Artikel-Schlagworte: „gewerkschaften“

“Das ist unser Haus…”

Am 2. Mai 1933 starteten die Nazis ihren Angriff auf die Gewerkschaften als legitime Vertretungsorgane der Arbeiterinnen und Arbeiter in Deutschland. Das Ziel: Zerschlagung der demokratischen Strukturen und Gleichschaltung der Gesellschaft. Die Ausstellung richtet sich an alle Interessierten, insbesondere Schülerinnen und Schüler, die sich mit diesem dunklen Abschnitt der Goslarer Gesichte der Arbeiterbewegung und der deutschen Demokratie auseinandersetzen wollen.

Gerade die damalige fortwährende Einschüchterung der engagierten Gewerkschafter, Sozialdemokrat_innen und
Kommunist_innen durch die SA lassen Parallelen zu heute erkennen. „Nie wieder 33!“ ist das Thema.

Mit dieser Ausstellung soll an die erinnert werden, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen. Zum anderen soll nachvollzogen werden, warum die nationalsozialistische Propaganda, gepaart mit Gewalt, in Deutschland auf besoders fruchtbaren Bodel fiel. Mit angeboteten Bildungsprogramm soll dazu beitragen, dass Nazis in Deutschland nie wieder eine Chance bekommen.

Eine Veranstaltung von DGB Ortsverband Goslar in Kooperation mit der Rosa-Luxemburgstiftung Niedersachsen e.V. u.a.

Ausstellung / Kultur
28.04.2013 | 11:00 Uhr bis 19.05.2013 | 18:00 Uhr
Museum, Goslar

Freihandel, Gewerkschaften und Probleme der transnationalen Solidarität

Im November 2011 verließen zahlreiche Studierende den Kurs von Prof. Gregory Mankiw an der Harvard University, um gegen die konservative Verzerrung und die realitätsferne, formal-abstrakte Behandlungsweise ökonomischer Themen durch einen der bekanntesten und einflussreichsten Ökonomen der Gegenwart zu demonstrieren. Vielen dieser Studierenden fehlte eine stärkere Einbettung der abstrakt-formalen Modelle in einen historischen, gesellschaftspolitischen und institutionelle Rahmen – gerade nach der jüngsten Weltfinanzkrise.
Diese Hoffnung, Kompetenzen zur Lösung gravierender gesellschaftlicher Probleme zu erlangen, ist nicht neu, lässt aber immer wieder kritische Ökonom_innen und andere an wirtschaftlichen Zusammenhängen Interessierte danach fragen, ob die Zuwendung zu einer Politischen Ökonomie in Ablehnung der neoklassischen Verkürzung auf marktliche Interaktionen Abhilfe schaffen könnte. Im Eduard-Heimann-Colloquium soll die Vielfalt politökonomischer Ansätze anhand einer breiten Themenauswahl diskutiert werden.

Freihandel, Gewerkschaften und Probleme der transnationalen Solidarität

2006 verkündete die Europäische Union ihre neue Freihandelsstrategie “Global Europe” mit dem ausdrücklichen Ziel, die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Während europäische Ge­­werkschaften dies z.T. unterstützten, stehen die Arbeiterbewegung des Südens dem skeptisch gegenüber. Für sie bedeutet Freihandel immer auch Deindustrialisierung und damit einhergehend den Verlust von Arbeitsplätzen. Andreas Bieler argumentiert, dass diese unterschiedlichen Interessenlagen vor dem Hintergrund der “uneven and combined development” Dynamik des globalen Ka­pitalismus verstanden werden müssen. Im Weiteren werden die Möglichkeiten diskutiert, wie diese Spannungen innerhalb der internationalen Arbeiterbewegung überwunden werden können und wie transnationale Solidarität wieder hergestellt werden kann.

09.01.2013 | 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Uni Hamburg, FB Sozialökonomie (ex-HWP), Hamburg
Mit Prof. Andreas Bieler (Uni Nottingham)

Von Frankreich lernen? – Nicht wenn es um Gewerkschaften geht

Unter Slogans wie „In Frankreich ist alles besser“ oder „Wie Gott in Frankreich“ fordern immer mehr Linke und linke Gewerkschaftler „französische Verhältnisse“ in Deutschland. Warum auch nicht, Immerhin sind die Bedingungen in Frankreich doch paradiesisch. Der Generalstreik ist per Verfassung ein Grundrecht, Gewerkschaften sind alle Politisch und beteiligen sich auch an Themen welche nicht direkt die Arbeit betreffen und bei Streiks wird mal eben der Chef gekidnappt oder mit dem Bagger wird gleich in sein Büro gefahren, das alles wäre in Deutschland niemals möglich.

Ein Paradies oder ? Diesen Beitrag weiterlesen »

Generalstreik und Demonstrationen in Griechenland

Proteste für ein anderes System – vereint stark!

Die kommunistische Partei Griechenlands, KKE, und die Pame hat ihnen schon vor einigen Wochen gefordert, nun haben sich die Gewerkschaften und die Syriza abgeschlossen,  der Forderung nach einem Generalstreik, dem ersten unter der Regierung Samaras. Die Sozialabbauprogramme und Sparvorgaben, die von der Troika diktiert worden, sind sogar Teilen der Regierung zu hart, dass die Bevölkerung dagegen Sturm läuft darf nicht verwundern.

Es ist der erste Generalstreik unter der neuen Regierung, der dritte in diesem Jahr. Die Folgen treffen die Regierung und die Kapitaleliten. Flüge werden gestrichen, Züge fallen aus, Geschäft bleiben geschlossen, Fähren fahren nicht mehr und Krankenhäuser arbeiten nur mit Notbesetzung.

Streik und seine Folgen Diesen Beitrag weiterlesen »

180.000 Arbeitsplätze in Italien sind gefährdet

Die Krise des Kapitalismus trifft nicht nur Spanien, Griechenland und Portugal, auch in Italien wird der Widerstand gegen Spardiktat und Entdemokratisierung immer stärker. Die Rechtsregierung in Italien gerät immer stärker unter Druck, während die Parteien links der Mitte an Stärke gewinnen. Der einzige Interessenvertreter, dem die Menschen wirklich glauben, scheinen die italienischen Gewerkschaften zu sein, die sich klar gegen die antisoziale Politik stellen.

Die Gewerkschaften warnen vor einem heißen Herbst, sie drohen mit Streiks, Arbeitsniederlegung und Besetzungen, denn in der italienischen Industrie sind mehr als 180.000 Arbeitsplätze gefährdet. Den massivsten Arbeitsplatzabbau dürften der  Autobauer Fiat, der US-Stahlkonzern Alcoa sowie der Billigflieger Wind Jet durchführen, es seien mehre tausende Jobs gefährdet, warnen die Gewerkschaften, die in den nächsten Wochen mit einer Welle von Streiks und Protesten rechnen. Am Mittwoch startet die Regierung Monti eine Konsultationsrunde mit den Sozialpartnern, um ein Paket zur Förderung der Beschäftigung zu entwerfen.

Fiat kürzt und baut ab Diesen Beitrag weiterlesen »

Massenentlassungen und Streiks bei Neckermann

Solidarität mit Neckermann!

Immer wieder wird von dem neuen deutschen Wirtschaftswunder gesprochen, für viele Menschen müssen solche Sätze wie pure Ironie erscheinen. So entlässt der Versandhändlecker Neckermann Ende des Jahres mehr als 1400 Menschen, die sich nun versuchen mit Streiks und Arbeitskampf gegen diese Situation zu wehren.

Die Pläne waren schon seit Ende April sicher, ihr Ausmaß aber nicht bekannt. In der Logistik, die ganz geschlossen werden soll, werden 800 Arbeitsplätze vernichtet, 390 in der Verwaltung, 140 beim Einkauf und 50 in der Werbung. Einen Neckermann-Katalog soll es nicht mehr geben. Die Beschäftigten waren von der Nachricht geschockt und überrumpelt. Bisher gehen noch täglich 58.000 Sendungen an die Kunden raus. Das Sortiment des Versandhändlers umfasst ca. 700.000 Artikel, in fast allen Bereichen.

Steik und Gewerkschaft Diesen Beitrag weiterlesen »

Millionen Menschen streiken in Spanien

Spanien ein Vorbild für den Generalstreik in Deutschland Bildquelle: arbeiterfotografie.com

Ein Drittel aller spanischen Arbeitnehmer wird sich laut Umfragen am Generalstreik gegen den Sozialabbau und die neoliberale Politik der eigenen Regierung beteiligen. Unterstützt werden sie dabei von Millionen Arbeitslosen, die momentan keine Hoffnung auf Arbeit haben.

Die spanische Regierung will sparen und wie überall in Europa werden unter diesen Sparmaßnahmen vor allem die Arbeitnehmer und die unteren Schichten leiden. Premier Mariano Rajoy spricht von einem „sehr, sehr ausgedünnten Haushalt“, der helfen soll, das Defizit zurückzuführen, vergisst dabei aber, dass sich selbst im Kapitalismus Spanien nicht erholen wird, wenn es keine Nachfrage gibt. Der Sozialabbau soll in noch größerem Ausmaße stattfinden als in Griechenland oder Portugal, Länder in denen die Menschen schon unter dem Diktat leiden. In der gesamten Geschichte unseres Landes findet sich keine vergleichbare Anpassung“, schreibt die El Pais. Als Reaktion hierauf sowie auf jüngste Veränderungen im Arbeitsrecht rufen die beiden größten Gewerkschaften nur vier Monate nach Antritt der neuen konservativen Regierung am heutigen 29. März zum Generalstreik auf. Die Gewerkschaften und die Menschen in Spanien zeigen schon jetzt sehr deutlich, dass sie erkennen, dass die Konservativen keine bessere Politik machen.

Sozialabbau im öffentlichen Dienst

Zusätzlich zu den bereits im Dezember angekündigten Kürzungen in Höhe von 15 Milliarden Euro wird Rajoy Schätzungen zufolge Einsparungen in Höhe von weiteren 40 Milliarden ankündigen. Erwartet werden vor allem Kürzungen im Sozialen und in der Bildung. Druck kommt vor allem von den Finanzmärkten, die schauen ob der Premier vor dem Hintergrund bereits vorhandener Kürzungen im sozialen Bereich, dem Einfrieren der Löhne für den öffentlichen Dienst, der Privatisierungen und der 40 Zwangsräumungen pro Tag in ganz Spanien, an seinem Kurs festhalten kann. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kampf für eine Umverteilung von oben nach unten – Verdistreik

Wir sind es wert- Verdi Wiesbaden: http://wiesbaden.verdi.de

1,77 Prozent pro Jahr über zwei Jahre bieten die Arbeitgeber den Angestellten im öffentlichen Dienst an, ein Angebot, das jeder Arbeitnehmer nur ausschlagen kann. Es müsse „konsolidiert“ werden, für Lohnerhöhungen sei kein Geld da, so behaupten es Staat und Kommunen. Die Tarifverhandlungen sollen in einer Woche beginnen, doch die Arbeitgeber zeigen sich weiterhin nicht interessiert an einer sozialen Lösung des Problems.

Verdi verlangt 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. 7,9 Prozent Lohnzuwachs für die Beschäftigten im Versorgungsbereich und 100 Euro mehr für Auszubildende. Die Arbeitgeber – Bund und Kommunen – haben ein Stufenmodell angeboten, das nach ihrer Rechnung im zweiten Jahr auf ein Lohnplus von 3,3 Prozent hinauslaufen würde.

Arbeitskampf das einzige Mittel Diesen Beitrag weiterlesen »

Armut im Alter – Die Rentenfrage – Ein Gespräch mit Matthias Birkwald

Matthias Birkwald

Immer länger müssen die Menschen in Deutschland arbeiten und trotzdem sind immer mehr Menschen im Alter von Armut und Ausgrenzung bedroht. Wir sprachen mit Matthias W. Birkwald, dem rentenpolitischen Sprecher der Linken, über die Konzepte seiner Partei und die Frage, wie die deutsche Rentenpolitik die Jugend betrifft.

Die Freiheitsliebe: Die Linke setzt sich als einzige Partei für eine Rente mit 65 ein. Welche Gründe gibt es, dass die Rente mit 67 abgelehnt wird?

Matthias W. Birkwald: Viele. DIE LINKE weist darauf hin, dass die Rente erst ab 67 für fast alle Menschen eine Rentenkürzung bedeuten würde. Es ist so, dass es fast keine Menschen gibt, die in dem Alter von 65 noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Im März 2011 waren nur 18,4%, der Männer und Frauen im Alter von 60-64, vollzeitbeschäftigt. Man kann sagen, dass die Teilzeitarbeit auch wichtig ist, aber in diesem Bereich liegen die Zahlen noch niedriger.
Wir lehnen die Rente erst ab 67 ab, weil die Menschen schon die Rente ab 65 Jahren nicht erreichen. Man muss wissen, dass jeder Zweite der oder die heute in Rente geht, schon Abschläge in Kauf nehmen muss. Bei der Rente erst ab 67 würden noch mehr Menschen noch höhere Rentenkürzungen in Kauf nehmen müssen.
Die Rente erst ab 67 lehnen wir darum ohne Wenn und Aber ab. Wir fordern den ungekürzten Rentenzugang nach 40 Beitragsjahren einschließlich gleichgestellter Zeiten und die Möglichkeit, schon ab 60 bis 65 Jahre ohne Abschläge aus dem Erwerbsleben auszusteigen und wir streiten für die Angleichung der Rentenwerte Ost auf das Westniveau.

Die Freiheitsliebe: Was kann man denn politisch bewirken, damit die Menschen zumindest bis zur Rente mit 65 einen Arbeitsplatz haben und somit eine solide Rente? Diesen Beitrag weiterlesen »

Es wird Zeit – Wir brauchen den politischen Streik!

Generalstreik - Ein Grundrecht - Bildquelle: arbeiterfotografie.com

Arbeitslosigkeit, Armut und Sozialabbau sind die Probleme unserer Gesellschaft, sie sind gemeinsam von Politikern und Unternehmern gefördert worden. Die gemeinsame Politik der Konzerne und Unternehmerverbände mit Unterstützung der konservativen politischen Parteien hat mit dem Sozialstaatsgebot, zu dem uns das Grundgesetz verpflichtet, nichts mehr zu tun. Die Kritik am aktuellen System und an den Mitteln die gewählt werden, kann nur wirklich effektiv sein, wenn die Arbeitnehmer in Deutschland ihre wohl mächtigste Waffe erhalten: den politischen Streik!

In den meisten europäischen Ländern sind der politische Streik/Generalstreik ein zugelassenes und oft verwendetes Mittel um die Interessen der Gewerkschaften und Arbeitnehmer durchzusetzen. Das bekannteste Beispiel für diese Praxis ist Frankreich. So fordert Verdi-Chef Frank Bsirske in Deutschland den politischen Streik und schaut neidisch auf die Protestkultur und die Erfolge der Gewerkschaften in Frankreich. “Von der Protestkultur in Frankreich können wir uns eine Scheibe abschneiden”, sagte Bsirske gegenüber dem Spiegel.

Unterstützung aus allen Gewerkschaften

Die Forderung nach einem politischen Generalstreik wird dabei von allen Gewerkschaften mehr oder weniger laut vertreten. „Es gehört zur politischen Auseinandersetzung in einer offenen Gesellschaft, dass diejenigen, die im Wesentlichen nur von ihrer Arbeitskraft leben und als solche in wirtschaftlicher und sozialer abhängiger Stellung sind, das einzige Druckmittel, das sie haben, nämlich die kollektive Arbeitsverweigerung, auch einsetzen können müssen, um ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen”, sagte Detlef Hensche, ehemaliger Vorsitzender der IG Medien.
Vor vier Jahren reichte der IG BAU-Sekretär Veit Wilhelmy beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eine Petition ein, die die Wiedereinführung des politischen Streiks in Deutschland forderte. Erfolg hatte er damit jedoch nicht.

Auch die Mitglieder der IG-Metal zeigten in den vergangenen Jahren, dass auf sie Verlass ist beim Kampf um politische Themen und für den politischen Streik. Anfang 2007 demonstrierten mehr als 300.000 Metaller während ihrer Arbeitszeit bundesweit bis zu vier Stunden gegen die Rente mit 67. Die Proteste reichten leider nicht aus, um die Rentenpläne der Regierung zu verhindern. Doch die Gewerkschafter zeigten, dass das Recht auf den politischen Streik ihnen immernoch wichtig ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

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