Brauchen wir einen Plan B? Wie soll es mit EU und Euro weitergehen?

17. Januar 2016 - 13:42 | | Politik | 2 Kommentare
Europa-Veranstaltung160109

„Brauchen wir einen Plan B? Wie weiter mit Euro und EU?“ lautete der Titel einer Veranstaltung, bei der Gesine Schwan, 2004 und 2009 Bundespräsidentinnen-Kandidatin der SPD und der Grünen, mit dem ehemaligen Parteivorsitzenden der Linken, Oskar Lafontaine, über die Zukunft Europas und des Euros diskutierte. Das Gesine Schwan dabei war und noch viel mehr ihre Antworten, verdeutlichten den Unmut innerhalb der Sozialdemokratie, über die neoliberale Politik der SPD-Spitze.

Schwan verdeutlichte in der Diskussion, dass es eine andere Politik in Europa brauche, wenn der stetige Rechtsruck gestoppt werden sollte. Sie erklärte auch, dass TTIP so wie es aktuell ist, nicht durchgehen dürfe, da es eine falsche Entwicklung verstärken würde. In der Diskussion empört sie sich auch über den Umgang mit Griechenland und der neuen SYRIZA-Regierung, die in ihren Augen erpresst wurde. Sie verdeutlichte auch den Zusammenhang von Rechtsruck und Eu-Politik: „Wer vom Rechtsruck sprechen will, darf von der Austeritätspolitik nicht schweigen“.
Oskar Lafontaine ging in der Diskussion weiter und forderte einen Bruch mit der EU und dem Euro, da sie nur den Interessen des Großkapitals diene, gegen die Interessen der Lohnabhängigen wie auch der südlichen EU-Mitgliedsländer. Er sah in dieser Politik auch die Ursache für den Rechtsruck in Frankreich, so erklärte er: „die besten Helfer für Marine le Pen sitzen in Berlin!“
Organisiert wurde die Diskussion von der Sozialistischen Linken, anschauen kann man sich da ganze hier:

Über den Autor

Ich habe 2009 die Freiheitsliebe gegründet aus dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, wo es keine Grenzen gibt zwischen Menschen. Einen Ort an dem man sich mitteilen kann, unabhängig von Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung und Geschlecht. Freiheit bedeutet immer die Freiheit von Ausbeutung. Als Autor dieser Webseite streite ich für eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Mehrheit der Menschen das Umsetzen muss, was nur dem Wohlstand einiger Weniger dient.
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2 Kommentare

  • 1
    EuroTanic sagt:

    Meine Devise! Einfach ignorieren (=alternative System aufbauen/nutzen).
    Nach meiner Theorie haben wir es hier mit einem Psyhopathen/Antisozialen/Narzisten System zu tun.
    Jede Energie, positive wie negative füllt das Reservoir dieser Individuen und deren System mit der Folge, dass es weiterlebt.
    Psyhopathen/Antisozialen/Narzisten kann man nur mit Aufmerksamkeitsentzug „bestrafen“. Denn alleine kriegen sie nichts auf die Reihe. Zum Überleben sind sie wie Parasiten auf unsere Energie/Aufmerksamkeit angewiesen. Ohne unsere Energie sterben sie.

  • 2
    Luxic sagt:

    Das mit dem Euro war nie eine gute Idee und die Sparpolitik ist einfach nur grausam. Das wird unter „Rechten“ durchaus auch so gesehen. Was mE weltweit dringend nötig wäre, sind Schuldenschnitte und damit verbunden eine Neuordnung des Finanzsystems. …aber einige Mächtige spielen lieber Wirtschaftskrieg und ziehen das offenbar durch bis zum bitteren Ende.

    Eine EU- und Konzerndiktatur kann niemand wirklich wollen. Souveräne Nationalstaaten könnten diese Diktatur beenden, oder zumindest mildern. Schade, dass sowas bisher bei „den Linken“ nicht wahrgenommen wird. (öhm, das soll kein Gemotze sein) Grenzen zu fordern und die Macht über die eigene Gesetzgebung als Recht einer jeden Nation zu betrachten, ist vielleicht „rechts“, aber sicher nicht in irgendeiner Form menschenfeindlich. Artikel 146 GG ist z.B. so ein typisch „rechtes“ Thema, geht uns aber mE alle an. Es wäre schön, ein paar Gräben zu überwinden. Ich weiß schon lange nicht mehr, ob ich rechts, oder links bin. Früher war ich eher grün hinter den Ohren, bis ich ganz farblos wurde. Mit 12 sah ich das erste Mal ein Wahlplakat von der FDP, schaute ins Lexikon, um zu wissen was „liberal“ bedeutet und dachte: geil ! Das haftet mir bis heute an. 🙂