Gotteslästerung bald strafbar? – Kirche geht voran
In vielen Staaten dieser Welt gibt es wenig fortschrittliche Gesetze, der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, fordert, Gotteslästerung unter Strafe zu stellen und damit auch in Deutschland die Rechte des Glaubens zu stäkren. Ein Gesetz “gegen die Verspottung religiöser Werte und Gefühle” sei nötig, sagte der Kirchenmann. Das Gesetz soll nicht nur Christen schützen, sondern “heilige Gegenstände und Geräter aller Religionen”.
Nötig sei “ein Gesetz gegen die Verspottung religiöser Werte und Gefühle”, sagte Schick am Mittwoch in Bamberg. Spott und Satire über religiöse Einstellungen stellten eine Verletzung der Menschenwürde dar.
Er will, wohl wissend um die Anhänger der anderen Religionen, nicht nur das Christentum schützen, sondern alle Religionen durch ein Blasphemie-Verbot geschützt werden. Spott über “heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen” dürfe nicht zugelassen werden, sagte der Erzbischof. Wozu solche Gesetze führen konnte vor wenigen Monaten in Tunesien beobachtet werden.
Kritik von der Linken
Kritik an den Vorschlägen des Bischofs äußerte die Partei die Linke. “Eine Verschärfung der derzeitigen Regelungen würde in eine komplett falsche Richtung weisen”, sagte der religionspolitische Sprecher der würde in eine komplett falsche Richtung weisen”, sagte der religionspolitische Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion, Raju Sharma, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd in Berlin.
Sharma erklärte, seine Fraktion habe bereits einen Entwurf zur Abschaffung des sogenannten Gotteslästerungsparagrafen parat. Die Regelungen des Strafgesetzbuches zu Beleidigung und Volksverhetzung böten auch religiösen Gruppen ausreichenden Schutz.
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