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«Ein Ort zum Lesen»

Mit der Intention, die Erinnerung an das Ereignis der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 wachzuhalten, platzieren die InitiatorInnen der «Aktion 10. Mai» am 80. Jahrestag 30 Stühle mit jeweils einem Werk aus der Liste der verbrannten Bücher. «Ein Ort zum Lesen» symbolisiert die Rückholung und Übergabe der verbrannten Werke in die Hände der Menschen auf dem Platz. Die Installation im öffentlichen Raum ist Einladung und Aufforderung zugleich zu verweilen, um als stiller Teilnehmer für sich alleine einige Seiten zu lesen oder selbst zum Akteur zu werden und einen Text vorzutragen.

«Ein Ort zum Lesen» ist ein Projekt des Berliner Künstlers Jürgen Breiter, die dieser auf dem Bebelplatz in Berlin ins Leben gerufen hat. Wir danken Jürgen Breiter für die Kooperation und Unterstützung.

Veranstaltung im Rahmen der «Aktion 10. Mai: 80 Jahre Bücherverbrennung». Alle Infos zur Aktion und zu den Veranstaltungen unter: www.10ter-mai.de

Ausstellung / Kultur
10.05.2013 | 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Marktplatz, Stuttgart

Kritische Literaturtage 2012 – “Bücher statt Panzer”

In wenigen Tagen ist es soweit! Bereits zum dritten Mal finden in Wien am 26. und 27. Oktober 2012 die „Kritischen Literaturtage“ statt, eine Literaturmesse abseits des kommerziellen Mainstreams. Zentrales Motto der KriLit’12, die heuer in der Brunnenpassageam Yppenplatz in Wien-Ottakring durchgeführt wird, ist „Bücher statt Panzer“. Während das Bundesheer am Heldenplatz seine Kriegsgeräte präsentiert, schärfen wir die Waffen der Kritik.

Vor wenigen Tagen haben wir auf alle teilnehmenden AustellerInnen sowie das komplette Programm veröffentlicht. Hier die Eckpunkte:

AUFTAKTDISKUSSION am 25. Oktober 2012, 19.30 Uhr:
“Voneinander lernen. Soziale Bewegungen gestern und heute”
mit Rolf Schwendter, Renate Nahar, Anna Rosenberg u.a.
im ETAP (1160, Neulerchenfelderstr. 13), anschließend Party mit DJ-Line Diesen Beitrag weiterlesen »

Vom Buch- und Verlagswesen im Internetzeitalter – Fossilien einer vergangenen Zeit?

Alle lieben das Internet. Und manche wissen es sogar als Instrument treffsicher zu handhaben: Wer als Wissenschaftler oder investigativer Journalist, auch als Übersetzer oder Lektor die erleichternde Vielfalt des Internets einmal kennengelernt hat, möchte diese bei seiner Arbeit kaum noch missen. Jedoch ist dieses Internet, das er oder sie benutzt, nicht das Internet schlechthin. Derjenige, der das Internet als sachliches Instrument echter Forschung verwendet, benutzt die in demselben verlaufenden Goldadern.

Diese machen jedoch – wie auch in der wirklichen Welt – nur einen kleinen Teil des Berges aus. Im echten Leben überwiegen Erde, Sand und Steine das Gold und das Silber und die Edelsteine bei weitem. Im virtuellen Leben könnten wir uns glücklich schätzen, überhaupt von Erde oder Sand oder Steinen sprechen zu dürfen; dass nämlich dieser Berg an „Informationen“, der auch Gold führt, in seiner Mehrheit aus Mist besteht, ist weniger als Tatsache denn als beschönigende Redeweise zu werten.

Ihn als Meer des Unsinns zu bezeichnen würde diesem Ort der Moderne ebenfalls  nicht gerecht, sondern verschweigt gnädig einige der Abgründe dessen, das nicht nur durch das dortige Wirken der Bild-Zeitung und anderer Spezialisten des Kommerzes und der Propaganda, sondern auch das Treiben allzu vieler zu Unrecht selbst berufener Blogger und Forumsteilnehmer in vielen seiner Teile wie der kollektive geistige Abtritt der Moderne wirkt.

Wozu brauchen wir noch Bücher, wozu noch Verlage? Diesen Beitrag weiterlesen »

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