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Adressat unbekannt – Briefwechsel in der Nazizeit

Adressat unbekannt

Die westliche Welt wusste nichts von der Judenverfolgung im Deutschland von 33 bis 45, so lautet eine weitverbreitete Theorie, dass diese Theorie, wenig bis nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, unterlegt das Werk “Adressat unbekannt”, das 1938 von Kathrine Kressman Taylor geschrieben und in einer amerikanischen Zeitung veröffentlicht wurde.

“Adressat unbekannt” ist ein beeindruckendes Werk, welches sich mit wenigen herkömmlichen Büchern vergleichen lässt. Als unkommentierter Briefwechsel zieht das Buch die Leser in seinen Bann, denn es vermittelt die Tragik der Geschichte in wenigen und doch so deutlichen Worten.  Die Geschichte ist schnell erzählt: 2 Geschäftspartner – ein Jude und ein Deutscher – betreiben in den USA eine gutgehende Galerie. Sie haben mit ihren Geschäften Erfolg und ergänzen einander in ihrem Tun. 1932 entscheidet sich Martin, der Deutsche, zum Wohle seiner Familie auszuwandern, noch ohne antijüdische Ressentiments zu zeigen, zieht er nach Deutschland, in dem sich Nationalisten einen breitere und stärkere Basis schaffen. Die beiden Freunde bleiben brieflich in Kontakt, es folgen zahlreiche Briefe teils geschäftlichen, teils privaten Inhalts. Martin, der Anfangs weit entfernt  von antsemitischen Einstellungen, entwickelt sich schnell zu einem Nazi, wie er im Buche steht. Anfangs versucht Max, der jüdische Deutsche, noch die Freundschaft der beiden zu retten, doch es fälllt ihm immer schwerer über Martins Gedanken hinweg zu sehen. Die Gespräche verändern sich, als Martin, ein inzwischen einflussreicher Nationalsozialist, verhindert, dass die Schwester von Max, eine jüdische Schauspielerin in Deutschland, vor dem Tod gerettet wird.Max beginnt sich zu rächen, nicht mit Gewalt, sondern mit Worten, in dem er Martin ganz viele Liebe und Freundschaft zeigt, eine Freundschaft, die für Martin negative Konsequenzen haben könnte, da es verboten war mit Juden Kontakt zu haben.

Veränderung des Gedankenguts durch die Umwelt Diesen Beitrag weiterlesen »

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