Artikel-Schlagworte: „Femen“
Femen – oder wie man den Kampf für Frauenrechte falsch verstehen kann
Es ringt einem ein Lächeln ab, wenn man Angela Merkels vor Schreck aufgerissene Augen in den Fernsehbildern sieht, die eine Femen-Aktivistin zeigen, die ihr und Russlands Präsident Putin vergangene Woche auf der Hannover-Messe die blanken Brüste entgegenstreckt, doch nachdem die Wachmänner die zierliche Frau zu Boden gerungen haben, bleibt die Frage: Was soll das? Femen, eine Gruppe, die 2008 in der Ukraine entstand, ist in Deutschland angekommen, sie demonstrieren hier gegen Nazis, gegen Prostitution und gegen Putin – vor allem aber immer: medienwirksam. Hübsche Frauen mit Blumen im Haar und nackten Brüsten, auf denen Parolen stehen, die im Anschluss scheinbar brutal von Polizei und Security überwältigt werden – man kann gar nicht anders, als kurz zusammen zucken, wenn man die behandschuhten Hände die scheinbar hilflosen Frauenkörper packen sieht. Aber was außer Aufmerksamkeit bringt diese Art von Protest und dient er wirklich der Frauensache?
Femen planen die Revolution!
Femen? Wer oder was sind Femen? Hierbei handelt sich nicht um eine philosophische Abhandlung oder eine Fabel. Die Rede ist von einer kritischen Organisation. Die Femen gründeten sich am 11. April 2008 in Kiew. Sie sehen sich als feministische Agitprop-Gruppe und machen vor allen Dingen durch ihr “nacktes” Auftreten auf sich aufmerksam.

Zwar existiert die Bewegung gerade einmal etwas mehr als vier Jahren, doch konnten schon einige Teilerfolge verbucht werden. So protestierten einige Femen im Februar 2011 vor der italienischen Botschaft in Kiew gegen das von Silvio Berlusconi vermittelte Frauenbild in Italien. Im Mai 2011 empörten sich die Femen über den Kinderhandel und die Leihmutterschaft. Seit Oktober 2011 wird nun auch gegen die Organisation der Fußball-Europameisterschaft 2012 protestiert.
BWL-Studentin gründet Organisation
Angefangen hat alles damals am 11. April 2008. Die zu diesen noch Zeiten studierende Anna Hutsol gründete die Frauenbewegung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit dem Hintergrund die Situation von Frauen vor Ort zu Diesen Beitrag weiterlesen »

