Israel beginnt Bodenoffensive

Was soll noch kommen? (Foto: Flickr.com/  Kashklick/ CC-Lizenz)

Was soll noch kommen? (Foto: Flickr.com/ Kashklick/ CC-Lizenz)

Bereits vor einer Woche prüfte der Israelische Ministerpräsident Netanjahu die Möglichkeit einer Bodenoffensive gegen den Gazastreifen – Nun gibt es grünes Licht. Berichten Zufolge setzt die Israelische Armee (IDF) Panzer, Flugzeuge und Kanonenboote ein. Gleichzeitig wurden die BewohnerInnen der Grenzgebiete zu Israel aufgefordert ihre Häuser zu verlassen. Doch wohin sollen sie gehen?

Seit der “Waffenruhe”, welche von Ägypten als Vermittler vorgeschlagen wurde, hat die Hamas mehr als 100 Raketen auf Israel abgeschossen. Dank des Raketenschildes der IDF und der dilettantischen Bauweise der meisten Raketen verpuffen diese jedoch Wirkungslos. Seit Ausbruch der heißen Phase des Konflikts am 8. Juli hat Israel mehr als 2.000 Ziele im Gazastreifen angegriffen, die Hamas mehr als 1.300 Raketen verschossen. Insgesamt gibt es mehr als 230 Palästinensische Opfer.


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Mesut Özil spendet WM-Prämie an Kinder in Gaza!?

Der teuerste Transfer in der Geschichte Arsenals:  Mesut Özil. (Foto: flickr.com/  Ronnie Macdonald/ CC_Lizenz)

Der teuerste Transfer in der Geschichte Arsenals: Mesut Özil. (Foto: flickr.com/ Ronnie Macdonald/ CC_Lizenz)

Nach Informationen verschiedener Sport- und Nachrichtenportale spendet der FC Arsenal Star und WM-Gewinner Mesut Özil seine WM Prämien für den Gewinn des Halbfinals und Finales in Höhe von 600.000 $ an die ‘Kinder von Gaza.’ Diese Geste soll andere dazu animieren, es ihm gleichzutun und der krisengeschüttelten Region zumindest durch den Bau von Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen zu helfen.

Wie zuvor die Algerische Nationalmannschaft, spendet nun ein weiterer Fußballer mitten im Konflikt Geld für humanitäre Zwecke in Palästina. Ein Zeichen gegen die Eskalation auf beiden Seiten der Konfliktlinie. Eine endgültige Bestätigung der Nachricht bleibt bisher jedoch aus. Doch nicht nur palästinensische Seiten berichten von der Spende: Auch die Österreichische Sportseite Sportnet erklärt, Özil spende 450.000 Euro für Kinder in Gaza und übernimmt die Kosten für 23 Operationen bei Kindern in Brasilien:

Liebe Fans,
Ich hatte schon vor der WM die Finanzierung von elf Operationen für leidende Kinder in Brasilien übernommen. Da wir aber die WM nicht wegen unserer Elf, sondern wegen unserem starken Kader gewonnen haben, werde ich die Zahl nun auf 23 erhöhen. Damit will ich mich auch noch einmal persönlich für die Gastfreundschaft in Brasilien bedanken!”
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Generalstreik in Serbien?

Generalstreik in Serbien? Hier ArbeitnehmerInnen und Erwerbslose in Belgrad (Foto: Marks21)

Generalstreik in Serbien? Hier ArbeitnehmerInnen und Erwerbslose in Belgrad (Foto: Marks21)

Geht da was in Serbien? In dem kleinen Balkanland wird die soziale Spannung immer deutlicher: Gewerkschaften debattieren über einen Generalstreik, Zeitungen und Intellektuelle rufen zur Gründung einer neuen Linken Partei auf und die Regierung erklärt, Gehälter und Renten müssen bei einem Durchschnittslohn von nur 340 Euro weiterhin gesenkt werden.

Neue serbische Linke?

Der Autor Dr. Vladimir Unkovski-Korica hat für die Zeitung Danas die Frage aufgestellt: Wo ist die Linke in Serbien? Gerade jetzt ist sie aktuell, denn die Verabschiedung des neuen Arbeitsgesetzes bedeutet den größten Sozialkahlschlag seit den Neoliberalen Reformen der 90er und 2002er.

Ein Vorbild für diese Idee ist die slowenische Linke, die nach einer kurzen und raschen Wahlkampagne bereits nach einem Monat einen Wahlerfolg von sechs Prozent einfahren konnte. Ansätze für eine neue Linke geben es in dem Erstarken der Gewerkschaftlichen Aktivität sowie das Auftauchen kleinerer, linksradikaler Gruppen wie z.B. Marks21 oder dem „Linken Gipfel Serbiens.“

Der Autor kritisiert jedoch, dass die aktuelle Führung der ehemals Linken Kräfte, die Gewerkschaften und die sozialistischen Partei, unter linker Politik gute Verhältnisse zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen verstehen und darüber hinaus lediglich der Slogan „Wir wollen von unserer Arbeit leben“ zählt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Antrittsrede Junckers: “Wirtschaft soll dem Menschen dienen!”

File:Jean-Claude Juncker 2012-06-27 b.JPG

Designierter EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/ a/ac/Jean-Claude_Juncker_2012-06-27_b.JPG/1200px- Jean-Claude_Juncker_2012-06-27_b.JPG

Am Dienstagmorgen hat der designierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in seiner Bewerbungsrede beim Europäischen Parlament seine Agenda für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Im Europäischen Parlament sprach er sich zwar für die Weiterführung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes aus. Dabei solle aber die Wirtschaft dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Ein soziales Europa sei ihm wichtig. Juncker möchte außerdem ein mindestens 300 Millionen Euro starkes Investitionsprogramm vorlegen, erneuerbare Energien effektiver machen, den sozialen Dialog verstärkt in den Vordergrund stellen und auf den digitalen Binnenmarkt setzen. Konkrete Vorschläge zur EU-Flüchtlingspolitik oder der Stellung Großbritanniens macht er nicht. Das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA solle kommen. 

In seiner Ansprache an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die er abwechselnd in Französisch, Englisch und Deutsch hält, spannt Juncker einen weiten Bogen. Von transparenteren TTIP-Verhandlungen, über die weitere Intensivierung der Wirtschafts- und Währungsunion, den Ausbau erneuerbarer Energien und der Jugendgarantie, die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips und der damit einhergehenden Zurückhaltung der Parlamentarier in kleinen Fragen, über die Pläne, die Troika in Griechenland demokratischer und parlamentarischer zu legitmieren bis zur Errichtung einer Energieunion, eines digitalen Binnenmarktes sowie eines verstärkten Schutzes der EU-Außengrenze.

Juncker gegen ideologische Debatten

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Aufruf zum Mord aus dem israelischen Parlament?

Wir bluten alle die selbe Farbe. Graffiti auf der großen Mauer in Jerusalem. ( flickr.com/ sugarmelon.com/ CC-Lizenz)

Wir bluten alle die selbe Farbe. Graffiti auf der großen Mauer in Jerusalem. ( flickr.com/ sugarmelon.com/ CC-Lizenz)

Verschiedene Medien berichten, dass die Partei “Jüdisches Haus” zum Mord an den “zukünftigen Terroristen” aufruft. Diese Aussage soll von Ayelet Shaked Stammen, einer der Abgeordneten der Israelischen Rechtspartei. 

Das erste Mal berichtete die Journalistin des Independent, Mira Bar Hillel, über den Vorfall. Sie reagierte mit Eckel und erklärte, am liebsten würde sie ihren Pass verbrennen wollen. Ayelet Shaked soll im Wortlaut gesagt haben: “Sie sind alle unsere Feinde. Ihr Blut sollte in unseren Händen sein. Da gehören die Mütter der Getöteten auch dazu. Sie sollen auch zu ihren Söhnen gehen. Auch ihre Häuser gehören demoliert, damit dort keine Schlangen mehr aufwachsen können.” In diese Reihe von Aussagen reiht sich auch der Präsident der Partei Shakeds ein. Naftali Bennet hat vor einiger Zeit erklärt: “Ich habe viele Araber getötet. Da ist nichts falsches dabei.”  Shaked erklärte weiter: “Das ist kein Krieg gegen den Terror, die Radikalen oder die palästinensische Führung. Das ist ein Krieg zwischen zwei Völkern. Wer ist der Feind? Das palästinensische Volk! Warum? Fragt sie, sie haben angefangen.” Diesen Beitrag weiterlesen »

EU will Afrikanische Flüchtlinge schon in Sahara abfangen

Flüchtlinge auf einem Boot vor Lampedusa (Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/ commons/b/bb/Lampedusa_noborder_2007-2.jpg)

Afrikanische Flüchtlinge sollen noch effektiver davon abgehalten werden, die EU-Außengrenze zu überqueren. Dafür sollen die Grenzwege in der Sahara mit Hilfe europäischer Militärs und Polizisten noch besser dicht gemacht werden. Die in einem EU-Strategiepapier vorgestellten Pläne zeigen ein weiteres Mal, wie systematisch und von der Öffentlichkeit größtenteils unbemerkt die EU versucht, Flüchtlingen Einhalt zu gebieten und ihnen dadurch die Chance zu nehmen, einen Asylantrag in der EU zu stellen. Mit dieser politischen Grundhaltung wird das Menschenrecht auf Asyl jedoch mit Füßen getreten.

Wie die Forschungsgemeinschaft Flucht & Migration am Montag berichtet, plant die EU eine verstärkte Zusammenarbeit ihrer polizeilich-militärischen Einheiten in Nordafrika und in der Sahara. Dieses Vorhaben wird in einem am 4. Juli dem EU-Rat vorgelegten Strategiepapier des European External Action Service offenbart.

Rat will Drittstaaten “helfen”, ihre Grenzen zu sichern

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NSA-Ausschuss will zurück zur Schreibmaschine

Quelle: https://www.flickr.com/photos/caribb/4310691752/in/photostream/

Quelle: https://www.flickr.com/photos/caribb/4310691752/in/photostream/

Die Botschaft ist Postillonswürdig: Der NSA-Ausschuss möchte in Zukunft wieder die im digitalen Zeitalter längst verbannte mechanische Schreibmaschine reaktivieren. Nun ist dies aber keine Satire wie Politiker betonen. Es ist fakt.

Die Spionage gegen Einrichtungen der Bundesrepublik hat scheinbar interne Diskussionen ausgelöst. Wie Heise berichtet, will der NSA-Untersuchungsausschuss möglicherweise auf mechanische Schreibmaschinen zurückzugreifen, um geheime Dokumente zu verfassen, sagte der Ausschussvorsitzende Patrick Sensburg (CDU) am Montag im ARD-Morgenmagazin. “Ja, kein Scherz”, ließ er verlautbaren.

 Erst die Schreibmaschine, dann das Krypto-Telefon Diesen Beitrag weiterlesen »

#34 Filmtipp am Montag “Mr. Nobody”

Quelle: https://www.flickr.com/photos/52201521@N02/4808494435

Quelle: https://www.flickr.com/photos/52201521@N02/4808494435

Welche Auswirkungen haben meine Entscheidungen? Was macht mich zu dem wer ich bin? Wer bin ich und wer könnte ich sein? Mit diesen fundamentalen Fragen des Lebens beschäftigt sich Nemo, der Protagonist in diesem Fantasy-Drama “Mr. Nobody”.

Laufe ich links oder rechts? Bleibe ich stehen oder kann ich vielleicht doch noch einen Schritt zurück? Diese Fragen tun sich im Alltag auf – und nicht immer hat man eine Antwort. Wenn man sich für eine Richtung entscheidet, eröffnen sich  unendlich viele neue Möglichkeiten, doch gleichzeitig werden mit der Entscheidung andere Möglichkeiten ausgeschlossen.   Diesen Beitrag weiterlesen »

ALBA-Staaten kritisieren israelische Gewalt

Free Gaza

Free Gaza

Während die meisten europäischen Staaten und die USA sich eindeutig hinter Israel und seine Angriffe auf Palästina stellen, verurteilt das südamerikanische Staatenbündnis ALBA (Bolivarische Allianz für Amerika) das Vorgehen der israelischen Streitkräfte im Gaza-Streifen.

Der Text erklärt, dass “diese neue israelische Offensive jegliche humanitären Standards vermissen lässt.”
Die Staaten“, bedauern die Tötung von drei israelischen Bürgern und fordern eine klare und faire Untersuchung der Tat um die Mörder zur Verantwortung zu ziehen.” Allerdings: “berechtigt dies israelischen Staat nicht eine unverhältnismäßige Offensive durchzuführen.” Der ALBA gehören Antigua und Barbuda, Bolivien, Dominica, Ecuador, Kuba, Nicaragua, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Venezuela an.

“Wir erheben unsere Stimme aus Protest gegen die Einschüchterung und die Machtdemonstration gegenüber den Schwächsten und verteidigen die Idee der Gleichheit und des Respekts eines jeden Menschens “, erklären sie.
Deswegen plant Alba “in die internationale Gemeinschaft zu intervenieren, um bei einem Treffen die Differenzen zu lösen.”Auch bekräftigt das Bündnis “seine bedingungslose Solidarität, Unterstützung und Sympathie für die Menschen in Palästina gegen die neue Welle der Gewalt, die das Leben von mehr als 80 Männer, Frauen und palästinensische Kinder gefordert hat.”

Selbst Kolumbien kritisiert

Amerika21 berichtet, das auch die Außenministerien von ChileMexikoEl Salvador und Uruguay verurteilten die israelischen Luftangriffe und die zahlreichen Opfer unter der Zivilbevölkerung. Selbst Kolumbiens Regierung rief am Donnerstag die Konfliktparteien auf, Verhandlungen aufzunehmen, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu vermeiden. Dieser habe “für beide Seiten so viel Leid verursacht”. In dem Kommuniqué des Außenministeriums heißt es weiter, “das Leben und die Integrität der Zivilbevölkerung” seien durch “die israelischen Vergeltungsaktionen schwer beeinträchtigt.” Dies ist besonders überraschend, da Kolumbien sonst eindeutig an der Seite Israels und der USA steht.

 

“Love is all you need” – Heterosexuelle in der Minderheit

Quelle: Screenshot

Quelle: Screenshot

Stell Dir vor, andere Menschen würden Dich hassen. Und das nur weil Du liebst. Den “Falschen” liebst. Stell Dir vor, Du würdest beschimpft und ausgegrenzt werden. Andere würden Dir aufgrund Deines Geliebten Vorwürfe machen.

Es geht um den Kurzfilm “Love is all you need”, welcher Storylinetechnisch an ein Blumio Track erinnert. Die Macher des Kurzfilms drehen den Spieß einfach herum: Wenn plötzlich Heterosexualität nur noch von einer Minderheit vertreten wird – was passiert dann? Wer dieses Gedankenspiel mitspielt, wird schnell erkennen, dass Liebe etwas universales ist. Es sind lediglich die gesellschaftlichen Konventionen, die dem Individuum vorschreiben, welches Geschlecht er zu lieben hat.

Film vorgeführt – Lehrer entlassen Diesen Beitrag weiterlesen »

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