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Von der Linken zur SPD – Pia Döring und der Wille der WählerInnen

Pia Döring - Bildquelle: http://www.dielinke-saar.de/wahlen/kandidaturen/pia_doering/

Wenige Wochen sind die Wahlen im Saarland her, die die CDU mit einigem Abstand gewann. Nun hat sich Pia Döring, die auf der Liste der Linken in den Landtag einzog, entschloßen ihre Partei zu verlassen und zur SPD zu wechseln!

Sie begründete ihren Schritt damit, dass die SPD sich wieder in die richtige Richtung bewege. Für den Erhalt des Saarlandes seien die nächsten fünf Jahre entscheidend.Sie fühle sich verpflichtet, daran mitzuarbeiten, das Land wieder auf solide Füße zu stellen. Döring war von 1976 bis 2004 schon SPD-Mitglied und verließ die Partei wegen der Agenda 2010.

Meinungswechsel in wenigen Wochen

Noch keinen Monat ist es her, da wurde Pia Döring für die Linke in den Landtag gewählt, ihr Wechsel zur Sozialdemokratie kann daher als Betrug an den WählerInnen und den Mitgliedern der Linken gesehen werden. Dieser Wechsel zeigt, dass es einigen Abgeordneten wohl eher um persönliche Macht geht, als um den Willen der WählerInnen, denn es ist nicht nachvollziehbar, wie eine Abgeordnete, wenige Wochen nach ihrer Wahl sich zu einem Parteiwechsel entschließt. Ein Wechsel der eigenen Ideale kann nicht innerhalb weniger Wochen stattfinden und ist für die WählerInnen wohl auch absolut nicht nachvollziehbar.

Die Delegierten der Linken, die  Frau Döring aufgestellt haben, haben sie auf einen hohen Listenplatz gestellt, da sie ihr die Chance geben wollten die eigenen Ideale zu vertreten. Wenn Frau Döring vor wenigen Wochen noch auf dem Ticket der Linken ins Parlament ziehen konnte, dann ist es nicht nachvollziehbar, wie sie die Partei, die ihre die Chance gegeben hat, nach wenige Wochen und ohne einen Kurswechsel der Linken, verlassen kann!

Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten?

Freiheit ? Bild stammt von: http://www.flickr.com/photos/dazzied/

In der heutigen Zeit wird man leider immernoch über seinen Beruf und seine Herkunft definiert! Die Menschen fragen was man macht und woher man stammt, aus welchem Land die Familie kommt. Solche Fragen werden gestellt, bevor man weiß, welche Interessen die andere Person hat oder wovon sie träumt!

Die Arbeit nimmt einen immer höheren Stellenwert im Leben der meisten Menschen ein, viele Menschen definieren sich sehr stark über ihre Tätigkeit und ihre Position. Immer mehr Menschen leiden am Burnout und an Depressionen, weil sie dem Druck im Beruf nicht mehr standhalten können und es nicht mehr ertragen können, dass sie ihr Leben ihrer Arbeit unterordnen  müssen!

Leben für die Arbeit?

Die kapitalistische Ordnung grenzt immer mehr Menschen aus, die nicht die Standards der Arbeitgeber erfüllen können. Die Menschen, die diese erfüllen können müssen häufig immer mehr und auch wieder härter arbeiten um den Ansprüchen des Arbeitgebers zu genügen. Als Belohnung für die Arbeit winkt meist ein Gehalt mit dem sich die Grundbedürfnisse erfüllen lassen und vielleicht sogar manche  Konsumgüter gekauft werden können. Die Werbung und die Gesellschaft versuchen uns weiß zu machen, dass es wichtig ist sich den herrschenden Ideen und Idealen unterzuordnen. So gelten Arbeitslose bei vielen Menschen als faul und nicht willens zu arbeiten, dieser Gedanke allein zeigt, dass die meisten Menschen ihre Mitmenschen anhand ihrer Arbeit definieren und nicht auf deren Ideale achten! Diesen Beitrag weiterlesen »

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