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09/11 – Der Fall Salvador Allende Gossens’

Salvador Allende – Quelle: Biblioteca del Congreso Nacional de Chile

Ich habe für eine Sache gekämpft, die ich für gerecht gehalten habe. Und für die Gerechtigkeit muss man standhaft bleiben. Damals habe ich gedacht, wie mein Vater der Gewerkschaftler war, dass man für seine Überzeugung kämpfen muss. Es ist vielleicht ein wenig idealistisch, aber auch heute würde ich für dieses Ideal weiterkämpfen. Die Idee des Sozialismus ist eine gute Idee, was die Menschen daraus jedoch gemacht haben, ist enttäuschend. Kann sein, dass ich naiv bin, aber ich werde weiter kämpfen.“, … ein ehemaliger Mitarbeiter des Präsidentenpalasts, der nur mit Glück 1973 aus Chile fliehen konnte.

Allendes Politik bestand nicht aus „copy & paste“. Er kopierte weder die Sowjetunion, noch Jugoslawien oder Kuba. Salvador Allende versuchte mit seiner Politik der friedlichen Revolution einen eigenen Weg zu gehen. So versuchte er nicht die Wirtschaft in staatliche Großbetriebe umzuwandeln, sondern sie weitgehend autonom zu belassen. Er schuf keine Kultur der bäuerlichen Genossenschaften, sondern versuchte Vorhandenes zu kultivieren. Seine Bildungspolitik schaffte es Bildung einer breiten Masse zugänglich zu machen, wie es in Chile bislang nicht möglich gewesen war. Arbeit, Bildung und Essen für alle! Diesen Beitrag weiterlesen »

Chilenische Faschisten hetzen gegen Juden und ermorden Homosexuellen

Training der Faschisten – Quelle Foto: www.movilh.cl

Chile war in den vergangenen Wochen immer wieder negativ in den Schlagzeilen, meist weil es die Studentenbewegung im eigenen Land verhindern wollte. Nun muss sich das Land wohl mit einem anderen Thema auseinandersetzen, der Bewaffnung faschistischer Banden, die gegen Juden hetzen und deren Gräber schänden.

Ohne größere Störungen durch den Staat können Neonazis in Chile paramilitärische Trainings durchführen und jüdische Friedhöfe attackieren. So zeigen es zumindest Videos und Bilder, die die »Bewegung zur Integration und Befreiung Homosexueller« (MOVILH) am Donnerstag (Ortszeit) in Santiago veröffentlichte. Auf ihrer Homepage teilte die Organisation mit, das Material sei ihr anonym zugespielt worden und man habe es daraufhin dem chilenischen Geheimdienst ANI übergeben.

Schwer bewaffnet und rechts

Ein Video zeigt wie Mitglieder der “Nationale Ordnungsfront” (FON), eine neofaschistische Organisation, militärisch ausgebildet werden. Schwerbewaffnete Rechte kriechen unter Stacheldraht hindurch, während “Kameraden” ihnen »”Reißt ihnen die Augen aus, damit sie euch nicht sehen können” zurufen! Auf den Fotos lässt sich erkennen wie Mitglieder der gleichen Organisation jüdische Friedhöfe und Gräber schänden, indem sie ihre Symbole verbreiten. Diesen Beitrag weiterlesen »

200.000 demonstrieren für bessere Bildung!

Camila Vallejo – Gesicht der Bewegung

Weltweit versuchen sich SchülerInnen und Studierende ihr Recht auf bessere und kostenlose Bildung zu erkämpfen. So kam es am vergangenen Donnerstag in Chile zu einem lnadesweiten Bildungsstreik in Chile. Allein in der chilenischen Hauptstadt, Santiago de Chile, gingen mehr als 100.000 Schüler, Studierende und Unterstützer auf die Straße.Auch in anderen Städten nahmen 10.000. an den Demonstrationen teil.

Aufgerufen hatte unter anderem der Studierendenverband Confech. Im Regierungspalast Moneda übergaben Demonstranten Briefe mit den fünf Hauptforderungen für Präsident Sebastián Piñera und alle Abgeordneten. Die Polizei und Truppen der  Carabineros, der militarisierten Polizei Chiles, setzten Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein und zeigten sich äußerst Gewaltbereot.

Ausschreitungen und Gewalt Diesen Beitrag weiterlesen »

Bildung in der gespaltenen Gesellschaft

Bildung in der gespaltenen Gesellschaft

In kaum einem anderen Industrieland hängen die Aussichten auf gute Bildung so sehr von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland. Nicht zuletzt deshalb gehen am 17.11. wieder bundesweit SchülerInnen, Studierende und Azubis gemeinsam auf die Straße, um für ein gerechtes Bildungssystem in einer gerechten Gesellschaft zu kämpfen. Doch nicht nur in Deutschland gibt es diese Proteste.
Auch in Chile, Spanien, Großbritannien, Israel und mittlerweile auch im Herzen des Kapitalismus – an der Wall Street in New York – wehren sich immer mehr junge Menschen gegen die zunehmende soziale Ungleichheit in ihren Ländern. Bildung dient den Menschen nicht nur zur Emanzipation, zur Selbstentwicklung und -entfaltung. Bildung wird für die Lebensperspektive der Menschen auch deshalb immer wichtiger, weil ihre Bedeutung im Wirtschaftsprozess stetig zunimmt. Ohne Zugang zu Bildung und Wissen hat man in der heutigen Gesellschaft wenige Chancen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Untersuchungen zum Tod von Allende und Neruda

Der Tod des berühmten Dichters und Politikers Pablo Neruda liegt schon fast vier Jahrzehnte zurück. Wurde sein Tod offiziell immer als natürlich bezeichnet, wurden die Zweifel an dieser Behauptung in den letzten Jahren immer stärker. Am vergangenen Donnerstag konnten  die Kommunistischen Partei  Chiles(PCCh) einen Antrag durchsetzen, der die Justiz zwingt, die Umstände des Todes des weltberühmten Schriftstellers Pablo Neruda zu untersuchen.

Der Literaturnobelpreisträger war am 23. September 1973, wenige Tage nach dem Staatsstreich, gestorben. Der frühere mexikanische Botschafter in Chile, Gonzalo Martínez, sagte: “Wenn ich Chilene wäre oder das in Mexiko geschehen wäre, würde ich zu denen gehören, die Anzeige erstatten.”

Mord an Allende

Bereits Ende Mai war der am 11. September 1973 gestürzte Präsident Salvador Allende exhumiert worden, um mit einer Obduktion dessen tatsächliche Todesursache festzustellen. Wie das chilenische Fernsehen aus einem unveröffentlichten Bericht der Militärstaatsanwaltschaft zitierte, seien im Körper Allendes Schußwunden gefunden worden, die von verschiedenen Waffen stammten, wie die Junge Welt berichtet!

Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chiles, Guillermo Teillier, unterstrich am Rande der Exhumierung: »Was auch immer das Ergebnis sein wird, es wird für mich nicht die Bedeutung dessen mindern, was Allende getan hat. Tatsache ist, daß er sein Leben für eine Sache gegeben hat. Auf die eine oder andere Weise hat er dies getan, voller Mut und Treue zum Volk, wie er es angekündigt hatte.«

Die Untersuchungen zeigen, dass es in Chile endlich zu einer Aufarbeitung der eigenen Geschichte kommt!

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