Die Energiewende beginnt in den eigenen vier Wänden
In der Vergangenheit hieß es aus Richtung der Politik immer wieder, dass der Energiehaushalt für die nächsten Jahre gesichert werden müsse. Über mögliche Energieeinsparungen in den Haushalten wurde aber lange Zeit geschwiegen. Doch im Zuge der angestrebten Energiewende soll der Stromverbrauch bis 2020 nun um 10% gesenkt werden. Ein Ziel das Bundesumweltminister Altmaier jüngst in seiner Umsetzung bezweifelte.
Zwar verschlingt die Industrie den Bärenanteil(2/3) des gesamt konsumiertem Stroms, doch auch in den Haushalten, wo 1/3 des gesamten produzierten Stroms verbraucht wird, kann Energie eingespart werden. Nicht nur die Anbringung von Steckerleisten mit Ein-/Ausschalter oder bewusster Stromkonsum entlasten deutsche Kraftwerke, sondern bereits kleinste Änerungen entlasten auch das Portmonnaie. Auch der Austausch von stromfressender Altelektronik kann sehr nützlich sein. Bisher wurden von der Regierung aber noch kaum Anreize geschaffen, diese Energiefresser auf den Schrottplatz zu verbannen. Der BUND kritisierte vor wenigen Tagen mal wieder die Regierung für ihr pessimistisches und passives Verhalten. “Nur wenn der Energieverbrauch entscheidend sinkt, wird dieses Land den Umstieg auf erneuerbare Energien schnell und kostengünstig schaffen”, sagte BUND-Chef Hubert Weiger.
Abwrackprämie für Altgeräte
Als die Automobilindustrie in der Krise steckte, sprang damals die Regierung in die Bresche und subventionierte Autoneukaufe mit 2.500€ Stuergeldern. Um eine Energiekrise zu vermeiden, so schlägt der BUND vor, für Altgeräte ebenfalls eine Abwrackprämie einzuführen. Dies könne zum Beispiel für alte Kühlschränke und Waschmaschinen gelten. Dringend modernisiert werden müssten auch teure Beleuchtungs- und Heizungssysteme in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden.
Stromsparen in den eigenen vier Wänden
Durch Energiesparlampen werden etwa 80 Prozent gegenüber der herkömmlichen Glühlampe an Strom-kosten eingespart. Setzt man voraus, dass im deutschen Haushalt täglich für 3 Stunden Licht benötigt wird und man anstatt der herkömmlichen Glühlampen Energiesparlampen einbaut, könnten 9,8112 Terawattstunden/Jahr eingespart werden. Das entspricht etwa der Stromproduktion eines Atomkraftwerkes, welches somit eingespart werden könnte. Doch ganz so euphorisch sollte man bei dieser Rechnung nicht sein: Energiesparlampen sollten gezielt dort eingesetzt werden, wo eine Lichquelle für längere Zeit benötigt wird. Ein schnelles Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebenzeit von Energiesparlampen deutlich.
LED-Lampen gehören die Zukunft
LED-Lampen (Light Emitting Diodes) bieten viele Einsatzmöglichkeiten und können in Zukunft eine Alternative zu den klassischen Lichtquellen sein. Ihre Leuchtkraft verdanken sie einem Chip mit eingebautem Festkörperkristall. LEDs strahlen bis zu 100.000 Stunden und sind zudem stoßunempfindlich. Verschiedene Modelle können hier beobachtet und bestellt werden.
-
gast
-
Thanthalas


