechtigkeit – kann es sie überhaupt geben?

Während Rawls, der im Rahmen eines Gedankenexperiments einen idealen Urzustand annimmt, in dem eine möglichst neutrale Entscheidungsgrundlage geschaffen werden soll, in der schließlich darüber entschieden werden soll, was gerecht ist, bezieht sich Sen vielmehr auf die gesellschaftlichen Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um sich dem Zustand der Gerechtigkeit anzunähern. Ob es Gerechtigkeit geben kann, bleibt bis Diesen Beitrag weiterlesen »

Ackermann fordert die Aufgabe der nationalen Souveränität und Sozialabbau!

Josef Ackermann - Fotograf: worldeconomicforum

In immer mehr Ländern sind die Bürger schlecht auf die EU zu sprechen, was weniger mit der europäischen Idee zu tun hat, als mit der Politik, die die EU momentan verfolgt. In einer solchen Situation fordert Josef Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Bank, die Aufgabe der staatlichen Sourveränität. Mit diesem Plan soll, laut Ackermann, die EU gestärkt werden.
So schreibt die Nachrichtenagentur Reuters in einem aktuellen Artikel:

Ackermann fordert mehr Kompetenzen für EU
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordert von den EU-Staaten mehr Verzicht auf politische Kompetenzen zur Stärkung Europas.
Er plädierte in einem Beitrag für die “Bild”-Zeitung (Mittwochausgabe) dafür, “zusätzliche nationale Souveränitätsrechte auf die europäische Ebene zu übertragen und auch die Verfassungen der Mitgliedstaaten anzupassen”. Dies wäre kein Opfer, sondern ein Gewinn, betonte Ackermann.

Sozialabbau und Wirtschaftsliberalismus Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Idee “Europa” – Lohnt es sich sie zu verteidigen?

Flagge der europäischen Union

„Zwei Nationalitäten gibt es in Wirklichkeit in jedem Land:die der Ausbeuter und die der Ausgebeuteten. Der eigene deutsche Kapitalist ist dem deutschen Proletarier Feind, der fremde Proletarier hingegen, ob Franzose, Engländer oder Russe, ist sein Freund“ so sagte einst Rosa Luxemburg. Ihre Worte sollten wir uns zu Herzen nehmen, denn die antieuropäische Stimmung, die es auch linken Kreisen gibt, ist sicher nichts fortschrittlich.

Europa ist eine Idee, die man von Herzen verteidigen sollte. Die Idee Menschen unabhängig von ihrer Religion, ihrer Nationalität oder Sprache zu vereinen, ist eine linke Idee. Denn sie überwindet veraltete Ideologien wie den Nationalismus und ist gegen die Abgrenzung gerichtet. Ein Europa, in dem die Menschen gleich sind und, dass die Perspektive bietet Nationalismus und Rassismus zu überwinden, ist ein Europa, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Europa und der Euro

Die Kritik, die am Euro geübt wird, auch von fortschrittlichen Kräften, ist sicher berechtigt. Der Euro hat dazu geführt, dass die europäischen Staaten einer Wirtschaftsmacht Deutschland als Absatzmarkt dienen. Dies war aber nur möglich, weil die Industrie und die Politik in Deutschland sich für niedrige Löhne und Sozialabbau eingesetzt haben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Obdachloser radelt wieder: Max Bryan wirbt für «Wohnungsmelder.org»

Max Bryan ist seit 18 Monaten obdachlos und findet in Hamburg keine für ihn bezahlbare Wohnung. In einer bewegenden Rede, vor tausenden Menschen am Hamburger Millerntorplatz, schildert er stellvertretend für alle Obdachlosen der Stadt die Ausweglosigkeit, in Hamburg eine Wohnung zu finden und kündigt an, die Stadt deshalb auch verlassen zu wollen, mit dem Fahrrad – wohlbemerkt.

(ddp tp) Der Ankündigung folgten Taten und derzeit befindet sich der 36-Jährige auf einer 800 km Radtour quer durchs Rheinland bis in den Hessischen Taunus hinein. Diesen Beitrag weiterlesen »

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