Drohne Aladin rollt “Teppisch der Aufklärung” aus

Nur ein leises Surren ist zu hören. Drohnen sind im Anmarsch. Lästige Demonstrationen können schon morgen Schnee von gestern sein. Doch Vater Staat vergisst in diesen Zeiten den Parlamentarismus. Gesetze fliegen nur so vorbei und so ist auch ein Drohnengesetz mit von der Partie. Statt dass Politiker sich über die fehlendeDemokratie empören, geben sie sich optimistisch und sind stolz, dass Piloten bald nicht mehr in den Kampfeinsatz ziehen werden und Beamte sich nicht länger unter demonstrierende Chaoten mischen müssen.
Laut des „Berichts über die Art und den Umfang des Einsatzes von unbemannten Luftfahrtsystemen“, welcher dem Freitag vorliegt, gehören Drohnen inzwischen zum Alltag am Himmel über Deutschland.
In den letzten 24 Monaten seien 500 Drohnen-Einsätze beantragt und meist positiv beschieden worden. Dabei wird postuliert, dass die Drohnenüberwachung von Personen durch Polizei und Militär rechtens sei. Erst ende Januar hat der Bundestag „unbemannte Luftfahrzeugsysteme“ zu einer eigenen Kategorie von Flugzeugen erklärt. Eine eigene Kategorie also. Deutsche Drohnen frei für den deutschen Luftraum. So sieht die Zukunft aus?
Böse Hanfbauer
Wenn Drohnen nicht gerade im Krieg eingesetzt werden, so gibt es in den Augen der Politiker und Staathüter andere “wichtige”

Aufgaben, die Drohnen erfüllen könnten.Zum einen könnten mittels Drohnen die bösen bösen Demonstranten besser überwacht werden – frei nach dem Motto “Demokratie war gestern” oder “Versammlungsrecht adé”. Gerade zur Kontrolle von Gleisanlagen wie bei Anti-Atom-Protesten in Gorleben seien Drohnen sehr hilfreich. Auch zur Aufspürung von Hanffeldern sind wohl Drohnen in naher Zukunft einsatzbereit. Dass die Regierung mit aller Macht ihre alten steifen Standpunkte nicht aufgeben will und den Cannabiskonsum weiterhin kriminalisiert, spricht Bände. Nun sollen auch noch Drohnen, hochmoderne, unbemannte mit Kamera ausgestatteten Objekte die “Kriminellen” observieren? Wo soll das hinführen? Hocken irgendwann die Polizisten nur noch in ihrer Wache und jeder steuert seine eigen personifiziert Drohne, weil es da draußen zu gefährlich geowrden ist?
verherrlichende Namen
Die Bundespolizei nutzt dem Bericht zufolge derzeit vier Drohnen der Typen „Aladin“ und „Fancopter“. Somit wird dem Brimborium der “Aufklärung” noch die Krone aufgesetzt. “Aladin und Fanocopter – zusammen sind wir stark”. So könnte eine science fiction sitcom Serie lauten. Oder vielleicht tut es auch dieser Titel hier: “Die moralischen Drohnen und der Kampf gegen die Hanfkillerbauern – Aladin rollt Teppisch aus.” Passend zur EM gibt es nun auch Fancopter. Vielleicht sollte dieses Modell doch eher Roflcopter heißen.
Die Drohnenzukunft
In der Vergangenheit wurde nicht nur der Einsatz von Drohnen verschwiegen, nein, nun soll auch noch kräftig in „adaptierbare Plattformen“, also in unbemannte Flugzeuge, die Kameras und auch Waffen tragen können, investiert werden. Für sehr bedenklich muss der Einsatz von der Kampfdrohne “Wabep”, die derzeit noch entwickelt wird, gehalten werden. Diese im wahrsten Sinne des Wortes Harakiri-Maschine, ist dazu im Stande, das ausgewählte Ziel zu zerstören, in dem die Drohne einfach in das Ziel hineinfliegt und explodiert. Laut des Regierungsberichtes seien Drohnen das „Element der Streitkräfte des 21. Jahrhunderts“. Wenn das unverzichtbar sei, will man nicht wissen, was für Geräte uns in der Zukunft erwarten.

