Artikel-Schlagworte: „globalisierung“
Der Hass auf den Westen
Jean Ziegler ist einer der bekanntesten Soziologen der Welt, seine Bücher werden weltweit gelesen, seine Worte von Millionen Menschen auf dieser Welt geteilt. Roxana Ehlke hat für Marx21 eine Besprechung über Jean Zieglers Buch “Der Hass auf den Westen: Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren
” geschrieben.
Der Hass auf den Westen, diese unausrottbare Leidenschaft, beherrscht heute eine große Mehrheit der Völker in der südlichen Hemisphäre. Er ist ein wirksamer Mobilisierungsfaktor.« Woher diese Abneigung kommt und wozu sie führen kann, analysiert der Schweizer Soziologe und ehemalige UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung Jean Ziegler sehr gründlich in seinem neuen Buch.
»Dieser Hass ist keineswegs pathologisch, sondern manifestiert sich in einem strukturierten und rationalen Diskurs«, erklärt Ziegler. Getragen werde er durch ein kollektives Bewusstsein, welches durch ein gemeinsames Gedächtnis der Gesellschaften des »globalen Süden« geprägt sei. Dieses kollektive Gedächtnis sei dem von Individuen insofern ähnlich, als dass es auch traumatisiert sein und schlimme Erlebnisse verdrängen könne, die dann erst nach Jahren aufgearbeitet werden könnten. Diesen Mechanismus führt Ziegler an, um zu erklären, warum der aus Zeiten des Kolonialismus resultierende Hass auf die westliche Hegemonie noch heute große Widerstandsbewegungen hervorbringen kann. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Gemeinwohlökonomie – eine Alternative zum Neoliberalismus
Wer in einer begrenzten Welt an unendliches exponenzielles Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom, sagte einst der US-Ökonom Kenneth Boulding. Diesen Fakt zu begreifen bedarf es keiner tieferen Analyse, dieser Wachstumszwang wird das System an die Wand fahren. Glücklicherweise gibts es jedoch immer Alternativen zu alles und jedem: So bietet die Gemeinwohlökonomie die Möglichkeit, das System vom Wachstumszwang zu befreien, mehr noch: Die Gemeinwohlökonomie mag es – in seiner Theorie jedenfalls zufolge – ein besseres Arbeitsklima, gerechtere Löhne und eine Schonung der Umwelt herbeizuführen. Wie diese Utopie verwirklicht werden kann, wird in dem Buch von Christian Felber, einem Gründmitgleid von Attack-Österreich, beschrieben.
Es klingt fast schon wie in einem Märchen: Die Ellenbogengesellschaft fährt ihre Ellebogen ein, man begegnet sich nicht mehr als Konkurrent: Der Feind wird zum Freund. Die Philosophie der Gemeinwohlökonomie ist “zusammenarbeit”, anstatt sich ewig und verbissen zu konkurrieren. Christian Felber, der Autor dieses Buches, hat interessanterweise keine Diesen Beitrag weiterlesen »
Leiharbeit, du elender Schuft!
Es sind nun schon über 1.000.000 in Deutschland. Die Rede ist von Leiharbeitern, besser gesagt von Sklaven. Von der Wirtschaft und Politik hört man bzgl. Leiharbeit meist postitives. Als die 1-Millionengrenze geknackt wurde, wurde dieses Durchbrechen eher gefeiert als kritisch betrachtet.
Früher dienten die Zahlen aus der Leiharbeit noch als Konjunkturindikator. Stieg die Zahl der Leiharbeiter, so konnte man mit einem zukünftigen BIP-Zuwachs rechnen. Fielen jedoch die Zeitarbeiterzahlen, so war es wahrscheinlich, dass die Konjunktur einen Dämpfer erhalten würde.
Indikator Adieu!
Der Leiharbeit-Wirtschaftsindikator war einmal. Schon längst ist Leiharbeit ein Alltags-Phänomen in der Wirtschaft geworden. Ganze Betriebe sind mittlerweile auf Leih- und Zeitarbeiter ausgerichtet, können den finanziellen Vorteilen gegenüber den kostenintensiven Stammmitarbeitern nicht widerstehen. Leiharbeiter können über Leiharbeiterfirmen flexibel bestellt und abbestellt werden. Rechtliche Probleme mit Leiharbeitern existieren nicht, da der Leiharbeiter keinerlei Rechte besitzt. Von Urlaubs- und Weihnachtsgeld können Leiharbeiter nur träumen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Jean Ziegel und der Angriff des Großkapitals – Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind!
Der Schweizer Soziologe und ehemalige sozialdemokratische Abgeordnete, Jean Ziegler (77), sollte die Eröffnungsrede bei den diesjährigen Salzburger Festspielen halten. Nach massivem Druck durch Banken und andere Großkonzerne wurde ihm aber in letzter Minute abgesagt, damit er seine kritische Rede nicht hält. Die Begründung war Zieglers angebliche Nähe zu dem libyschen Präsidenten und Mörder, Mumar al Gadaffi, die sowohl von Ziegler als auch von der libyschen Regierung zurück gewiesen wurde!
Mit dem Angriff auf die Meinungsfreiheit und auf den berühmten Menschenrechtler, der auch für die UNO arbeitet, haben sich die Konzerne eher selbst geschadet, denn die Rede könnt ihr nun hier lesen:
Sehr verehrte Damen und Herren,
alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 37.000 Menschen verhungern jeden Tag und fast eine Milliarde sind permanent schwerstens unterernährt. Und derselbe World-Food-Report der FAO, der alljährlich diese Opferzahlen gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft in der heutigen Phase ihrer Entwicklung problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung normal ernähren könnte.
Schlussfolgerung: Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine Fatalität für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.
Gestorben wird überall gleich. Ob in den somalischen Flüchtlingslagern, den Elendsvierteln von Karachi oder in den Slums von Dhaka, der Todeskampf erfolgt immer in denselben Etappen. Bei unterernährten Kindern setzt der Zerfall nach wenigen Tagen ein. Der Körper braucht erst die Zucker-, dann die Fettreserven auf. Die Kinder werden lethargisch, dann immer dünner. Das Immunsystem bricht zusammen. Durchfälle beschleunigen die Auszehrung. Mundparasiten und Infektionen der Atemwege verursachen schreckliche Schmerzen.
Dann beginnt der Raubbau an den Muskeln. Die Kinder können sich nicht mehr auf den Beinen halten. Ihre Arme baumeln kraftlos am Körper. Ihre Gesichter gleichen Greisen. Dann folgt der Tod.
Die Umstände jedoch, die zu dieser tausendfachen Agonie führen, sind vielfältig und oft kompliziert.
Ein Beispiel: die Tragödie, die sich gegenwärtig (Juli 2011) in Ostafrika abspielt. In den Savannen, Wüsten, Bergen von Äthiopien, Djibouti, Somalia und Tarkana (Nordkenia) sind 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit fünf Jahren gibt es keine ausreichende Ernte mehr. Der Boden ist hart wie Beton. Neben den trockenen Wasserlöchern liegen die verdursteten Zebu-Rinder, Ziegen, Esel und Kamele. Wer von den Frauen, Kindern, Männern noch Kraft hat, macht sich auf den Weg in eines der vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge und vertriebene Personen eingerichteten Lager.
Das Geld fehlt Diesen Beitrag weiterlesen »
Brauchen wir immer mehr Wachstum?
Wir brauchen doch immer mehr Wachstum, damit wir unseren Wohlstand erhalten können und weiterhin den anderen Nationen überlegen sind oder etwa nicht?
Ist es möglich eine gesunde Volkswirtschaft zu schaffen ohne den ständigen Zwang mehr Wachstum und mehr Gewinne zu schaffen?
Mit dieser Frage wird sich Attac bald beschäftigen auf einem Kongress, die Pressemitteilung zu diesem interessanten Kongress kann man hier lesen:
Die anhaltend massiven Proteste gegen Atomkraft machen deutlich: Die Zeit für den Atomausstieg und eine Energiewende ist überreif. Doch wie viel Energie kann ökologisch nachhaltig erzeugt werden? Und reicht diese für den stetig steigenden Bedarf einer kontinuierlich wachsenden Ökonomie? Oder gilt es, grundsätzlicher umzusteuern – weg von einer Wirtschaftweise, die auf kontinuierliches Wachstum und damit auf Hochrisikoenergien wie Atomkraft, Öl und Kohle angewiesen ist? Ein Ort, diese Fragen zu diskutieren, ist der Kongress “Jenseits des Wachstums?!” vom 20. bis 22. Mai an der Technischen Universität Berlin, den Attac in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-, der Heinrich-Böll-, der Otto-Brenner- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorbereitet. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Globalisierung in unseren Köpfen
Stell dir vor Du bist in einem Garten. In einem Garten voller Apfelbäume. In unzähligen Reihen sind diese doch sehr prächtigen Exemplare angeordnet.
Du gehst durch die Reihen, immernoch fasziniert vom ersten Eindruck des Gartens. Doch plötzlich fällt Dir das immer schwächer werdene Grün der Blätter auf.
Die Qualitätsmängel sind Dir nicht erklärbar. Du bittest um Rat anderer. Doch auch sie können keinen Grund für die hängenden, braun-grünen Blätter geben.
Nachdem Du keine schlüssige Antwort bekommst, bedienst du dich an deinem Verstand und erkennst: “Na klar, Monokulturen machen den Boden nährstoffarm, machen den Boden unfruchtbar.”
Liebe Afrikaner wir helfen euch so gut es geht!
Seit vielen Jahren verbreiten wir Europäer Freiheit, Frieden, Wohlstand und Freude in Afrika. Höchste Zeit, dass dies den Afrikanern mal in einem verständlichen Image Film erklärt wird.
Extra 3 hilft uns nun endlich, dabei diese wichtige Botschaft zu verbreiten.
Extra 3 kann man wieder für ein gelungenes Video danken!

