Solidarität mit der israelischen Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer

15. Januar 2016 - 11:47 | | Politik | 9 Kommentare

In Israel wird jeder jüdische Jugendliche nach der Beendigung der Schule für den Wehrdienst eingezogen, die wenigsten verweigern, denn darauf stehen Haftstrafen. Eine der wenigen Mutigen ist Tair Kaminer, die 19 Jährige riskiert eine Haftstrafe, weil sie „keine aktive Rolle bei der Besatzung der palästinensischen Gebiete“ spielen will. Nun wurde sie deswegen verhaftet und braucht unsere Solidarität.
Am 10.Januar sollte sie im Rekrutierungsbüro in Tel Hashomer eingezogen werden, doch sie verweigerte und erklärt: „Ich habe mich entschlossen den Dienst in der israelischen Armee zu verweigern. Seit Jahren gibt es keinerlei Bestrebung für einen Friedensprozess, keinen Versuch, Gaza und Sderot Frieden zu bringen. Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass, womit die Situation nur eskalieren wird. Wir müssen dies jetzt stoppen!“
Auch auf das Argument, dass sie die Sicherheit Israels nicht ernst nehmen würde ging sie ein: „einer Frau, die alle Menschen als gleich betrachtet und deren Leben für gleich wichtig hält, fällt es schwer, an das Sicherheitsargument zu glauben, solange es einzig und allein für die Juden gelten soll. Besonders jetzt, wo die Terrorwelle weiter wächst, wird klar, dass das Militär nicht einmal die Juden schützen kann, denn es gibt keinen Weg zur Sicherheit inmitten des Besatzungszustands. Wirkliche Sicherheit wird dann entstehen, wenn das palästinensische Volk in Würde und Freiheit in einem unabhängigen Staat Seite an Seite mit Israel leben wird.“
Als Strafe für ihren Humanismus und Wunsch nach Frieden, sitzt sie nun in Haft, wir können wenig gegen ihre Haft tun, außer uns mit Protestnachrichten und Briefen an das Militärgefängnis zu wenden. Wie das genau geht, erfahrt ihr hier.

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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9 Kommentare

  • 1
    Meh sagt:

    Keine Solidarität mit Fahnenflüchtigen!
    Wer zu faul oder feige ist, seinen Dienst nach Gesetz zu leisten, gehört auch nach Gesetz bestraft.

  • 2
    Tom Berner sagt:

    Dieser jungen Frau gebührt der höchste Respekt . Sie ist ein positives Beispiel, dass es auch anders geht. Wer das System verändern will, muss bei sich selbst anfangen.
    Statt Atom-U-Boote zu spenden, kann die deutsche Bundesregierung mal endlich für Menschenrechte eintreten und laut Kritik an Israel üben. Bzgl. China u. a. gelingt es ihr ja wesentlichen CH besser

  • 3
    Brigitte Girbig sagt:

    Recht auf Frieden
    Recht auf Leben, menschenwürdig
    Recht auf Arbeit
    -weltweit-
    Weltfrieden, jetzt!!!
    Wir wollen kein verlogenes Zeitalter mehr.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, FRIEDEN ist der Weg. M.Gandhi

  • 4
    Ingrid Strom sagt:

    Danke für das Vorbild!

    Abdu’l-Bahá 1844-1921, begraben auf dem Carmel
    in Horizonte Verlag,

    • 4.1
      Ingrid Strom sagt:

      Vielleicht liegt ein technischer Fehler vor.
      hier nochmals meine Zitate aus >Gedanken des Friedens>:
      Gedanken des Friedens sind stärker.

      Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Liebe werden den Hass besiegen.

  • 5
    Ingrid Strom sagt:

    Warum habt Ihr den Text gelöscht und das Unwesentliche behalten?
    Falls er Euch nicht gefällt, dann löscht hier bitte auch meinen Namen.